Berlin, Konstanz und nun München: Mitglieder der Initiative Querdenken demonstrieren in ganz Deutschland gegen die Corona-Maßnahmen. Die Stadt München hat nun die für Samstag angekündigte Demonstration untersagt.

Querdenken München meldet Demo mit 5000 Teilnehmern auf Odeonsplatz an

Die Querdenken Initiative aus München hatte eine Demonstration unter dem Motto „Frieden, Freiheit und Gesundheit“ mit 5000 Teilnehmer auf dem Odeonsplatz angemeldet. Nun dürfe der Protest unter strikten Auflagen auf einem deutlich größeren Platz in der Innenstadt stattfinden - allerdings aus Infektionsschutzgründen nur mit 1000 Teilnehmern, wie das Kreisverwaltungsreferat (KVR) am Donnerstag mitteilte. Ein geplanter Demonstrationszug durch die Stadt wurde ebenfalls untersagt.
Es müsse ein Mindestabstand eingehalten werden, hieß es in der Mitteilung des KVR. Außerdem müssen alle Teilnehmer - bis auf die jeweiligen Redner - eine Maske tragen. Schon die Zuwege sollen von der Polizei kontrolliert werden. Nach Angaben eines Sprechers des Münchner Verwaltungsgerichtes wurden Eilanträge gegen die Auflagen angekündigt, die zunächst aber noch nicht bei Gericht eingegangen waren.

Querdenken 711 plant für 3. Oktober Demonstration in Konstanz

Die Stuttgarter Initiative Querdenken 711 will am Tag der Deutschen Einheit in Konstanz gegen die Corona-Politik demonstrieren. Eine Demo in Berlin sei nicht geplant, sagte Organisator Michael Ballweg im Deutschlandfunk. Am Samstag hatten sich Zehntausende Menschen in Berlin versammelt, um gegen staatliche Corona-Auflagen zu protestieren. Darunter waren auch größere Gruppen von sogenannten Reichsbürgern.
Mit der Demo am 3. Oktober im Süden Baden-Württembergs will die Bewegung nach Angaben von Ballweg Extremisten aus dem Weg gehen. „Um es den Beobachtern leichter zu machen, haben wir eine räumliche Trennung vorgenommen. Auf unseren Demonstrationen waren sowieso nur wenige Extremisten. Ich hoffe, dass die Extremisten in Berlin bleiben“, sagte Ballweg der Deutschen Presse-Agentur.

Konstanzer Ableger von Querdenken plant Menschenkette

Ein Konstanzer Ableger der Stuttgarter Initiative plant am Tag der Deutschen Einheit mehrere Menschenketten mit insgesamt bis zu 250.000 Teilnehmern. Das Motiv sei, die wegen der Corona-Politik entzweiten Menschen wieder zusammenzubringen, sagte Organisator Gerry Mayr am Mittwoch. Die Haltung zu den aus seiner Sicht unverhältnismäßigen Corona-Einschränkungen vergifte Familien und Freundschaften. Es gelte, die Lebensfreude wieder zu erlangen, die dem Schutz weniger geopfert worden sei. Zuvor hatte der Südwestrundfunk darüber berichtet.