Bitcoin und Blockchain: Einfach erklärt - Alles, was man über Kryptowährungen wissen muss

Der Handel mit Bitcoin ermöglicht fantastische Gewinne – und birgt große Risiken. Was hinter Begriffen wie Blockchain, Mining und Wallet steckt und ob der Einstieg in den Krypto-Handel auch mit kleinen Beträgen möglich ist.
Sebastien Bozon/AFPSeit seiner Einführung hat der Bitcoin eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt und zeitweise Spitzenwerte von über 100 Tausend Euro pro Bitcoin erreicht. Solche Wertsteigerungen lassen träumen, gleichzeitig kommt es immer wieder zu Einbrüchen und Sorgen vor dem großen Crash. Doch was steckt eigentlich hinter der Krypto-Währung und wie funktioniert der Handel?
Was sind Bitcoins und wie entstehen sie?
Bitcoins sind digitale Münzen, die rein elektronisch existieren und auf sogenannten Krypto-Börsen gehandelt werden. Den Erfinder umgibt ein großes Rätsel. Eine Person oder Gruppe mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto hat 2009 die ersten Bitcoins in Umlauf gebracht. Die Einführung war offenbar eine Reaktion auf die weltweite Finanzkrise, doch wer dahinter steckt, ist bis heute nicht bekannt.
Neue Bitcoins entstehen durch Mining, zu deutsch „schürfen“. Dabei lösen Computer komplexe mathematische Aufgaben. Der Miner, der die Aufgabe zuerst löst, wird für die aufgebrachte Rechenleistung mit neuen Coins belohnt. Die Gesamtmenge an Bitcoins ist auf 21 Millionen begrenzt, um eine Inflation zu verhindern.
Was ist die Blockchain?
Die Blockchain ist eine Kette von Datenblöcken, in denen alle Transaktionen mit Bitcoins gespeichert sind. Die Blöcke sind in chronologischer Reihenfolge fest miteinander verknüpft, sie können nicht gelöscht oder ausgetauscht werden. Die Blockchain wird auf vielen Computern weltweit gespeichert. Das macht sie sehr sicher vor Manipulationen.
Wo kann man Bitcoins kaufen?
Bitcoins werden auf Krypto-Börsen gehandelt, die ähnlich wie traditionelle Börsen funktionieren. Beispiele für seriöse Plattformen sind Bitpanda, Kraken, Binance, Coinbase und der deutsche Anbieter Bison. Nach der Eröffnung eines Kundenkontos können dort Euro gegen Bitcoins getauscht werden. Außerdem gibt es dezentrale Plattformen, auf denen der Handel direkt zwischen den Nutzern stattfindet, beispielsweise Uniswap oder PancakeSwap.
Was ist ein Wallet?
Ein Wallet ist eine digitale Geldbörse. Dort sind die privaten Schlüssel gespeichert, die den Zugriff auf die eigenen Bitcoins ermöglichen. Es gibt rein digitale Wallets und Hardware Wallets, also Geräte, auf denen die Schlüssel offline gespeichert sind. Eine Alternative ist die handschriftliche Notiz der Schlüssel. Das ist besonders sicher, solange das Papier nicht beschädigt wird oder verloren geht.
Welche Risiken hat der Handel mit Bitcoin?
Der Reiz der digitalen Währung liegt für viele in der Unabhängigkeit von Banken. Statt traditioneller Finanzinstitutionen steht ein weltweites Netzwerk von Nutzern dahinter.
Das birgt aber auch Risiken. Kauft man Aktien, ist man an den Vermögenswerten eines Unternehmens beteiligt. Der Wert des Bitcoins aber hängt allein davon ab, dass Menschen an seinen Erfolg glauben. Der Kurs schwankt stark, es sind große Gewinne, aber auch große Verluste möglich. Verliert ein Händler seine privaten Schlüssel, oder geht die Krypto-Börse pleite, die die Bitcoins verwaltet, gibt es keine Entschädigung.
Kann man auch kleine Geld-Beträge in Bitcoin investieren?
Auch mit kleineren Beträgen kann in Bitcoin investiert werden. Denn: Bitcoins können in kleinste Einheiten geteilt und gekauft werden. Viele Kryptobörsen ermöglichen den Kauf und Handel von kleinen Beträgen, sodass auch Einsteiger mit geringem Budget starten können. Im Dezember 2025 bekommt man für 100 Euro etwa 0,0013 Bitcoin.
Welche Alternativen gibt es zu Bitcoins?
Der Bitcoin ist die älteste digitale Währung – und die größte. Doch in den letzten Jahren sind einige Alternativen entstanden. Dazu gehören Ether, Cardano und Ripple. Tether ist ein sogenannter Stablecoin, der an den US-Dollar gebunden ist, um große Kurschwankungen zu vermeiden. In diesem Extra-Artikel gibt es alle Infos zu den Alternativen und was sie vom Bitcoin unterscheidet.
