Chinesische Mauer
: Bauarbeiter graben mit Bagger Loch für eine Abkürzung – zwei Festnahmen

Um sich einen Umweg zu ersparen, haben Medienberichten zufolge zwei Bauarbeiter ein Loch in die Chinesische Mauer gebaggert und so schwere Schäden verursacht. Das Duo wurde festgenommen.
Von
Philipp Staedele
Peking
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Die Chinesischen Mauer. Um eine Abkürzung zu nehmen, haben zwei Bauarbeiter ein Loch in die Mauer gebaggert und dabei schwere Schäden verursacht.

picture alliance/dpa/XinHua | Yang Shiyao

Eigentlich hätten sie um die Mauer herumfahren müssen, aber das war zwei Bauarbeitern in China wohl zu aufwendig – um sich den Umweg zu sparen, grub das Duo deshalb wohl einfach ein Loch in die Chinesische Mauer. Dabei sollen schwere Schäden an dem historischen Bauwerk entstanden sein. Die Bauarbeiter wurden festgenommen.

Polizei: „Unumkehrbarer Schaden verursacht“

Gemäß einem Bericht der BBC wurden bereits Ende August in der Provinz Shanxi ein Mann (38) und eine Frau (55) festgenommen. Der Grund ihrer Festnahme war, dass sie eine bereits bestehende kleine Passage durch die Große Mauer erweiterten, um ihren Bagger hindurchfahren zu können. Die Polizei gab an, dass die beiden eine Abkürzung schaffen wollten, denn die beiden arbeiten auf einer Baustelle in der Nähe.

Ihre Handlungen haben der „Chinesischen Mauer und dem Schutz des Kulturerbes irreparable Schäden zugefügt“. Die Behörden identifizierten das Duo schnell, da die Spuren der schweren Baumaschinen deutlich sichtbar und leicht nachverfolgbar waren.

Die Große Mauer, die seit 1987 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt ist, wurde über einen Zeitraum von ungefähr 220 v. Chr. bis zur Ming-Dynastie im 17. Jahrhundert kontinuierlich errichtet und wiederaufgebaut. Während dieser Zeit war sie die weltweit größte militärische Anlage.