Wetter in BW
: Sonne satt, aber starker Pollenflug

Der Frühling nimmt in Baden-Württemberg wieder Fahrt auf, für Allergiker nicht nur Grund zur Freude. Was fliegt besonders, und wann ist wieder mit Entlastung zu rechnen?
Von
Isabelle Jahn
Stuttgart
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Sonne in Köln - Wetter: 18.03.2025, Nordrhein-Westfalen, Köln: Ein Baum blüht bei strahlendem Sonnenschein vor blauem Himmel. Ab Mittwoch soll es spürbar wärmer werden, am Freitag soll die 20-Grad-Marke geknackt werden. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Blauer Himmel, Sonne und blühende Bäume und Sträucher wecken Frühlingsgefühle. Bei dem Wetter ist aber auch die Pollenbelastung höher.

Rolf Vennenbernd/dpa
  • Sonniges Wetter in BW, Temperaturen steigen bis 23 Grad, nachts frostig.
  • Allergiker leiden unter starken Pollenflug, besonders Erlenpollen belastend.
  • Am Wochenende Regen, Pollenbelastung sinkt; Erlen und Hasel blühen noch.
  • Städte wie Ulm erwarten bis 16 Grad, Schwarzwald stürmisch.
  • DWD und PID warnen vor mittlerer bis hoher Pollenbelastung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Endlich wieder draußen sitzen im Café oder im Park, auf ein Picknick mit Freunden treffen oder einen ausgiebigen Spaziergang machen: Diese Woche werden die Baden-Württemberger von der Sonne verwöhnt, die Temperaturen steigen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) kontinuierlich und knacken mancherorts sogar die 20-Grad-Marke.

Am Dienstag ist es der Vorhersage zufolge die meiste Zeit sonnig und trocken, allerdings teils auch sehr windig, in den Bergen sogar stürmisch. Ohne Übergangsjacke geht's noch nicht: Die Höchstwerte bewegen sich je nach Lage zwischen 4 und 12 Grad. In Ulm werden laut dem Portal wetter.com trotz ganztägigem Sonnenschein maximal 6 Grad erreicht. Die Nacht wird frostig, bei Tiefstwerten zwischen 0 und -8 Grad.

Am Mittwoch klettern die Temperaturen bereits auf bis zu 17 Grad im Rheintal – dazu „reiner Sonnenschein und trocken“, meldet der DWD. In Ulm schafft es das Thermometer wohl noch nicht höher als 12 Grad.

Nach einer weiteren vielerorts noch frostigen, sternenklaren Nacht teilen sich am Donnerstag Sonne und Wolken den Himmel, Regen erwarten die Meteorologen weiterhin nicht. Den Prognosen zufolge könnten – passend zum kalendarischen Frühlingsanfang am 20. März – Spitzenwerte von bis zu 20 Grad erreicht werden, im Bergland reicht es wohl nur auf bis zu 14 Grad. In Ulm sollte bei erwarteten 15 Grad zumindest der dicke Pulli mit ins Gepäck.

Am Freitag Temperaturen von bis zu 23 Grad

Am Freitag heißt es dann so früh wie möglich raus aus dem Büro und ab an die Donau oder andere schöne Plätze: Es gibt vor allem anfangs viel Sonne, später mischt sich dichte Bewölkung ein – es bleibt aber trocken, verspricht der DWD. Bei Höchsttemperaturen zwischen 15 und 23 Grad – in Ulm laut wetter.com maximal 16 Grad – ist definitiv ein Eis drin. Im Schwarzwald könnte es stürmisch werden. Die Nacht zu Samstag wird wohl nicht mehr von Minusgraden geprägt sein, die Temperaturen sollen nicht tiefer als 2 Grad sinken.

Mittlere bis hohe Belastung bei Erlenpollen

Doch bei Allergikern dürfte die Frühlingsfreude gedämpft werden: Vor allem Erlenpollen werden in den kommenden Tagen im Südwesten zunehmend zur Belastung. Das bedeutet für Betroffene unter anderem vermehrt Niesen, juckende Augen, eine laufende Nase oder Atembeschwerden. Besonders trifft es nach Angaben des DWD zunächst den Schwarzwald und die Schwäbische Alb. Zur Mitte der Woche weiten sich die betroffenen Gebiete aus.

Nach Angaben der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) ist die Erle in den kommenden Tagen „ein bedeutsamer Opponent der Pollenallergiker“. Laut DWD erreicht die Belastung mit Erlenpollen am Dienstag in den baden-württembergischen Mittelgebirgen die sechste von sieben Stufen auf dem Pollenflug-Gefahrenindex, was einer mittleren bis hohen Belastung entspricht. Am Mittwoch werde diese Belastungsstufe zusätzlich im Bereich Hohenlohe, mittlerer Neckar und Oberschwaben erreicht.

Haselpollen machen etwas weniger Probleme

Haselpollen dürften Allergikern ebenfalls zu schaffen machen. Auch hier seien vor allem die Mittelgebirgsregionen betroffen. Dort ging der DWD von einer geringen bis mittleren Belastung aus.

Laut PID ist die erhöhte Belastung darauf zurückzuführen, dass Erle und Hasel in kühleren Regionen und in den Bergen zum Teil noch blühen. Sonnenschein und höhere Temperaturen sorgen für eine zunehmende Belastung. Durch Wind werden die winzigen Blütenstaubpartikel, die zum Beispiel von Bäumen, Gräsern und Kräutern zur Fortpflanzung produziert werden, besonders weit transportiert. Wie sich Heuschnupfengeplagte im Alltag helfen können, lesen Sie hier.

Am Wochenende wird wieder Regen erwartet

Für die einen enttäuschend, für die anderen erleichternd: Das Frühlingswetter in Baden-Württemberg hält sich, wie es aussieht, nicht lange. Am kommenden Wochenende zieht, so die Prognose, von Westen her Regen über das Land. Auch die Temperaturen sollen dann wieder zurückgehen. Mit schlechterem Wetter dürfte dann auch die Pollenbelastung wieder sinken. (Mit Material von dpa)