• Deutschland kämpft gegen die Ausbreitung des Coronavirus mit strengen Regeln.
Ein großer Anteil der Deutschen hofft auf den Impfstoff gegen Corona und würde sich auch gegen das Virus impfen lassen. Im Südwesten etwa sagte in einer einer Umfrage nur jeder vierte Befragte, für ihn komme eine Corona-Impfung nicht infrage. Fast 50 Prozent sagten, sie würden sich auf jeden Fall impfen lassen. Doch die Massenimpfung wird schon aus logistischen Gründen Monate dauern, zumal nicht sofort genug Impf-Dosen von Biontech und Moderna zur Verfügung stehen.

Wer wird zuerst den Impfstoff gegen das Coronavirus und Covid-19 bekommen?

Deswegen werden zunächst bestimmte Personengruppen bevorzugt, also priorisiert mit dem Impfstoff versorgt. Für diese geplante Priorisierung von Corona-Impfungen liegen nun konkretere Vorschläge vor. Die Ständige Impfkommission (Stiko), die zum Robert Koch-Institut (RKI) gehört, verschickte dazu am Montag einen Entwurf an Länder und medizinische Fachgesellschaften. Empfohlen wird demnach die Impfungen zunächst
  • Personengruppen mit besonders hohem Risiko für schwere oder tödliche Krankheitsverläufe anzubieten, sowie
  • Gruppen, die beruflich besonders exponiert (einem Risiko ausgesetzt) sind oder engen Kontakt zu Risikogruppen haben.
Dies entspricht demnach rund 8,6 Millionen Menschen.
Konkret nennt die Stiko in ihrem Impf-Plan und der Empfehlung für die Priorisierung bei der Impfung
  • Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen und Menschen über 80 Jahre.
  • Personal mit besonders hohem Expositionsrisiko in medizinischen Einrichtungen wie Notaufnahmen und in der Betreuung von Corona-Patienten
  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit engem Kontakt zu Risikogruppen in der Behandlung von Blutkrebs und der Transplantationsmedizin.
  • Genannt werden weiter Pflegepersonal in der ambulanten und stationären Altenpflege sowie andere Tätige in Senioren- und Altenheimen mit Kontakt zu Bewohnern.

Gesetz als Grundlage für Stiko bei Priorisierung

Grund für die Festlegung von Prioritäten ist, dass zu Beginn von Impfungen noch nicht mit genug Impfstoff für alle Interessierten zu rechnen ist. Einen Rahmen dafür und zum Verfahren hatte der Bundestag in einem kürzlich beschlossenen Gesetz abgesteckt.
Dieses ist die Basis für die Stiko-Empfehlungen, über die nun noch einmal beraten werden soll. Endgültig festlegt werden sollen die Impf-Prioritäten dann in einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums. Wegen besonderer Eilbedürftigkeit werden Länder und Experten um Rückmeldungen zum Entwurf mit den Empfehlungen bis diesen Donnerstag gebeten.