Blitzermarathon in Bayern: Wo wird in Bayern geblitzt? Alle Infos zum Blitzmarathon 2022

In Deutschland wird vermehrt geblitzt: Am 24. und 25. März findet der Blitzermarathon 2022 statt. Wo werden die Blitzer in Bayern stehen?
Harald Tittel/dpaDer jährlich stattfindende Blitzermarathon wird 2022 wieder stattfinden. Nach einer pandemiebedingten Pause geht es vor allem in Bayern am 24. und 25. März wieder weiter. Im Freistaat sollen dieses Jahr rund 1800 Beamte und 50 Mitarbeiter der kommunalen Verkehrsüberwachung an über 2100 Messstellen mit dem Erfassen von Geschwindigkeitsverstößen beschäftigt sein.
- Blitzermarathon in Bayern: Wo wird geblitzt?
- Warum gibt es den Blitzermarathon überhaupt?
- Neue StVO: Wie teuer wird das Bußgeld?
- Kann man gegen Blitzer rechtlich vorgehen?
Blitzmarathon 2022 in Bayern: Wo werden Blitzer stehen?
In Bayern wird vom 24. bis 25. März geblitzt. Von 6 Uhr bis 6 Uhr, genau 24 Stunden lang soll vermehrt auf die Verkehrssicherheit im Freistaat geachtet werden. In Bayern wird ein Schwerpunkt die Landstraßen sein. Hier sind die bekannten Messstellen aufgelistet:
Warum werden die Messstellen vorher überhaupt bekanntgegeben? Das ist dadurch begründet, dass in vergangenen Jahren Kritiker der Maßnahme immer wieder gesagt haben, dass der Staat mit dem Marathon nur Geld in Kassen spülen will. Also werden jetzt die Messstellen vorher bekanntgemacht, damit diesem Argument theoretisch kein Halt mehr gegeben wird.
Blitzmarathon 2022 in anderen Bundesländern
Nicht in allen Bundesländern findet 2022 der Blitzermarathon statt. Nur eine Handvoll Länder wollen mitmachen. Welche das sind und wo genau in den Länder die Blitzer stehen werden, lest ihr hier nach:
Bußgeld beim Blitzen: Das ist die neue Straßenverkehrsordnung
Ende 2021 wurde der neue Bußgeldkatalog für die Novelle der StVO beschlossen. Die Bußgelder bei Geschwindigkeitsüberschreitung wurden zum Teil deutlich erhöht. Auch deshalb ist der Blitzermarathon dieses Jahr kontrovers. Das sind die Blitzer–Regeln:
- Wer rast, muss mehr zahlen. Dabei gilt das Motto: Je schneller, desto teurer. Die Regelung für Pkw und innerorts:
- 10 km/h zu schnell: künftig 30 statt 15 Euro
- 11 km/h — 15 km/h zu schnell: 50 statt 25 Euro
- 16 km/h — 20 km/h zu schnell: 70 statt 35 Euro
- 21 km/h — 25 km/h zu schnell: 115 statt 80 Euro
- 26 km/h — 30 km/h zu schnell: 180 statt 100 Euro
- 31 km/h — 40 km/h zu schnell: 260 statt 160 Euro
- 41 km/h — 50 km/h zu schnell: 400 statt 200 Euro
- ...
- über 70 km/h zu schnell: 800 statt 680 Euro.
Blitzermarathon 2022: Kann man gegen Blitzer vorgehen?
Wer findet, dass er oder sie unfairerweise geblitzt wurde, kann Einspruch erheben. Das ist innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Bußgeldbescheids möglich. Wer Einspruch erhebt, muss erstmal nichts zahlen — muss aber nachweisen, dass der Einspruch berechtigt ist. Die Beweislast liegt also beim geblitzten Autofahrer. Kommt es zu einem Gerichtsverfahren, geht das Gericht also zunächst davon aus, dass die Messung korrekt ist. Das Gegenteil muss der Betroffene beweisen.
Bis zum Gerichtsverfahren muss es aber gar nicht kommen. Wer Einspruch erhebt, kann zunächst darauf hoffen, dass bei der Prüfung des Sachverhalts tatsächlich auffällt, dass es einen Fehler gegeben hat. Das muss nämlich als erstes passieren: Die Behörde überprüft nochmal die Messung und die Daten. Hat der Betroffene recht, wird das Verfahren eingestellt. Wird das nicht getan, kommt es wahrscheinlich vor ein Gericht. Spätestens in diesem Fall braucht der Betroffene einen Anwalt.
Warum gibt es den Blitzermarathon überhaupt?
Der Blitzer– oder auch Speed–Marathon wird in der Regel einmal jährlich von dem europäischen Polizei–Netzwerk ROADPOL (European Roads Policing Network) organisiert. 2019 nahmen europaweit 26 Staaten teil. In Deutschland wurde in zehn von sechzehn Bundesländern geblitzt.
Während die Politik den Blitzermarathon als verkehrspädagogische Maßnahme zur Verringerung der Anzahl von Verkehrstoten interpretiert, werfen Kritiker den Ländern immer wieder vor, lediglich Geld in die Kassen spülen zu wollen. Seitens der Politik wird der Marathon damit begründet, dass für Gefahren sensibilisiert werden muss und dass so Polizei und Fahrer mehr in Austausch kommen.
