Brand in Crans-Montana
: Viele jugendliche Opfer bei Inferno – Videos zeigen Ausbruch des Feuers

Nach der Katastrophe mit mindestens 40 Toten in der Schweiz scheint nun klar, was den Brand ausgelöst hat. Hinweise gaben Videos und Berichte von Überlebenden.
Von
Jan Dirk Herbermann mit dpa/afp
Crans-Montana
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Tote bei Silvesterparty in Crans-Montana: 02.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Der stellvertretende italienische Ministerpräsident und Außenminister Antonio Tajani (M r) und Mathias Reynard (M l), Staatsrat und Präsident des Staatsrates des Kantons Wallis, Mitte, erweisen den Opfern mit Blumen in der Nähe des Ortes die Ehre, an dem während der Silvesterfeierlichkeiten in der Bar und Lounge "Le Constellation" ein Feuer ausbrach, bei dem es Tote und Verletzte gab, in Crans-Montana, Schweiz. Nach Angaben der Polizei kamen bei dem Brand, der in der Silvesternacht in der Bar "Le Constellation" im Schweizer Alpenort Crans-Montana wütete, mehrere Dutzend Menschen ums Leben. Zudem wurden rund hundert Personen verletzt. Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Trauer und Fragen in Crans-Montana: Der stellvertretende italienische Ministerpräsident und Außenminister Antonio Tajani (M r) und Mathias Reynard (M l), Staatsrat und Präsident des Staatsrates des Kantons Wallis, Mitte, erweisen den Opfern mit Blumen in der Nähe des Ortes die Ehre.

Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
  • In Crans-Montana forderte ein Brand in der Bar „Le Constellation“ mindestens 40 Todesopfer.
  • Viele Opfer waren Jugendliche; 80 der 115 Verletzten erlitten schwerste Verbrennungen.
  • Videos zeigen Wunderkerzen als möglichen Auslöser – Polizei untersucht alle Hinweise.
  • Mutige Helfer retteten Verletzte, trotz der lebensgefährlichen Situation.
  • Identifizierung der Toten läuft, Familien hoffen verzweifelt auf Neuigkeiten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Inmitten von Chaos und Panik haben mutige Passanten beim Flammeninferno im Schweizer Skiort Crans-Montana ihr Leben aufs Spiel gesetzt, um Verletzte zu retten. Ihre Geschichten kommen nach und nach ans Licht, ebenso wie Fotos, die offenbar den Beginn des Brandes zeigen und erste Angaben über junge Opfer.

Unter den rund 115 Verletzten ist etwa Tahirys D. (19), wie der Fußballclub FC Metz berichtet. Er werde in einer Klinik in Deutschland behandelt. Die Gedanken der Verantwortlichen und Spieler seien bei ihm und seiner Familie.

Der Vater eines 16-jährigen Italieners, der als Golftalent gilt, hatte am Unglückstag in Interviews noch seine Verzweiflung zum Ausdruck gebracht, weil er nicht wusste, ob sein vermisster Sohn Emanuele G. unter den Toten oder Verletzten war. Sein Onkel sagte der italienischen Nachrichtenagentur Adnkronos: „Im Moment steht er noch auf der Liste der Vermissten, und wir warten auf das Ergebnis der DNA-Untersuchung.“

Viele Opfer wohl Teenager

Die Bar „Le Constellation“ war nach Angaben von Anwohnern von Crans-Montana besonders bei Teenagern beliebt. Die meisten Opfer dürften deshalb Minderjährige und junge Erwachsene gewesen sein. Frankreich und Italien haben Opfer bestätigt. Ob Deutsche betroffen sind, ist noch offen. Das Auswärtige Amt steht in Kontakt mit den Schweizer Behörden.

80 der 115 Verletzten sollen schwerste Verbrennungen erlitten haben. Hinzu kommen Rauchvergiftungen. Bei Patienten mit Rauchvergiftung könne das Beatmen schwierig sein, erläutert das auf Brandopfer spezialisierte Universitätsspital Zürich allgemein auf seiner Webseite – nicht im Zusammenhang mit den dort eingelieferten Patienten aus Crans-Montana.

Die Identifizierung der Toten dauere an, sagte ein Polizeisprecher. In solchen Situationen sind Opfer nach Expertenangaben oft so verbrannt, dass eine Feststellung der Identität nicht einfach ist. Für verzweifelte Familien, die ihre Kinder vermissen, ist das Warten aber unerträglich. Eine Schweizerin postete etwa auf Facebook, dass sie ihren 16-jährigen Sohn Arthur B. vermisse.

Familien wandten sich voll banger Hoffnung an die zahlreichen Krankenhäuser, in denen Patientinnen und Patienten aufgenommen wurden. Aber dort hatte nicht die Identifizierung höchste Priorität. Vielmehr ging es darum, die lebensgefährlich Verletzten zu stabilisieren.

Mutige Helfer greifen nach Verletzten

Passanten hatten in der Silvesternacht sofort zugepackt, als sie die Schreie aus der brennenden Bar hörten. „Einer kam mit brennender Jacke rausgerannt, ich habe so gut es ging versucht, die Flammen zu ersticken“, berichtete Théo (19) im Schweizer Fernsehen RTS. Dennis (20) beschrieb eine volle Treppe, auf der zahlreiche Verletzte verzweifelt die Hände in die Luft reckten: „Wir versuchten, sie zu packen und nach draußen zu ziehen.“

Andere Passanten berichteten von Verletzten mit brennenden Haaren und versengten Gesichtern. Mathis (20) sagte, sie hätten sich der Menschen angenommen, auf sie eingesprochen, als sie das Bewusstsein verloren und sie beruhigt, bis die Krankenwagen eintrafen.

  • Tote bei Silvesterparty in Crans-Montana: 03.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Kerzen und Stofftiere stehen in der Nähe der abgeriegelten Bar Le Constellation in Crans-Montana, wo ein verheerender Brand während der Silvesterfeierlichkeiten Tote und Verletzte forderte. Foto: Baz Ratner/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Kerzen und Stofftiere stehen in der Nähe der abgeriegelten Bar Le Constellation.

    Baz Ratner/AP/dpa
  • Tote bei Silvesterparty in Crans-Montana

    Ein Sichtschutz soll die Arbeit der Ermittler erleichtern.

    Antonio Calanni/AP/dpa
  • Tote bei Silvesterparty in Crans-Montana: 01.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Blumen sind zu sehen, während Polizeibeamte den Bereich inspizieren, in dem während der Silvesterfeierlichkeiten in der Bar und Lounge "Le Constellation" ein Feuer aus unbekannter Ursache ausbrach, bei dem es Tote und Verletzte gab. Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Blumen sind zu sehen, während Polizeibeamte den Unglücksort inspizieren.

    Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
  • Tote bei Silvesterparty in Crans-Montana: 02.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Eine Frau mit einem Stofftier in der Hand, deren Tochter vermisst wird, steht in der Nähe der abgeriegelten Bar Le Constellation, wo ein verheerender Brand während der Silvesterfeierlichkeiten Tote und Verletzte forderte. Foto: Baz Ratner/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Eine Frau, deren Tochter vermisst wird, steht mit einem Stofftier in der Hand in der Nähe der abgeriegelten Bar.

    Baz Ratner/AP/dpa
  • Tote bei Silvesterparty in Crans-Montana: 02.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Ermittler durchsuchen das Gebiet um die abgeriegelte Bar Le Constellation wo ein verheerender Brand während der Silvesterfeierlichkeiten Tote und Verletzte forderte. Foto: Baz Ratner/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Ermittler durchsuchen das Gebiet um das „Le Constellation“ .

    Baz Ratner/AP/dpa
  • Tote bei Silvesterparty in Crans-Montana: 02.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Menschen erweisen den Opfern der Silvesterfeier in Crans-Montana, Schweiz, mit Blumen die letzte Ehre. In der Bar und Lounge "Le Constellation" brach aus noch ungeklärter Ursache ein Feuer aus, bei dem es Tote und Verletzte gab. Nach Angaben der Polizei kamen bei dem Brand, der in der Silvesternacht in der Bar "Le Constellation" im Schweizer Alpenort Crans-Montana wütete, mehrere Dutzend Menschen ums Leben. Zudem wurden rund hundert Personen verletzt. Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Menschen erweisen den Opfern mit Blumen die letzte Ehre.

    Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
  • Tote bei Silvesterparty in Crans-Montana: 02.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Menschen bringen Blumen in die Nähe der abgeriegelten Le Constellation Bar, wo ein verheerender Brand Tote und Verletzte während der Neujahrsfeierlichkeiten in Crans-Montana, Schweizer Alpen, forderte. Foto: Antonio Calanni/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Menschen bringen Blumen in die Nähe der Bar.

    Antonio Calanni/AP/dpa
  • Tote bei Silvesterparty in Crans-Montana: 02.01.2026, Schweiz, Sierre: Die Flaggen der Schweiz und des Kantons Wallis wehen auf Halbmast. Bei einem Brand in der Bar Le Constellation in Crans-Montana kamen in der Silvesternacht mehrere Menschen ums Leben. Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Die Flaggen der Schweiz und des Kantons Wallis wehen auf Halbmast.

    Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
  • Tote bei Silvesterparty in Crans-Montana: 01.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Mathias Reynard (l-r), Staatsrat und Präsident des Staatsrates des Kantons Wallis, Stéphane Ganzer, Staatsrat und Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport des Kantons Wallis, und Bundespräsident Guy Parmelin, sprechen mit einem Feuerwehrmann während ihrer Inspektion des Geländes, in dem ein Brand unbekannter Ursache in der Bar und Lounge «Le Constellation» ausbrach, bei dem es Tote und Verletzte gab, während der Silvesterfeierlichkeiten. Foto: Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Mathias Reynard (l-r), Staatsrat und Präsident des Staatsrates des Kantons Wallis, Stéphane Ganzer, Staatsrat und Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport des Kantons Wallis, und Bundespräsident Guy Parmelin, sprechen mit einem Feuerwehrmann während ihrer Inspektion des Geländes.

    Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa
  • Tote bei Silvesterparty in Crans-Montana: 01.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin (r-l), Stéphane Ganzer, Staatsrat und Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport des Kantons Wallis, Frederic Gisler, Kommandant der Walliser Kantonspolizei und Mathias Reynard, Staatsrat und Präsident des Staatsrats des Kantons Wallis, inspizieren den Bereich, in dem ein Brand unbekannter Ursache in der Bar und Lounge «Le Constellation» ausbrach, bei dem es Tote und Verletzte gab, während der Silvesterfeierlichkeiten. Foto: Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin (r-l), Stéphane Ganzer, Staatsrat und Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport des Kantons Wallis, Frederic Gisler, Kommandant der Walliser Kantonspolizei und Mathias Reynard, Staatsrat und Präsident des Staatsrats des Kantons Wallis, inspizieren den Bereich, in dem ein Brand in der Silvesternacht dutzende Menschenleben forderte.

    Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa
  • Tote bei Silvesterparty in Crans-Montana: 01.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Ein Leichenwagen fährt vor, während Polizeibeamte den Bereich inspizieren, in dem während der Silvesterfeierlichkeiten ein Feuer unbekannter Ursache in der Bar und Lounge «Le Constellation» ausbrach, bei dem es Tote und Verletzte gab. Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Ein Leichenwagen fährt vor der betroffenen Bar vor. Das Gebäude wurde mit Sichtschutz versehen.

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  • Explosion bei Silvesterparty in Skiort in der Schweiz

    Nach einem Brand in einer Bar im noblen Schweizer Skiort Crans-Montana rechnen die Ermittler mit „mehreren Dutzend“ Toten.

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  • Explosion bei Silvesterparty in Skiort in der Schweiz: 01.01.2026, Schweiz, Crans Montana: Das Innere der Bar und Lounge Le Constellation, wo nach einer Explosion in den frühen Morgenstunden der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen ist. Bei einer Explosion und einem Brand in der Silvesternacht sind im noblen Schweizer Skiort Crans-Montana nach Polizeiangaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Foto: Police Cantonale Valaisanne/Police Cantonale Valaisanne/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung bis zum 15.01.2026 im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

    Die Bilder aus dem Inneren zeigen die Zerstörung.

    Police Cantonale Valaisanne/AP/dpa
  • Explosion bei Silvesterparty in Skiort in der Schweiz

    In der Bar starben in der Silvesternacht rund 40 Menschen.

    Police Cantonale Valaisanne/AP/dpa
  • Explosion bei Silvesterparty in Skiort in der Schweiz: 01.01.2026, Schweiz, Crans Montana: Rettungskräfte sind in der Nähe des Bereichs zu sehen, in dem in der Bar und Lounge Le Constellation nach einer Explosion in den frühen Morgenstunden der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen ist. Bei einer Explosion und einem Brand in der Silvesternacht sind im noblen Schweizer Skiort Crans-Montana nach Polizeiangaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Foto: Police Cantonale Valaisanne/Police Cantonale Valaisanne/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung bis zum 15.01.2026 im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

    Rettungskräfte sind in der Nähe des Bereichs zu sehen, in dem in der Bar und Lounge Le Constellation das Feuer ausgebrochen war.

    Police Cantonale Valaisanne/AP/dpa
  • Explosion bei Silvesterparty in Skiort in der Schweiz: 01.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Ein Absperrband der Polizei vor dem Bereich, in dem in der Bar und Lounge Le Constellation nach einer Explosion in den frühen Morgenstunden der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen ist. Bei einer Explosion und einem Brand in der Silvesternacht sind im noblen Schweizer Skiort Crans-Montana nach Polizeiangaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Ein Absperrband der Polizei vor der Bar und Lounge Le Constellation.

    Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
  • Explosion bei Silvesterparty in Skiort in der Schweiz: 01.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Polizeibeamte inspizieren den Bereich, in dem in der Bar und Lounge Le Constellation nach einer Explosion in den frühen Morgenstunden der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen ist. Bei einer Explosion und einem Brand in der Silvesternacht sind im noblen Schweizer Skiort Crans-Montana nach Polizeiangaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Polizeibeamte inspizieren den Bereich des Brandes.

    Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
  • Explosion bei Silvesterparty in Skiort in der Schweiz

    Noch immer sind zahlreiche Rettungskräfte vor Ort.

    Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa
  • Explosion bei Silvesterparty in Skiort in der Schweiz: 01.01.2026, Schweiz, Lens: Mathias Reynard, Staatsrat und Präsident des Staatsrates des Kantons Wallis, Stephane Ganzer, Staatsrat und Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport des Kantons Wallis, Frederic Gisler, Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis (l-r) während einer Pressekonferenz, nachdem in Crans-Montana in der Bar und Lounge Le Constellation während der Neujahrsfeierlichkeiten ein Feuer aus unbekannter Ursache ausgebrochen war. Bei einer Explosion und einem Brand in der Silvesternacht sind im noblen Schweizer Skiort Crans-Montana nach Polizeiangaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Foto: Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Mathias Reynard, Staatsrat und Präsident des Staatsrates des Kantons Wallis, Stephane Ganzer, Staatsrat und Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport des Kantons Wallis, Frederic Gisler, Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis (l-r) während der Pressekonferenz zu dem verheerenden Brand.

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  • Explosion bei Silvesterparty in Skiort in der Schweiz: 01.01.2026, Schweiz, Lens: Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Mathias Reynard, Staatsrat und Präsident des Staatsrats des Kantons Wallis, und Stephane Ganzer, Staatsrat und Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport des Kantons Wallis (l-r), während einer Pressekonferenz, nachdem in Crans-Montana in der Bar und Lounge Le Constellation während der Neujahrsfeierlichkeiten ein Feuer aus unbekannter Ursache ausgebrochen war. Bei einer Explosion und einem Brand in der Silvesternacht sind im noblen Schweizer Skiort Crans-Montana nach Polizeiangaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Foto: Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Mathias Reynard, Staatsrat und Präsident des Staatsrats des Kantons Wallis, und Stephane Ganzer, Staatsrat und Vorsteher des Departements für Sicherheit, Institutionen und Sport des Kantons Wallis (l-r), zeigen sich erschüttert.

    Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa
  • Explosion bei Silvesterparty in Skiort in der Schweiz: 01.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Ein Banner mit dem Hinweis, dass Feuerwerkskörper wegen Brandgefahr verboten sind, ist in der Nähe des Bereichs abgebildet, in dem in der Bar und Lounge Le Constellation nach einer Explosion in den frühen Morgenstunden der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen ist. Bei einer Explosion und einem Brand in der Silvesternacht sind im noblen Schweizer Skiort Crans-Montana nach Polizeiangaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Foto: Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Ein Banner mit dem Hinweis, dass Feuerwerkskörper wegen Brandgefahr verboten sind, in der Nähe des Unglücksorts.

    Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa
  • Explosion bei Silvesterparty in Skiort in der Schweiz: 01.01.2026, Schweiz, Crans Montana: Blumen sind in der Nähe des Bereichs zu sehen, in dem in der Bar und Lounge Le Constellation nach einer Explosion in den frühen Morgenstunden der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen ist. Bei einer Explosion und einem Brand in der Silvesternacht sind im noblen Schweizer Skiort Crans-Montana nach Polizeiangaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Foto: Police Cantonale Valaisanne/Police Cantonale Valaisanne/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung bis zum 15.01.2026 im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

    Bilder aus der Nacht zeigen das Großaufgebot an Rettungskräften.

    Police Cantonale Valaisanne/AP/dpa
  • Explosion bei Silvesterparty in Skiort in der Schweiz: 01.01.2026, Schweiz, Crans-Montana: Ein Skifahrer läuft auf der Straße in der Nähe der Stelle, an der in der Bar und Lounge "Le Constellation" nach einer Explosion in den frühen Morgenstunden der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen ist. Bei einer Explosion und einem Brand in der Silvesternacht sind im noblen Schweizer Skiort Crans-Montana nach Polizeiangaben mehrere Menschen ums Leben gekommen. Foto: Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Ein Skifahrer läuft auf der Straße in der Nähe der Stelle, an der in der Bar und Lounge "Le Constellation" nach einer Explosion in den frühen Morgenstunden der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen ist.

    Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa
  • Schweizer Skiort Crans-Montana

    Der Schweizer Skiort Crans-Montana ist nach dem verheerenden Brand unter Schock.

    Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa
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Paolo Campolo (55) liegt wegen einer Rauchvergiftung mit Atemmaske im Krankenhaus. Er hat nach eigenen Angaben zusammen mit anderen Helfern Dutzende aus der Feuerhölle gerettet. Sie waren auf der Rückseite der Bar. „Ich weiß nicht, ob es ein Notausgang oder Serviceausgang war, aber hinter dieser Tür waren verzweifelte Menschen“, sagte Campolo dem Nachrichtenportal „20 Minuten“. Er habe sie durch eine Scheibe gesehen. Sie hätten die Tür aufgebrochen und die Menschen herausgeholt.

Wunderkerzen als Brandauslöser?

Eine Überlebende schilderte die entsetzlichen Minuten in der Bar besonders bedrückend. Es handele sich um die 17-jährige Laëtitia, die folgende Aussagen gegenüber dem französischen Sender BFMTV gemacht habe: Nach dem Ausbruch des Feuers sei in „Le Constellation“ Panik ausgebrochen. „Wir rannten los. Das Feuer breitete sich sehr, sehr schnell aus, und der Rauch brannte in unseren Augen. Wir konnten nicht atmen.“ Die junge Frau habe eine Explosion gefühlt. „Ich spürte sie an meinen Beinen.“ Menschen hätten „wie verrückt“ gedrückt und geschubst. Dann sagte sie: „Ich befand mich unter drei oder vier brennenden Menschen, umgeben von toten Menschen.“ Ein ihr nicht bekannter junger Mann habe sie herausgezogen. „Dank ihm konnte ich entkommen, er ist ein Schutzengel“, wird Laëtitia von Bluewin.ch zitiert. Rund ein halbes Dutzend Menschen „aus ihrem unmittelbaren Freundeskreis würden derzeit vermisst“.

Unterdessen kursieren Videos und Fotos in sozialen Medien, die aus der Bar stammen und den Ausbruch des Brandes zeigen sollen. Darauf sind Menschen zu sehen, die Champagnerflaschen mit Wunderkerzen in die Luft strecken. Ein Barbesucher, der sich retten konnte, berichtete der Zeitung „Blick“: „Eine Frau saß auf den Schultern einer anderen Dame. Sie hatte zwei Flaschen mit Wunderkerzen.“ Die Kerzen hätten die Decke berührt, die plötzlich Feuer gefangen habe.

Die Aufnahmen in sozialen Medien stimmen nach Angaben von Faktencheckern mit früheren Bildern aus der Bar überein. So seien etwa die dieselbe Theke und dieselben Rohre an der Decke zu sehen. Auch laufe auf verschiedenen Videos, die den Brandausbruch zeigen sollen, im Hintergrund dieselbe Musik.

Behörden bestätigten am Freitagmittag die Vermutungen. „Tatsächlich deutet alles darauf hin, dass das Feuer ausgegangen ist von Tischfeuerwerken, von Sprühfontänen, die auf Champagnerflaschen aufgesetzt wurden und zu sehr in die Nähe der Decke gekommen sind“, sagte die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Béatrice Pilloud, auf einer Pressekonferenz. Für diese Analyse seien Videos und Zeugenaussagen ausgewertet worden.

Warum so viele umkamen – eine Theorie

Warum so viele Menschen umkamen, könnte mit einem Phänomen zusammenhängen, das als „Flashover“ bekannt ist. Die Kantonsregierung des Wallis stellte dies in einer Medienmitteilung als Fakt dar, ohne dafür aber eine Quelle zu nennen. Eine Brandschutzsachverständige verglich in der ARD einen mit einer Feuerwalze. Durch heiße Rauchgase fangen schlagartig alle brennbaren Materialien wie bei einer Explosion Feuer. Die dabei entstehende Hitze mit bis zu 1.000 Grad ist nach Expertenangaben ohne Schutzkleidung kaum zu überleben.