Preis-Schock in BW
: ÖPNV wird teurer – In dieser Stadt zahlen Fahrgäste jetzt mehr

Wer in Baden-Württemberg mit Bus und Bahn unterwegs ist, muss sich in der drittgrößten Stadt des Landes auf steigende Ticketpreise einstellen. Wer ist davon betroffen und wie teuer sind die Tickets?
Von
David Hahn
Karlsruhe
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Straßenbahnen in Karlsruhe: ARCHIV - 21.11.2021, Baden-Württemberg, Karlsruhe: Straßenbahnen stehen an einer Haltestelle am Hauptbahnhof. (zu dpa: «Studie: Ausbau von Bus und Bahn in Städten kommt kaum voran») Foto: Uli Deck/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Baden-Württemberg, Karlsruhe: Straßenbahnen stehen an einer Haltestelle am Hauptbahnhof.

Uli Deck/dpa

Das Gebiet des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) erstreckt sich über eine Fläche von etwa 3.500 Quadratkilometern und umfasst Teile von Baden-Württemberg, aber auch von Rheinland-Pfalz und geht bis nach Frankreich. Zum 1. August 2025 steigen die Fahrpreise im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) um durchschnittlich 5,8 Prozent. Wie teuer sind jetzt die Tickets?

Karlsruhe: KVV erhöht Ticketpreise ab August

Die Anpassung betrifft vor allem Einzelfahrscheine und Monatskarten:

  • Eine Einzelfahrt für zwei Waben kostet künftig 3,50 Euro (bisher 3,30 Euro).
  • Die Tageskarte für drei Waben steigt auf 7,00 Euro (Statt 6,60 Euro).
  • Eine Monatskarte (2 Waben) kostet künftig 87 Euro.

Der Verbund reagiert damit eigenen Aussagen zufolge auf stark gestiegene Kosten im Betrieb, bei der Energieversorgung sowie höhere Material- und Personalkosten.

Deutschlandticket: Preis soll bis Ende 2026 gleich bleiben

Nicht betroffen von der Erhöhung der KVV-Ticketpreise sind das bundesweit gültige Deutschlandticket sowie das Deutschlandticket JugendBW, das viele Schüler:innen in Karlsruhe und Umgebung nutzen. Auch die Karte ab 65 bleibt im Preis stabil.

Das Deutschlandticket kostet seit Anfang 2025 monatlich 58 Euro. CDU, CSU und SPD haben sich laut Tagesschau in den Koalitionsverhandlungen darauf verständigt, das Deutschlandticket bis Ende 2026 zum aktuellen Preis von 58 Euro pro Monat beizubehalten. Ab 2027 soll der Preis dann schrittweise und sozialverträglich erhöht werden. Festgeschrieben ist die Finanzierung im Regionalisierungsgesetz laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) allerdings nur noch für 2025. Über die Finanzierung der Mehrkosten verhandeln Bund und Länder. Sollte es keine Einigung geben, droht eine erneute Preissteigerung.