Wintersonnenwende
: Warum die Tage nun länger werden

Kürzester Tag und längste Nacht: Am Sonntag, 21. Dezember, erlebten die Menschen in ganz Deutschland ein besonderes Ereignis – der Grund ist die Wintersonnenwende.
Von
Nadine Fauser
Ulm/Neu-Ulm
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Augenblick

Am 21. Dezember stand die Sonne auch in Ulm so flach wie nie im Jahr über dem Horizont - es war die Wintersonnenwende. (Symbolbild)

Matthias Kessler
  • Am 21. Dezember war Wintersonnenwende – die Tage werden nun wieder länger.
  • In Ulm dauerte der kürzeste Tag 8 Stunden und 19 Minuten, von 8.08 Uhr bis 16.27 Uhr.
  • Die Wintersonnenwende markiert den astronomischen Winterbeginn, der meteorologische Winter startet früher.
  • Die Erdumlaufbahn beeinflusst die Tageslänge: Sonnenaufgang verschiebt sich bis Januar nach hinten.
  • Ab dem 21. Juni sind die Tage wieder am längsten – Sommersonnenwende auf der Nordhalbkugel.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nur 8 Stunden und 19 Minuten lagen am Sonntag, 21. Dezember, in Ulm zwischen Sonnenaufgang (8.08 Uhr) und Sonnenuntergang (16.27 Uhr). Der kürzeste Tag des Jahres war zugleich der Tag der Wintersonnenwende. Nun werden die Tage wieder länger – zunächst jedoch nur um wenige Sekunden.

Das bedeutet die Wintersonnenwende

Die Wintersonnenwende fällt in Deutschland stets auf den 21. oder 22. Dezember. An diesem Tag steht die Sonne so flach wie nie im Jahr über dem Horizont. Sie geht spät auf und früh unter. Das Gegenteil ist südlich des Äquators der Fall. Mit dem längsten Tag und der kürzesten Nacht beginnt dort der Sommer. Doch dabei gibt es regionale Unterschiede. Je weiter ein Ort auf der Erde vom Äquator entfernt ist, desto größer ist der Unterschied zwischen dem kürzesten und dem längsten Tag des Jahres. Zwischen Berlin und Ulm beträgt der Unterschied beispielsweise knapp eine Stunde. Dies liegt an der nördlichen Lage der Hauptstadt. Mit der Wintersonnenwende beginnt der astronomische oder kalendarische Winter. Danach werden die Tage wieder länger. Im Gegensatz dazu startet der meteorologische Winter aus rein statistischen Gründen grundsätzlich schon am 1. Dezember.

Sonnenuntergang später

Dass die Tage jetzt länger werden, wirkt sich zunächst nur nachmittags aus. Bis Anfang Januar verschiebt sich der Sonnenaufgang sogar weiter nach hinten, während die Sonne nachmittags später untergeht. Der Grund: Die Erde bewegt sich nicht auf einer kreisrunden Bahn um die Sonne, sondern auf einer leicht ovalen, elliptischen Bahn. Die Neigung zur Sonne ist unterschiedlich. Bis zum 21. Juni werden die Tage wieder länger. Dann ist Sommersonnenwende und zugleich der längste Tag - die Nordhalbkugel ist der Sonne so weit wie möglich zugeneigt. Nur am 21. März und am 23. September sind die Tage gleich lang.

Mit Material von dpa