Gefährlicher Lustmacher: Zoll beschlagnahmt Viagra-Honig

Der Zoll stellte bei Kontrollen in einem Supermarkt im Raum Biberach Honig sicher, der den potenzfördernden Wirkstoff Sildenafil enthält.
Zoll, Pixabay (Fotocollage: SWP)Die Geschichte mit den Bienchen und Blümchen drängt sich zurück ins Gedächtnis – auch wenn es bei einem Fall des Zolls um eine andere Art von Aufklärung handelt: Zollbeamte stellten kürzlich viereinhalb Kilogramm Honig sicher, da dieser den potenzfördernden Wirkstoff Sildenafil enthielt. Das in Deutschland verbotene Produkt, das mit seiner roten Farbe eher an Marmelade erinnert, wurde in einem Supermarkt im Raum Biberach verkauft. Der Wirkstoff, der vor allem unter dem Handelsnamen Viagra bekannt ist und gegen Erektionsstörungen eingesetzt werden kann, unterliegt dem deutschen Arzneimittelgesetz und darf daher nicht einfach so zugesetzt beziehungsweise verkauft werden, teilt das Hauptzollamt Ulm mit. Patienten benötigen eine ärztliche Verschreibung.
Viagra-Honig stammt aus der Türkei
Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz gegen den 46-jährigen Inhaber des Supermarkts ein und stellten den Honig, der aus der Türkei stammt, sicher.
Eigentlicher Grund der Kontrolle waren der Mitteilung zufolge Tabak und Kaffee, die der Supermarkt auch anbietet: „Herstellungsbetriebe und Händler von verbrauchsteuerpflichtigen Produkten unterliegen in Deutschland der sogenannten Steueraufsicht und werden daher stichprobenweise vom Zoll überprüft.“
Gefährliche Potenzmittel auch im Online-Handel
Im Ausland und über Online-Plattformen werden zahlreiche Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel mit potenzfördernden Zusatzstoffen angeboten. Mediziner und Verbraucherschutzorganisationen warnen regelmäßig, dass die Einnahme ohne ärztliche Beratung gesundheitliche Schädigungen hervorrufen kann.
Extrem salzig! Warnung auch vor Chip Challenge
Gesundheitsgefährdende Lebensmittel – auch ohne Potenzmittel – kommen immer wieder in den Handel. Die höllisch scharfen Chips der Hot Chip Challenge, die vor allem Kinder und Jugendliche bei Mutproben gegessen hatten, wurden vom deutschen Markt wieder zurückgezogen. Doch schnell kamen wieder neue Chips in die virtuellen Regale: Die Salt Chip Challenge, vor der Verbraucherschützer warnen, kostet wegen der extrem salzigen Würze große Überwindung.
