Vielfach geteilter Clip: Rätselhafter Gestank weht von Ulm bis in die Tagesschau

Ulm stinkt's? Jedenfalls wird der Gestank in der Münsterstadt auch in der Tagesschau zum Thema.
Tagesschau (Screenshot, l.); Volkmar Könneke- In Ulm häufen sich Beschwerden über rätselhafte Gerüche.
- Tagesschau greift das Thema in einem 30-Sekunden-Clip auf.
- Clip wird massig geteilt; Kommentare reichen von Spott bis Zweifel.
- Stadt Ulm reagiert mit Humor und lädt zum „Probeschnuppern“ ein.
- LUBW-Projekt sucht die Ursache; Ergebnisse erst Anfang 2027.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wenn tausende wilde Nabader an Schwörmontag die Donau runterrauschen, der lang ersehnte Spatenstich für den neuen A8-Albaufstieg stattfindet oder – Gott bewahre – womöglich das Ulmer Münster in Flammen aufgehen würde: Themen wie diese wären zweifellos ein Anlass für eine Berichterstattung weit über Ulms Grenzen hinaus. Tatsächlich ist es aber aktuell ein anderes, das auch überregionale Medien gleichermaßen reizt wie die Sinne: ein rätselhafter Gestank in Ulm, der schon länger Beschwerden auslöst. Sogar die Tagesschau hat sich des Themas angenommen und verbreitet ihr Online-Video auch auf Instagram und Youtube.
„Boah, warum stinkt das hier so und vor allem, wo kommt das her?“ Mit dieser Frage startet der rund 30 Sekunden lange Clip, in dem mehrmals das (nicht brennende) Münster als Ulmer Wiedererkennungsgarant gezeigt wird. Seit der Veröffentlichung am Montagnachmittag wurde das Video massig im Netz geteilt, in den Kommentarleisten auf Instagram riecht es stark nach Schadenfreude: „Würd mir stinken, wenn ich Ulmer wär“, kommentiert ein Spaßvogel und erntet knapp 9000 Likes. Andere scherzen: „Geht das in Ulm, um Ulm und um Ulm herum?“ oder auch: „Waren wir nicht erst lebenswerteste Stadt Deutschlands?“
Stadt Ulm kontert humorvoll
Ein paar der Kommentierenden wollen bisher gar nichts erschnüffelt haben, obwohl sie nach eigener Aussage in der angeblichen Stinkezone wohnen. Die Stadt nimmt das Gestänkere jedenfalls mit Fassung und kontert: „Würde sagen, jetzt muss jeder mal nach Ulm kommen und sagen, wonach es hier riecht. Wir finden ja, es riecht gut.“
Natürlich macht der Clip nicht nur Stunk, sondern liefert auch Fakten rund um das Forschungsprojekt der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW), das die Ursache für die Geruchsbelästigung herausfinden will. Bürger melden auffällige Gerüche per Smartphone-App „Ortelium“, dazu werden meteorologische Daten sowie Modelle berücksichtigt. Für eine Weile heißt es jedoch für geplagte Ulmerinnen und Ulmer wohl noch: Nase zu und durch – Ergebnisse soll es erst Anfang 2027 geben. Bleibt nur zu hoffen, dass wenigstens der Nebel bald verduftet, in dem sich nämlich Feinstaub mindestens so wohlfühlt wie der Gestank.
