Briefe werden teurer
: Was kostet Porto 2025 bei der Deutschen Post?

Die Post darf 2025 die Preise erhöhen. Wie viel wird das Verschicken von Briefen innerhalb Deutschlands zukünftig kosten?
Von
Rose Abbas Mohammad
Berlin
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Eine Frau wirft einen Standardbrief in einen Briefkasten. Die Deutsche Post darf das Briefporto nicht vorzeitig erhöhen. Ein entsprechender Antrag sei abgelehnt worden, teilte die Bundesnetzagentur mit. +++ dpa-Bildfunk +++

Im Jahr 2025 erhöhen sich die Preise bei der Deutschen Post.

Marijan Murat/dpa

Die hohe Inflation und die gestiegenen Lebenshaltungskosten treffen auch die Deutsche Post. Zukünftig müssen KundInnen tiefer in die Tasche greifen. Wie viel könnte das Versenden eines Briefes 2025 kosten?

Gestiegene Kosten sind schuld

Wie in vielen Bereichen steigen auch bei der Post die Preise, da Logistiker die gestiegenen Kosten tragen müssen. Das Unternehmen ist verpflichtet, deutschlandweit Sendungen zuzustellen – selbst in abgelegene Gebiete, was zeitintensiv und kostenaufwendig ist.

Derzeit kostet ein 20 Gramm schwerer Standradbrief 85 Cent, ein 50 Gramm Kompaktbrief 1 Euro und das Versenden einer Postkarte 70 Cent. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 lag der Preis für einen Standardbrief noch bei 55 Cent, seither steigen die Portokosten kontinuierlich.

Wie viel könnte der Standardbrief 2025 kosten?

Ein Anstieg von rund 10,5 Prozent wurde von der Bundesnetzagentur für die Post genehmigt, sodass ExpertInnen davon ausgehen, dass ein Standardbrief ab 2025 rund 95 Cent kosten könnte. Bereits 2023 hatte die Post versucht, das Briefporto aufgrund der Inflation und gestiegener Kosten vorzeitig zu erhöhen.

Die Post und die Gewerkschaften zeigen sich von der geplanten Erhöhung enttäuscht. Nach der „beabsichtigten Entscheidung“ der Netzagentur dürfen sich nun verschiedene MarktteilnehmerInnen äußern, bevor die Behörde die endgültige Entscheidung über den Preisspielraum trifft. Es wäre überraschend, wenn sich am Vorschlag noch etwas Grundlegendes ändern würde.

Post wollte höhere Preise

Die Post strebt eine höher Portoerhöhung an, als die Bundesnetzagentur vorsieht. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, man habe die Entscheidung „mit Verwunderung zur Kenntnis genommen“. Grund dafür sind die erwarteten Lohnsteigerungen, rückläufigen Briefmengen und hohen Investitionskosten. Dabei wird betont, dass das Porto für einen Standardbrief rund 43 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt liege.