Wasserrohrbruch in Ulm: Unterrichtsausfall in der Weststadt – Prüfungen am Schulzentrum Kuhberg finden statt

An der Jörg-Syrlin-Grundschule (links) wurde der Unterricht abgebrochen. Auf dem Schulzentrum am oberen Kuhberg sind mehrere Schulen beeinträchtigt. (Archivbilder)
Collage: Matthias Kessler und Volkmar Könneke- Unterricht an der Jörg-Syrlin-Grundschule fiel am Dienstag kurzfristig aus.
- Grund war ein Wasserrohrbruch nahe der Schule in der Ulmer Weststadt.
- Das Wasser im Schulgebäude sollte abgestellt werden – Unterrichtsbetrieb nicht möglich.
- Kinder ohne Heimweg wurden betreut, bis Eltern sie abholten.
- SWU meldeten einen Schaden in der Königstraße gegen 8 Uhr; Dauer etwa sechs Stunden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Dienstagmorgen (19.05) fehlte am Ulmer Kuhberg plötzlich etwas, ohne das Schule kaum funktioniert: Wasser. An mehreren Schulen mussten Klassen nach Hause geschickt werden. Gleichzeitig schrieben an der Anna-Essinger-Realschule rund 85 Schülerinnen und Schüler ihre Englisch-Abschlussprüfung.
Für die Stadt und die betroffenen Schulen ging es damit nicht nur um einen technischen Schaden, sondern um eine schnelle Entscheidung: Wo kann Unterricht noch stattfinden? Und wie lassen sich Prüfungen absichern, wenn Toiletten nicht mehr nutzbar sind? „Wir waren im Kontakt mit allen Schulen rund um den Kuhberg und haben versucht, die Situation zu erörtern“, sagte Dominik Bäuerle, Leiter der städtischen Abteilung Bildung und Sport, den die Nachricht auf einer Dienstreise in Hamburg erreichte. Besonders im Blick standen nach seinen Angaben die Prüfungen an der Anna-Essinger-Realschule und an der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule im beruflichen Bereich.
Keine Notleitung, aber mobile Toiletten
Die Stadt organisierte kurzfristig Hilfe. Für die Ferdinand-von-Steinbeis-Schule wurden mobile Toiletten aufgestellt. Für die Anna-Essinger-Schulen stellte der städtische Baubetriebshof ein Wasserversorgungsfahrzeug bereit. Baubetriebshof, Gebäudemanagement und Schulen hätten dabei eng zusammengearbeitet, sagte Bäuerle. „Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt.“
An der Anna-Essinger-Realschule konnten die rund 85 Prüflinge ihre Englisch-Abschlussprüfung schließlich wie geplant schreiben. Der übrige Schulbetrieb wurde dort beendet. Nach Angaben des Schulsekretariats wurden die Schülerinnen und Schüler nach der dritten Stunde nach Hause geschickt – mit Ausnahme der Prüflinge. Ohne Wasser könnten die Toiletten nicht benutzt werden, ein regulärer Schulbetrieb sei so nicht zu gewährleisten.
Auch Robert-Bosch-Schüler betroffen
Ähnlich war die Lage an der Robert-Bosch-Schule. Nach Angaben aus dem Sekretariat wurde ein Teil der Schülerinnen und Schüler nach Hause geschickt, ein anderer Teil konnte bleiben. Der Grund: Teile des Gebäudes hatten noch Wasser, andere nicht.
Betroffen war zudem die Jörg-Syrlin-Grundschule am Märchenweg. Dort wurde der Unterricht bereits am Vormittag kurzfristig abgebrochen. Die Schule informierte die Eltern über eine Schul-App. Kinder, die nicht alleine nach Hause gehen konnten, wurden weiter betreut, bis sie abgeholt wurden.
Ausgelöst hatte die Probleme ein Rohrbruch wenige Straßen weiter. Nach Angaben der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm war gegen 5.30 Uhr an der Königstraße/Ecke Neunkirchenweg eine Trinkwasserhauptleitung gebrochen. Rund 100 Haushalte waren betroffen. Eine Notleitung konnte laut SWU kurzfristig nicht verlegt werden. Das austretende Wasser beschädigte den Gehweg, größere Verkehrsbehinderungen waren den Stadtwerken zunächst nicht bekannt.
Die SWU mussten nach eigenen Angaben zunächst die Schadensstelle finden. Danach wurde der Bereich aufgegraben und das beschädigte Rohr repariert. Im Störungsportal der Stadtwerke wurde der Schaden am Dienstagnachmittag gegen 14.40 Uhr als behoben gemeldet. Als Ursache vermuten die SWU Materialermüdung.
Ob Klassen nach Hause geschickt werden oder Unterricht teilweise weiterläuft, entschieden die Schulen nach Angaben Bäuerles jeweils selbst. Nach der Reparatur soll der Unterricht am Mittwoch wieder wie gewohnt stattfinden.
