Bestes Oktoberfestwetter ohne Oktoberfest: Das ist Bayern in Corona-Zeiten. Dennoch will man sich die Gaudi von der Pandemie nicht völlig vermiesen lassen, und setzt auf eine Art Ersatz-Wiesn. Gefeiert wurde mit offiziellem Segen in den Wirtshäusern und Biergärten, während die Behörden für die Theresienwiese ein Alkoholverbot erlassen hatten. Am ausgefallenen ersten Wiesn-Wochenende rückten morgens um 9 Uhr 10 Kleinbusse der Polizei an, um befürchtete Spontanbesäufnisse zu unterbinden.

Statt Oktoberfest: Mit Biertischen und Bänken zur Ersatz-Wiesn angerückt

Diese blieben zwar aus, doch waren tatsächlich einige Gruppen mit Biertischen und Bänken angerückt. Nach gutem Zureden soll das aufmüpfige Volk den Festplatz wieder verlassen haben, heißt es in Medienberichten.
Bei der Wirtshaus-Wiesn gab es laut Polizei keine Beanstandungen, doch nicht allen gefällt das Treiben, für das die einzelnen Wirte verantwortlich sind. Rechtlich gesehen handelt es sich also um eine „Nicht-Wiesn“ und eine „Nicht-Veranstaltung“, die auch nicht ohne weiteres verboten werden kann. Allerdings könnte in München ein Alkoholverbot oder eine Sperrstunde verhängt werden, um eine zweite Corona-Welle  in Bayern zu verhindern.