A8-Sperrung bei Aichelberg: Löschen bei 34 Grad – Tanklastzug brennt auf der Autobahn aus

Ein Tanklaster steht am Freitagvormittag (26.06.2026) auf der A8 bei Aichelberg in Flammen.
SDMG- A8 bei Aichelberg: Ein Tanklaster brennt, Polizei und Feuerwehr sind im Einsatz.
- Beide Fahrtrichtungen sind voll gesperrt – Stau bildet sich in beiden Richtungen.
- Der Lkw fuhr Richtung Stuttgart, Verletzte gibt es nach ersten Infos keine.
- Löscharbeiten laufen, Stand 9.40 Uhr. Weitere Details sind noch nicht bekannt.
- Erinnerung an Montag: Bei Wiesensteig lag ein Gefahrguttransporter, Ortsteile wurden evakuiert.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenige Tage nach dem liegengebliebenen Gefahrguttransporter bei Wiesensteig sorgt erneut ein Lkw für einen Großeinsatz der Rettungskräfte im Kreis Göppingen. Wie das Polizeipräsidium Ulm mitteilt, brannte am Freitagvormittag (26.06.2026) ein Tanklaster auf der A8 bei Aichelberg.
Der Lkw hatte nach Angaben der Polizei rund 25.000 Liter Speiseöl geladen. Auf der Fahrt Richtung Stuttgart geriet dann wohl ein Vorderreifen in Brand. Der Fahrer habe angehalten und sich in Sicherheit bringen können.
Das Feuer breitete sich rasch aus, das Fahrerhaus stand schon kurze Zeit später in Vollbrand. Die Autobahn wurde in beiden Richtungen komplett gesperrt, die Autobahnmeisterei richtete Umleitungen ein, die Feuerwehr rückte an.
Lkw-Brand greift auf Böschung über
Die Rauchwolke sei bereits auf der Anfahrt kilometerweit sichtbar gewesen, berichten die Fotoreporter der Süddeutschen Mediengesellschaft SDMG. Die Feuerwehr Gruibingen wurde kurz nach 9 Uhr alarmiert. „Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der Tanklaster voll in Flammen“, berichtet der Kommandant der Gruibinger Feuerwehr, Frank Burr. Bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatte die Polizei beide Fahrtrichtungen gesperrt. „Das erleichterte unseren Einsatz, weil wir uns ausbreiten konnten“, betont Kommandant Burr, der schnell erkannt hatte, dass dieser Einsatz die Hilfe weiterer Feuerwehren erfordert. Schnell waren auch die Feuerwehren Aichelberg und Bad Boll vor Ort. „Wir haben die Einsatzkräfte massiv erhöht.“ Vor allem weitere Löschfahrzeuge und Mannschaften mit Atemschutzgeräten wurden angefordert.
Insgesamt waren 96 Einsatzkräfte mit 20 Fahrzeugen im Einsatz, bestätigt der Gruibinger Kommandant. Die Kräfte kamen aus dem Kreis Göppingen und dem benachbarten Landkreis Esslingen. Da zunächst unklar war, welcher Stoff sich im Tank befand, wurde vorsorglich die Werkfeuerwehr Zeller + Gmelin alarmiert. Diese hat Erfahrung im Umgang mit Gefahrgut und Chemikalien und übt regelmäßig solche Spezialeinsätze.
Spezialrucksäcke für die Löschkräfte
Eine weitere Besonderheit des Einsatzes waren spezielle Löschrucksäcke, die nach Informationen der SDMG zum Einsatz kamen. Damit bekämpfte die Feuerwehr Weilheim den Böschungsbrand. Gleichzeitig wurde ein Pendelverkehr mit Feuerwehrfahrzeugen eingerichtet, um die Einsatzstelle dauerhaft mit Löschwasser zu versorgen.
Eine Herausforderung stellte die aktuelle Hitzewelle dar – für die Helfer, aber auch für die Autofahrer. Bei rund 34 Grad seien besonders Feuerwehrleute unter Atemschutz einer extremen körperlichen Belastung ausgesetzt gewesen, berichtet die SDMG. „Das fühlt sich an, als hätten sie einen doppelten Skianzug an und zusätzlich eine 25 Kilo schwere Atemschutzausrüstung zu tragen“, so Kommandant Burr. Um die im Stau wartenden Verkehrsteilnehmer zu unterstützen, verteilte die Feuerwehr Wiesensteig Trinkwasser an die Autofahrer.
Stau auf A8 bei Aichelberg
Auf der Autobahn bildete sich in beiden Richtungen ein kilometerlanger Stau. Viele Autofahrer wichen wegen der A8-Sperrung über die B10 aus. Die Livekarten zeigten, dass die Verkehrsbelastung in Kuchen, Gingen und Geislingen zeitweise sehr hoch war. Immer wieder staute sich der Verkehr.
Der ausgebrannte Tanklastzug wurde gegen 12.30 Uhr geborgen. Die Pläne sahen laut SDMG vor, das Fahrzeug auf einen Parkplatz zu bringen, berichtet die SDMG. Dort sollte die Ladung in ein anderes Fahrzeug umgepumpt werden. Um 15 Uhr war der rechte Fahrstreifen an der Unfallstelle laut Polizei immer noch gesperrt.
Brandursache noch unklar
Wie es zu dem Brand kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Die Polizei ermittelt. Den Schaden am Fahrzeug und an der Fahrbahn schätzt sie auf etwa 450.000 Euro.
Erinnerungen an den Einsatz bei Wiesensteig
Erst am Montag hatte es eine brenzlige Situation auf der A8 gegeben. Bei Wiesensteig war ein Gefahrguttransporter liegengeblieben. Zuvor war an dem Lkw die Kühlung ausgefallen. Es bestand die Gefahr, dass die geladenen, hochentzündlichen Chemikalien reagieren. Deshalb wurden Teile Wiesensteigs evakuiert. Letztendlich ging der Großeinsatz glimpflich aus.










