• Auf der griechischen Insel Rhodos wüteten in den vergangenen Tagen schwere Feuer
  • Die Brände gingen auf die Hitze in Griechenland mit Werten um die 44 Grad und darüber zurück
  • Aktuell sind die Feuer auf Rhodos offenbar eingedämmt
Immer mehr internationale Helfer unterstützen den Kampf gegen die Flammen im Süden Europas. Am Samstag kündigte auch das Bundesinnenministerium in Berlin an, das Technische Hilfswerk (THW) sowie Feuerwehrleute aus Nordrhein-Westfalen und Hessen mit Einsatzfahrzeugen nach Griechenland zu entsenden. Dort lodern die Brände unvermindert.

Wo sind Brände auf Rhodos?

Auf der Urlaubsinsel Rhodos ist ein Feuer außer Kontrolle geraten. Meteorologen erwarten, dass die Temperatur in der kommenden Woche in vielen Urlaubsregionen die 46 Grad-Marke übersteigen wird. Bereits seit Sonntag, 1. August wütet ein Brand auf Rhodos. In weiten teilen der Insel ist der Strom ausgefallen. Am Montag, 2. August teilte die Feuerwehr mit, dass das Feuer in der Nähe der Dörfer Maritsa und Psinthos außer Kontrolle geraten sei. Das griechische Staatsfernsehen ERT berichtete, dass Löschflugzeuge und Hubschrauber im Kampf gegen die Flammen eingesetzt wurden. Hotelanlagen seien derzeit noch nicht betroffen. Auf Twitter gibt es ein Video von dem Brand auf Rhodos:

Brand auf Rhodos eingedämmt – Brandgefahr weiter hoch

Anders etwa als nahe der antiken Stätten von Olympia etwa konnten die Waldbrände auf Rhodos eingedämmt werden - auch wenn die Brandgefahr weiter hoch bleibt. Unter dem Einsatz von Löschflugzeugen und Hubschraubern konnte die Feuerwehr den Großbrand auf der Urlaubsinsel unter Kontrolle bringen. Hotels und andere touristische Anlagen waren nicht betroffen, wie der Zivilschutz in Athen am Montag mitteilte. Am Sonntag hatte die Feuerwehr das Tal der Schmetterlinge, ein beliebtes Ausflugsziel auf der Insel, evakuiert.
Insgesamt seien in den vergangenen 24 Stunden in Griechenland 161 Brände ausgebrochen, hieß es am Mittwochabend (04.08.). Schweden, Zypern und Frankreich schickten Feuerwehrleute und Löschflugzeuge zur Hilfe Griechenlands. Landesweit sind ersten Schätzungen zufolge Hunderte Häuser verbrannt oder beschädigt worden.

Brände Euböa, Kreta und Peloponnes: Feuer auf griechischen Inseln aktuell – unkontrollierte Waldbrände

Die Lage wird immer bedrohlicher: Auf der griechischen Insel Euböa stehen auch am siebten Tag gewaltige Waldflächen in Flammen, die Brände breiten sich unkontrolliert aus. Im Norden Euböas spielten sich in der Nacht zum Montag apokalyptische Szenen ab. Der Nordteil ist mittlerweile durch die unzähligen Großfeuer fast vollständig vom Rest der Insel abgeschnitten, wie Satellitenbilder zeigen. Rettungskräfte, Freiwillige und Einwohner konnten die Flammen nicht in Schach halten, sondern wurden von ihnen Richtung Küste getrieben. Boote standen bereit, um Anwohner zu evakuieren – Tausende mussten die Insel bereits verlassen. Die Rauchwolken und der Feuerschein waren noch über 100 Kilometer weit auf dem Festland zu sehen. Auch auf der Halbinsel Peloponnes und auf Kreta toben weiterhin unkontrollierte Brände.

Starke Winde fachen Feuer in Griechenland an - fast 90 neue Waldbrände

Im von verheerenden Waldbränden getroffenen Griechenland spitzt sich die Lage weiter zu. Seit den frühen Morgenstunden fachten starke Westwinde am Freitag (06.08.) die zahlreichen Feuer weiter an. Nördlich von Athen wurden die Menschen mehrerer Ortschaften aufgerufen, die Region zu verlassen. Sicherheitskräfte zogen von Haus zu Haus, damit niemand vergessen wird.
Binnen 24 Stunden gab es landesweit 86 neue Waldbrände, wie die griechische Feuerwehr am Morgen twitterte. Selbst Dutzende Kilometer von den Bränden entfernt sehen die Menschen gewaltige gelbe Rauchwolken am Himmel, es riecht verbrannt, Asche regnet vom Himmel.
Auch auf der Insel Euböa und auf dem Peloponnes wüten die Feuer teils unkontrolliert. Auf Euböa mussten die Bewohner der Ortschaft Agia Anna im Nordosten der Insel mit Booten über das Meer in Sicherheit gebracht werden. Auch im Nordwesten brennt es, dort wurden ebenfalls zahlreiche Ortschaften evakuiert.
Am Morgen des 06.08.2021 sei es zunächst nur darum gegangen, die Ausbreitung der Brände zu verhindern, berichtete die griechische Nachrichtenagentur ANA. Von einer Kontrolle der Flammen könne angesichts der starken Winde vorerst keine Rede sein.

Hitze auf Rhodos: Bürger sollen Klimaanlagen nicht zu kalt stellen

Eine große Sorge der Regierung ist derweil, dass es zu mehrstündigen Stromausfällen kommen könnte. Unzählige Klimaanlagen laufen seit Tagen ununterbrochen auf Hochtouren. Das Energieministerium rief alle Bürger auf, die Klimaanlagen nicht auf ganz niedrige Temperaturen zu stellen. „26 Grad und nicht mehr“, hieß es seitens des Energieministeriums. Die Leistung des Energiesystems des Landes wird wegen der lang andauernden Hitze und der auf Hochtouren laufenden Klimaanlagen auf die Probe gestellt. Auch das Kochen mit Öfen sollte vermieden werden. Waschmaschinen sollten um die Mittagszeit - wenn der Energieverbrauch am höchsten ist - nicht benutzt werden.

Wetter Rhodos: Bis wann dauert die Hitzewelle in Griechenland an?

Laut dem Wetteramt dauere die Gluthitze mit Temperaturen um die 40 Grad noch bis zum Wochenende an. Dies sei sehr gefährlich vor allem für ältere Menschen und Kleinkinder. „Vorsicht! Der Hitzeschlag lauert“, warnen immer wieder Ärzte im Rundfunk. Es ist die schlimmste Hitzewelle seit 1987, wie Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Montag sagte.

Brand in Griechenland: Rauchwolken über Athen

Auch auf dem griechischen Festland haben die extreme Hitze und starker Wind für Waldbrände gesorgt. In Athen war die Rauchentwicklung teilweise so schlimm, dass man keine 100 Meter weit mehr gesehen hat. Wo brennt es in Griechenland noch? Alle Infos im folgenden Artikel:

Brände in Urlaubsregionen: Pauschalreise nach Italien stornieren?

Viele Urlaubsparadiese sind zu Flammeninfernos geworden. Pauschalreisende, die in einer betroffenen Region ihren Sommerurlaub gebucht haben, können unter diesen Umständen von ihrem Vertrag zurücktreten, teilt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz mit. Ebenso können sie ihre Reise vorzeitig beenden.
Waldbrände zählen ebenso wie Erdbeben oder Vulkanausbrüche zu unvermeidbaren und außergewöhnlichen Umständen. Regnet es zum Beispiel Asche oder wird ein Gebiet evakuiert, gilt das als erhebliche Beeinträchtigung, die Reise kann dann abgebrochen oder muss gar nicht erst angetreten werden. Pauschalreisende sollten in beiden Fällen immer schriftlich von der Reise zurücktreten. Die Verbraucherzentrale stellt dazu jeweils Musterbriefe zur Verfügung. Dort können zum Beispiel auch aktuelle Warnungen des Auswärtigen Amtes eingefügt werden. Wird eine Reise mittendrin abgebrochen, werden die Kosten eventuell anteilig erstattet. In der Regel akzeptierten Reiseveranstalter den Rücktritt problemlos und unterstützten gegebenenfalls bei der Rückreise, so die Verbraucherschützer. Auch ein Reiseveranstalter kann übrigens vom Vertrag zurücktreten. Den Rücktritt muss er unverzüglich nach Kenntnis der Umstände erklären und den Reisepreis innerhalb von 14 Tagen erstatten.

Feuer auch in der Türkei: Waldbrand in Antalya

Nicht nur in Griechenland brennt es. Auch an anderen beliebten Urlaubsorten, wie etwa der Türkei, wüten schlimme Brände. Im folgenden Artikel erfahrt ihr alles über die Feuer in der Türkei:

Brände in Italien: Feuer auf Sizilien und Festland

Auch in Italien sind in mehreren Regionen Feuer ausgebrochen. An der Adria wüten Waldbrände – die Abruzzen, Apulien und Kalabrien sind betroffen. Molise beantragt den Notstand. Auf Sizilien wurden Brandstifter festgenommen.