Spätestens seitdem die Booster-Impfung als neuer Gold-Standard in der Corona-Bekämpfung gilt, häufen sich die Fragen für Geimpfte mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson. Dabei war der Impfstoff zu Beginn äußert beliebt. Während bei Impfstoffen wie Biontech oder Moderna erst nach zwei Impfungen ein vollständiger Impfschutz besteht, ist bei Johnson & Johnson bereits eine Impfung ausreichend, um als vollständig geimpft zu gelten. Allerdings hat sich die Meinung der Experten zur Impfung mit Johnson & Johnson mittlerweile geändert. Der Impfstoff, der am wenigsten gegen Covid-19 verabreicht wird, ist Johnson & Johnson. Zum Vergleich: Bis zum 10. Januar wurden laut Impfdashboard rund 5,3 Millionen Dosen verabreicht, von Biontech/Pfizer hingegen 124,6 Millionen. Warum die Ständige Impfkommission (Stiko) kürzlich die Empfehlungen für Auffrischungsimpfungen änderte, lest ihr hier.
  • Wie groß sind die Impfintervalle des US-amerikanischen Vakzins?
  • Wer kann den Impfstoff bekommen?
  • Wann gelten Menschen wo als geboostert?
  • Was gilt in den Bundesländern? und gibt es eine Ausnahme in Baden-Württemberg?

Johnson & Johnson: Eine Impfung reicht nicht aus

Menschen, die mit dem Vektor-Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden, haben laut Studien nicht denselben Impfschutz wie jene, die mit Biontech oder Moderna geimpft wurden. Das RKI rät, sich vier Wochen später einen anderen Impfstoff verabreichen zu lassen. Dann bestehe zumindest drei Monate lang ein hoher Schutz. Die Wirkung lasse danach etwas nach – das heißt, Geimpfte stecken sich wieder leichter mit dem Corona-Virus an und können auch wieder stärkere Verläufe haben. Das RKI beobachtete die meisten Impfdurchbrüche beim Johnson & Johnson-Vakzin.

Booster-Impfung: Ab wann gelten Geimpfte mit Johnson & Johnson als geboostert?

Die Ständige Impfkommission (Stiko) rät deshalb, dass Johnson & Johnson-Impflinge sich noch mals mit einem anderen Vakzin immunisieren lassen: Die Booster-Impfung passiert also nicht mit Johnson & Johnson. Für Personen bis 30 Jahre wird eine Booster-Impfung mit dem Biontech-Mittel Corminaty empfohlen. Für Personen über 30 Jahre darf es auch Moderna sein. Offiziell sollen zwischen der zweiten Impfung und der Booster-Impfung drei Monate liegen. Zuvor war der Abstand auf sechs Monate ausgelegt. Diese Kreuzimpfungen sollen einen besonders hohen Schutz bieten.

Johnson & Johnson-Impfung: Regeln für Booster-Status in Niedersachsen, BW, Bayern

Für den offiziellen Booster-Status gelten in den Bundesländern unterschiedliche Voraussetzungen. In Baden-Württemberg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz ist nach einer Erstimpfung mit Johnson & Johnson nur eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff (also Biontech oder Moderna) notwendig. Bayern handhabt die Beurteilung strenger und orientiert sich an der Empfehlung des RKI: Hier sollen Johnson & Johnson-Geimpfte zwei weitere Vakzine bekommen, also insgesamt drei Injektionen. Ab dem 15. Tag nach der dritten Impfung gelten Erstgeimpfte mit Johnson & Johnson dann als geboostert.