Briefe werden teurer
: Wann kommt die Preiserhöhung?

Die Post darf im nächsten Jahr die Preise erhöhen. Was bedeutet das für Verbraucher?
Von
Rose Abbas Mohammad
Berlin
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Deutsche Post: ARCHIV - 09.09.2020, Bayern, München: Ein Fahrrad von der Deutschen Post steht an einer Straße.  (zu dpa: «In 23 Orten Bayerns fehlt eine vorgeschriebene Postfiliale») Foto: Sven Hoppe/Deutsche Presse-Agentur GmbH/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Im Jahr 2025 erhöhen sich die Preise bei der Deutschen Post.

Sven Hoppe/dpa

Die hohe Inflation und die gestiegenen Lebenshaltungskosten treffen auch die Deutsche Post. Zukünftig müssen KundInnen tiefer in die Tasche greifen. Ab wann gelten die neuen Preise?

Gestiegene Kosten sind schuld

Wie in vielen Bereichen steigen auch bei der Post die Preise, da Logistiker die gestiegenen Kosten tragen müssen. Das Unternehmen ist verpflichtet, deutschlandweit Sendungen zuzustellen – selbst in abgelegene Gebiete, was zeitintensiv und kostenaufwendig ist.

Derzeit kostet ein 20 Gramm schwerer Standradbrief 85 Cent, ein 50 Gramm schwerer Kompaktbrief 1 Euro und das Versenden einer Postkarte 70 Cent. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 lag der Preis für einen Standardbrief noch bei 55 Cent, seither steigen die Portokosten kontinuierlich.

Ab wann gelten die neuen Preise?

Ab dem Jahreswechsel 2025 wird das Porto teurer und gleichzeitig tritt eine neue Regelung in Kraft, die der Post mehr Zeit für die Zustellung von Briefen einräumt. Bisher mussten 80 Prozent der Briefe schon am nächsten Tag bei den EmpfängerInnen ankommen. Ab 2025 ändert sich das: Dann müssen 95 Prozent der Briefe innerhalb von drei Werktagen zugestellt werden. Das bedeutet, dass viele Briefe künftig bis zu zwei Werktage länger unterwegs sein werden. Die Post wird diese Änderung jedoch nicht direkt zum Jahresbeginn 2025 vollständig umsetzen, sondern schrittweise.