Der Impfstoffhersteller Moderna aus den USA will seinen mRNA-Impfstoff gegen das Coronavirus nun auch eine Zulassung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren beantragen. Das hatten zuvor bereits iontech/Pfizer getan. Auch mit dem Impfstoff Moderna habe sei eine Studie mit Probanden zwischen 12 und 17 Jahren durchgeführt worden. Diese habe eine hohe Wirksamkeit zum Schutz gegen Covid-19 ermittelt. Das teilte Moderna der Deutschen Presseagentur mit.

Moderna Impfstoff-Studie: Wirksam bei Kindern- und Jugendlichen

Insgesamt haben laut dem Pharma-Unternehmen bisher 3732 Kinder- und Jugendliche zwischen 12 und 17 an der Studie teilgenommen. Wie der Impfstoffhersteller mitteilt, habe sich nach der vollständigen Impfung kein Teilnehmer mehr mit dem Coronavirus infiziert. Die Studie habe laut Moderna folgendes ergeben:
  • Das Unternehmen ruft in der Altersgruppe eine Wirksamkeit von 100 Prozent auf.
  • Schon nach der ersten Impfung soll die Wirksamkeit laut Moderna 93 Prozent betragen haben.
  • Die Nebenwirkungen, die teilweise aufgetreten sind, seien die üblichen, auch bei Erwachsenen bestätigten Impfreaktionen wie Schmerzen im Arm, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen und Schüttelfrost.
  • Abgesehen davon sei der Impfstoff gut verträglich gewesen.
Die Studienergebnisse müssen nun noch von Experten analysiert und in einem Fachjournal veröffentlicht werden, damit sie als offiziell gelten.

Impfstoff Moderna: Zulassung für Altersgruppe 12 bis 17 wird beantragt

Anfang Juni will Moderna eigenen Angaben zufolge die Notfallzulassungen weltweit auch für Kinder und Jugendliche beantragen. Zuvor war bereits der Impfstoff von Biontech/Pfizer in mehreren Ländern auch für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren zugelassen worden, auch die EU-Arzneimittelbehörde prüft derzeit einen entsprechenden Antrag. Daher will Moderna Anfang Juni bei der US-Arzneimittelbehörde FDA und bei Behörden weltweit Anträge für eine Zulassung des Impfstoffs mRNA-1273 stellen.