• Alle Infos zu Aufklärungsbogen, Bescheinigung vom Arbeitgeber, Priorisierung an Impfzentren, beim Arzt und zum Termin für die Corona-Impfung.
Voraussichtlich ab Anfang/Mitte Juni dürfen sich alle Menschen ab 16 Jahren in Deutschland gegen das Coronavirus impfen lassen. Bis dahin bleibt der Impfstoff aber voraussichtlich noch viel zu knapp: In Bayern können die Impfzentren wohl erst ab dem 7. Juni wieder Ersttermine für die Impfung anbieten. Auch Hausärzte kommen nicht mehr hinterher mit den Terminen, weil die Impfdosen nicht ausreichen. Trotzdem bezeichnet der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU), die Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung als „richtig und wichtig“.
Jetzt ist es seit Donnerstag, 20. Mai, soweit. Die Impfpriorisierung bei den Hausärzten ist aufgehoben worden. Es sei gut, den Arztpraxen mehr Flexibilität einzuräumen und damit das Impftempo zu erhöhen, sagte der bayerische Gesundheitsminister im ZDF-„Morgenmagazin“. Etwa in Bayern sei man in den Impfzentren „schon weit in der Priorität drei“ und auch die Arztpraxen signalisierten einen entsprechenden Impffortschritt. Jetzt sieht die Lage in den Praxen aber angespannt aus. Wieso?

Corona-Impfung: Hausärzte sprechen von Impfstau in den Arztpraxen

In Bayern ist der Impfstoff immer noch knapp. Trotzdem dürfen Hausärzte in ihren Praxen von diesem Donnerstag an unabhängig von der Impfreihenfolge gegen das Coronavirus impfen. Der Impfstoff-Bedarf liegt immer noch weit über den Liefermengen, deshalb gibt es einen Impfstau. An Termine zu kommen ist derzeit noch schwieriger als zuvor. Besonders, weil die Erstimpfungen an den Impfzentren in Bayern nahezu pausieren werden in den kommenden Wochen.

Impfen in Bayern: Fast nur noch Zweitimpfungen beim Impfzentrum

Die nächsten drei Wochen werden hart für alle, die auf einen Termin für die Erstimpfung gegen das Coronavirus warten. hauptsächlich die Hausärzte werden in dieser Zeit Erstimpfungen vornehmen können – und auch hier ist der Impfstoff knapp. Die Impfzentren sind in den kommenden paar Wochen erst einmal damit beschäftigt, mehr als eine Million Zweitimpfungen. Ein Problem ist auch, dass Menschen unter 60, die als Erstimpfung Astrazeneca bekommen haben, nun regulär als zweites Biontech bekommen. Der Impfstoff ist immer noch nicht ausreichend vorhanden.

Anmeldung für Corona Impfung in Bayern: So kommt man einen Termin

Anders als in anderen Bundesländern muss man sich für einen Termin im Impfzentrum in Bayern zunächst auf dem Portal impfzentren.bayern registrieren und dort die eigenen Daten eingeben. Ist ein Termin frei, erhält man eine Mail oder eine SMS. Möglich ist auch eine telefonische Terminvereinbarung unter der Rufnummer 116 117 - hierfür braucht man jedoch einen langen Atem. Oft ist die Leitung belegt.

Aufklärungsbogen, Bescheinigung vom Arbeitgeber oder Formular als Kontaktperson - was muss ich zur Corona-Impfung mitbringen?

Ist der Termin gemacht, sollte man bestimmte Dokumente nicht vergessen. Alle Personen sollten die Terminbestätigung und ihren Personalausweis mitbringen. Außerdem wichtig sind eine Liste mit Medikamenten, die man einnimmt und falls vorhanden der Impfpass. Mitgebracht werden können auch:
  • Einwilligungserklärung und Anamnesebogen
Wird man als Kontaktperson einer Schwangeren oder aufgrund der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe geimpft, benötigt man zusätzlich noch einen Nachweis darüber.

Impfung Bayern: Wer gehört zur Priorisierungsgruppe 3?

In Bayern werden bereits Menschen aus der Priorisierunggruppe 3 zum Impfen eingeladen. Die Priorisierungsgruppe 3 sind:
  • Über 60-Jährige
  • Personen insbesondere mit folgenden Erkrankungen: behandlungsfreie in Remission befindliche Krebserkrankungen, Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen, rheumatologische Erkrankungen, Herzinsuffizienz, Arrhythmie, Schlaganfall, Asthma, chronisch entzündliche Darmerkrankung, Diabetes mellitus ohne Komplikationen, Adipositas (BMI über 30)
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht
  • Bis zu zwei enge Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die nicht einer Einrichtung leben und zudem über 60 Jahre alt sind oder eine der vorgenannten Erkrankungen haben
  • Personen, die Mitglieder von Verfassungsorganen sind oder in besonders relevanter Position in den Verfassungsorganen, in den Regierungen und Verwaltungen, bei der Bundeswehr, bei der Polizei, beim Zoll, bei der Feuerwehr, beim Katastrophenschutz einschließlich des Technischen Hilfswerks, in der Justiz und Rechtspflege, im Ausland bei den deutschen Auslandsvertretungen, für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen tätig sind
  • Wahlhelferinnen und Wahlhelfer
  • Personen, die in besonders relevanter Position in Einrichtungen und Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, im Bestattungswesen, in der Ernährungswirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Abwasserentsorgung und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen
  • Beschäftigte, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit niedrigen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus tätig sind, insbesondere in Laboren und Personal, das keine Patientinnen oder Patienten betreut
  • Personen, die im Lebensmitteleinzelhandel tätig sind
  • Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe und in Schulen, die nicht Grund-, Sonder- oder Förderschulen sind, tätig sind sonstige Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeits- oder Lebensumstände ein deutlich erhöhtes Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus besteht

Bayern will Impfpriorisierung bei Hausärzten aufheben - ab 20.05.2021

Bayern hebt, wie das Nachbarland Baden-Württemberg die Impfpriorisierung für Hausärzte auf. Ab 20. Mai sollen sich dort alle impfen lassen können. In den Impfzentren wird jedoch weiter nach Priorisierung geimpft.

Corona Impfung: Nebenwirkungen melden

Hat man Nebenwirkungen nach der Corona-Impfung, die noch nicht auf dem Beipackzettel der Impfung aufgeführt sind, kann man diese beim Paul-Ehrlich-Institut melden. Das Institut stellt online Formulare dafür zur Verfügung.

Kreuz-Impfung Astrazeneca und Biontech: Kreuzung möglich

Menschen unter 60 Jahren, die eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben, können nach einer Empfehlung der Stiko ihre Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten - also mit Biontech oder Moderna. Der Impfabstand soll dabei ebenfalls 12 Wochen betragen.

Corona Impfung Dashboard: Wie viele Geimpfte gibt es?

Langsam nimmt das Impftempo Fahrt auf. Wie viele Leute in Deutschland bereits geimpft sind, weist die Bundesregierung in einem Dashboard aus. Dort wird zwischen Erst- und Zweitimpfung bzw. nach Bundesländern aufgeschlüsselt. Die Daten stammen vom RKI.

Corona Impfung ohne Impfpass: Impfpass verloren - was tun?

Impfausweis verloren und die Corona-Impfung steht an. Braucht man einen Impfpass für die Corona-Impfung? Wo man einen neuen Impfpass bekommt und ob der digitale Impfpass eine Alternative ist.

Corona Impfung Schwangerschaft: Intensivmediziner für Impfung in der Schwangerschaft

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) versorgen Intensivmediziner zunehmend an Covid-19 erkrankte Schwangere. Allein in den vergangenen zwei Wochen habe es fünf solcher Fälle gegeben, sagte der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge, der Deutschen Presse-Agentur. „Diese Fälle sind besonders dramatisch. Wir sollten in Deutschland unbedingt auch Schwangere impfen.“ Das sei auch die Einschätzung im Kollegenkreis. Schwangere hätten ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf, wenn sie sich mit Sars-CoV-2 infizieren. Bei ihnen sei das Immunsystem generell etwas herabgesetzt und die Sauerstoffaufnahme reduziert.