Bitcoin
: Kurs auf Allzeithoch – Trumps Amtseinführung beflügelt Kryptowährung

Anleger reagieren bereits seit Wochen euphorisch auf die Kurswende bei Kryptowährungen durch Donald Trump. Jetzt hat der Bitcoin zur Amtseinführung einen neuen Rekord geknackt.
Von
David Hahn
Berlin
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Bitcoin und Fiatgeld

Bitcoin befindet sich aktuell auf Rekordjagd.

Fernando Gutierrez-Juarez/dpa
  • Bitcoin erreicht am 20. Januar 2025 ein Allzeithoch von über 108.000 US-Dollar.
  • Trumps Amtseinführung treibt den Kurs durch Erwartungen kryptofreundlicher Politik.
  • Neue SEC-Führung und Genehmigung von Bitcoin-Spot-ETFs fördern institutionelle Investitionen.
  • Wachsende Akzeptanz: 13% der Erwachsenen in Deutschland haben in Kryptowährungen investiert.
  • Prognosen positiv, aber Risiken und hoher Stromverbrauch bleiben kritisch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am 20. Januar 2025 erreicht der Bitcoin ein neues Allzeithoch von über 108.000 US-Dollar. Die Amtseinführung Donald Trumps als US-Präsident gilt als entscheidender Treiber für diesen erneuten Kursanstieg. ExpertInnen sehen eine Kombination aus politischer Dynamik, regulatorischen Entwicklungen und institutionellem Interesse als Ursachen für die beeindruckende Rallye.

Bitcoin: Kurs entwickelt sich aktuell steil nach oben

Seit seiner Einführung im Jahr 2009 hat sich der Bitcoin von einem Nischenprojekt zu einem der wertvollsten Vermögenswerte der Welt entwickelt. Die aktuelle Marktkapitalisierung liegt bei über 2 Billionen US-Dollar, womit der Bitcoin zu den sieben wertvollsten Vermögenswerten weltweit gehört. Seit Anfang 2024 hat sich der Kurs mehr als verdoppelt, getrieben durch eine Reihe positiver Entwicklungen. Die Kursentwicklung in den letzten Jahren war dabei allerdings von starken Schwankungen geprägt. Mitunter waren bis zu über 50 Prozent dabei. Hier gibt es einige Eckpunkte der Kursentwicklung des Bitcoin:

  • 2016: 453,99 US-Dollar (6. Mai)
  • 2021: 57.831,06 US-Dollar (1. Mai)
  • 2024: 103.363,00 US-Dollar (5. Dezember)

Amtseinführung von Trump: Warum treibt sie den Bitcoin-Kurs?

Die erneute Präsidentschaft von Donald Trump hat die Erwartungen an kryptofreundliche Rahmenbedingungen in den USA massiv gesteigert. Bereits im Wahlkampf versprach Trump, die Vereinigten Staaten zu einem Hotspot für digitale Währungen zu machen. Das lässt auch das Interesse an Bitcoin steigen. Unter anderem spielen beim Kursanstieg des Bitcoin folgende Entwicklungen eine Rolle:

  • Wechsel an der Spitze der United States Securities and Exchange Commission (SEC): Der bisherige SEC-Chef Gary Gensler, bekannt für seine strenge Haltung gegenüber Kryptowährungen, tritt zurück. Nachfolger soll Paul Atkins werden, welcher Kryptowährungen und -Unternehmen offener gegenübersteht.
  • Bitcoin-Spot-ETFs: Die Genehmigung dieser Finanzprodukte hat den Handel mit Bitcoin vor allem für institutionelle Investoren erleichtert.
  • Mögliche staatliche Bitcoin-Reserve: Es gibt Spekulationen über einen Vorschlag der Senatorin Cynthia Lumis, eine staatliche Bitcoin-Reserve in den USA von bis zu einer Million Bitcoin anzulegen.

Neben der politischen Unterstützung trägt ebenfalls die wachsende Akzeptanz zum aktuellen Höhenflug bei. Auch jeder achte Erwachsene in Deutschland (13 Prozent) habe bereits in Kryptowährungen investiert. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Spendid Research hervor, die im April 2024 veröffentlicht wurde.

Prognosen und Warnungen

Die Zukunft des Bitcoin bleibt sowohl spannend als auch ungewiss. ExpertInnen sehen weiteres Aufwärtspotenzial, sollten die USA ihre kryptofreundliche Politik weiter vorantreiben. Der Einstieg institutioneller Investoren könnte zudem langfristige Stabilität bringen. Gleichzeitig warnen Verbraucherschützer vor den Risiken. Krypto-Investments gelten als hochspekulativ, und starke Kursausschläge sind typisch. Zudem wird der hohe Stromverbrauch kritisiert, welchen die digitale Währung verursacht. Auch wird Bitcoin auch für nicht zurückverfolgbare Zahlungen bei kriminellen Aktivitäten, von Geldwäsche über Lösegeldzahlungen bis zu Kaufabwicklungen im Darknet genutzt.