• Die Corona-Impfkampagne läuft in Deutschland noch immer schleppend.
  • Künftig sollen auch Hausärzte impfen dürfen.
  • Änderungen sind beim Impfstoff von Astrazeneca geplant.
Jetzt soll also alles besser werden: Nachdem die Corona-Impfungen im Land noch immer schleppend laufen, soll eine neue Impfstrategie Besserung bringen.
Beim Corona-Gipfel mit den Ministerpräsidenten am 3.3.21 machte Bundeskanzlerin Angela Merkel deutlich, dass die Impfkampagne beschleunigt werden solle. „Wir glauben, dass wir hier noch Steigerungspotenzial haben“, sagte sie.

Diese Änderungen beim Impfen soll es geben

Vereinbart wurde, dass Ende März/Anfang April die haus- und fachärztlichen Praxen umfassend in die Impfkampagne eingebunden werden. Dies soll die Zahl der Impfungen erhöhen vor dem Hintergrund, dass dann mehr Dosen zur Verfügung stehen als in den Impfzentren verabreicht werden können. Die Impfzentren sollen aber weiter bestehen bleiben und dem Beschluss zufolge auch die Priorisierung bei den Impfungen weiter einhalten. Auch die Praxen sollen sich daran orientieren, den Ärzten ist aber mehr Flexibilität erlaubt.

Impfstoff von Astrazeneca künftig für weitere Impfgruppe

Den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge wurden bislang etwa 6,6 Millionen Dosen des Impfstoffs verabreicht (Stand 3.3., 8.00 Uhr). Davon haben rund 4,3 Millionen Menschen eine Erstimpfung und fast 2,2 Millionen bereits die Zweitimpfung bekommen. Zum zweiten Mal wurden im Bundesdurchschnitt bisher 2,7 Prozent der Einwohner gepikst.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow zufolge ist die Ständige Impfkommission zudem dabei, den Weg dafür zu ebnen, dass der Astrazeneca-Impfstoff bald auch an über 65-Jährige verimpft werden kann. Die bisherige Beschränkung auf Menschen bis 64 Jahre werde „in wenigen Tagen aufgehoben“. Ähnliches hatte zuvor auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angedeutet.

Hausärzte fordern bürokratische Entlastungen beim Impfen

Um neben der Versorgung der Patienten auch die Impfungen sowie die zusätzlichen Tests vornehmen zu können, müsse jeglicher vermeidbarer Aufwand wegfallen, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt.
Das Ausstellen ärztlicher Atteste zur Impfpriorisierung könne den Prozess enorm verlangsamen. Stattdessen könnten die Krankenkassen bei der Vorrangprüfung durch ein flächendeckendes Einladungsverfahren unterstützen. Sie verfügten über die notwendigen Patientendaten und die Expertise. Zugleich müssten die Dokumentationspflichten bei Impfungen und Testergebnissen für die Hausärzte möglichst gering gehalten werden, forderte Weigeldt.