Affenpocken Deutschland
: Stiko empfiehlt Impfung gegen Affenpocken für Risikogruppen

In Deutschland werden immer mehr Fälle von Affenpocken registriert. Nun hat die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Empfehlung für Risikogruppen ausgesprochen.
Von
Uwe Keuerleber
Ulm
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Erwachsene, die engeren Kontakt mit einem Affenpocken-Infizierten hatten oder ein erhöhtes Ansteckungsrisiko haben, sollen nach dem Willen der Ständigen Impfkommission (Stiko) künftig eine Impfung gegen Affenpocken erhalten.

Andrea Männel / DPA

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat eine Impfung gegen Affenpocken für Risikogruppen empfohlen. Dies betreffe Menschen nach einem engen körperlichen Kontakt zu Infizierten, Personal in Laboren mit ungeschütztem Kontakt zu Proben und homosexuelle Männer mit wechselnden Partnern, teilte die Stiko am Donnerstag in Berlin mit. Für die Impfung stehe der in der EU zugelassene Pockenimpfstoff Imvanex zur Verfügung.

Mehr als 130 Affenpocken–Infektionen in Deutschland

Im Mai sind erste Affenpocken–Infektionen in Deutschland aufgetreten, über 130 Fälle sind inzwischen bekannt. Auch das zuständige Landratsamt im Alb–Donau–kreis  hat eine erste Affenpocken–Infektion bestätigt.

Welche Symptome treten auf?

Bei Menschen, die sich mit dem Affenpocken–Virus infiziert haben, konnten folgende Symptome beobachtet werden:

  • Fieber
  • Kopf–, Muskel– und Rückenschmerzen
  • geschwollene Lymphknoten
  • Schüttelfrost
  • Abgeschlagenheit
  • Stark juckender, fleckiger Ausschlag meist im Gesicht beginnend und sich dann auf andere Körperteile, einschließlich der Genitalien, ausbreitend
  • Hautveränderungen mit flüssigkeitsgefüllten Bläschen, die eitern und aufplatzen können

Die Inkubationszeit der Affenpocken beträgt in der Regel 6 bis 13 Tage, kann aber auch zwischen 5 und 21 Tagen liegen. Die Krankheit heilt typischerweise von selbst, wobei die Symptome in der Regel innerhalb von zwei bis drei Wochen abklingen.