Wenn die Spritpreise ab 1. Juni 2022 für drei Monate abgesenkt werden, wird das für viele eine Erleichterung sein. Doch für immer währt nichts – und ab September würden die Preise vermutlich wieder ansteigen. Der vereinbarte Tankrabatt wird die Spritpreise ab Juni für etwa drei Monate absenken. Da könnte der eine oder andere auf die Idee kommen, Sprit in dieser Zeit einzulagern. Hier wollen wir also die Frage klären:
  • Darf man Diesel einlagern?
  • Kann Benzin gelagert werden?
  • Wie viel Sprit darf man über einen längeren Zeitraum lagern?

Tankrabatt in Deutschland: Darf man Benzin und Diesel einlagern?

Benzin und Diesel dürfen grundsätzlich schon eingelagert werden. Allerdings gibt es dafür sehr strenge Vorschriften. Zunächst ist es gut zu wissen, dass man im Auto relativ viel Kraftstoff in geeigneten Behältern mitführen darf. Bis zu 240 Liter dürfen im Auto sein, in Kanistern bis zu jeweils 60 Litern. Heißt konkret: Maximal drei Kanister à 60 Liter dürfen im Auto vollgefüllt stehen.
Auf seinem Grundstück – zum Beispiel in der Garage – sieht das schon etwas anders aus. Denn an der Stelle wird es wichtig, dass Kraftstoff eine hohe Entzündbarkeit aufweist. Daher dürfen maximal 20 Liter Benzin und 200 Liter Diesel eingelagert werden. Warum der große Unterschied? Benzin brennt leichter und schneller und gilt dadurch als gefährlicher.
Im Keller oder sonst irgendwo in der Wohnung sollte man übrigens keinen Kraftstoff lagern. Denn hier ist die Gefahr groß, dass ein Kanister doch irgendwie ausläuft und die Flüssigkeit durch undichte Fußböden ins Grundwasser gelangt. Treibstoff ist nicht irgendeine Flüssigkeit, sondern kann unter bestimmten Umständen lebensgefährlich sein.

Sprit einlagern: Wie lange darf man Benzin und Diesel lagern?

Dazu gibt es eigentlich keine Vorschriften. Solange der Kraftstoff in einem dichten Behälter lagert und nicht in einer Wohnung ist, kann er theoretisch viele Jahre halten, bis zu 20 Jahre sagen manche Experten.
Diesel und Benzin sollten immer in dichten Behältern aufbewahrt werden.
Diesel und Benzin sollten immer in dichten Behältern aufbewahrt werden.
© Foto: dpa

Ölpreise aktuell: Benzin, Diesel, Heizöl steigen an

Im Zuge des geplanten Ölembargos der EU steigen die Ölpreise wieder deutlich an. Nach dem sprunghaften Anstieg der Kraftstoffpreise im März hat sich die Lage an den Tankstellen im April etwas entspannt. Laut ADAC kostete ein Liter Super E10 in Deutschland im Durchschnitt 1,970 Euro und damit 9,9 Cent weniger als im Vormonat. Der Dieselpreis sank sogar um 11,6 Cent auf durchschnittlich 2,024 Euro.