Vermisster in der Donau: Rettungskräfte können Suche nach 17-Jährigem noch nicht fortsetzen

Auch am Dienstagmorgen (6.8.) können die Rettungskräfte die Suche nach dem Vermissten in der Donau noch immer nicht wieder aufnehmen. Die Strömung ist dafür noch zu stark.
Marius Bulling/dpaEs ist bereits vier Tage her, seit der Jugendliche in der Donau unterging und nicht wieder auftauchte. Am Freitag, 2. August 2024, war der 17-Jährige in Ulm in den Fluss gestiegen. Nach bisherigen Informationen wollte er auf die Neu-Ulmer Seite schwimmen. Doch die Strömung war zu stark und der Junge wurde mitgerissen und ging mehrfach unter – bis er schließlich laut Zeugenaussagen nicht mehr auftauchte. Rettungskräfte starteten umgehend die Suche nach dem Vermissten in der Donau. Leider bisher ohne Erfolg. Die Suche, an der auch ein Hubschrauber und die DRLG mit Sonargerät beteiligt waren, musste unterbrochen werden. Die Strömung der Donau sei noch zu stark.
Suche nach 17-Jährigem in der Donau unterbrochen
Aktuell gehen die Rettungskräfte nicht davon aus, den 17-Jährigen noch lebend zu finden. „Er wird vermutlich in der Donau ertrunken sein“, sagte ein Polizeisprecher. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Jugendliche das rettende Ufer erreicht habe. „Ob und wann die Suche nach ihm fortgesetzt werden kann, müssen die entsprechenden Experten abwägen und entscheiden“, erklärt Polizeisprecher Joachim Schulz auf Nachfrage. Aktuell mache das keinen Sinn. Die Strömung der Donau sei noch immer viel zu stark und die Sicht ginge gegen null.
Vermisster wollte von Ulm nach Neu-Ulm schwimmen
Der 17-Jährige hatte nach Polizeiangaben versucht, mit drei weiteren jungen Männern durch die Donau von Ulm nach Neu-Ulm zu schwimmen. Doch der Jugendliche erreichte das benachbarte Ufer nicht. Nähere Angaben zu den drei anderen Schwimmern machte die Polizei unter Berufung auf Persönlichkeitsrechte nicht.
Die Freunde wollten dem 17-Jährigen noch helfen, aber die Strömung war zu stark. Zeugen sollen dann beobachtet haben, wie der Teenager unterging. Demzufolge wurde er zuletzt im Bereich der Herdbrücke im Wasser gesehen.

Suche nach vermisster Person in der Donau zwischen Ulm und Neu-Ulm: Einsatzkräfte suchten bisher vergebens nach dem 17-Jährigen.
Marius Bulling/dpaSonargerät erfasst menschlichen Körper in der Donau
Die DLRG war mit Booten und Tauchern auf dem Fluss unterwegs. Von einem Sonargerät sei der mutmaßliche Körper eines Menschen erfasst worden, so der Sprecher weiter. Trotzdem musste die Suche dann am Freitagabend zunächst abgebrochen werden.
Wegen der starken Strömung der Donau sei jede Sichtung auf dem Sonargerät nur eine Momentaufnahme, erklärte der DLRG-Sprecher. Bis die Taucher an diesem Ort sind, könne ein Körper bereits viel weiter weg getrieben sein.
Vermisste im Rhein und Badetote in BW
Zwei Menschen werden am Sonntag im Rhein bei Hohentengen von der Strömung erfasst und mitgerissen. Seitdem werden die 15-Jährige und die 29-Jährige vermisst. Die Polizei setzt auch heute die Suche nach ihnen fort.
In einem Baggersee in Hüfingen haben Polizeitaucher eine Leiche entdeckt. Seit Samstag war dort nach einem Mann gesucht worden. Nach ersten Ermittlungen handelt es sich bei der Leiche im Riedsee um den vermissten 52-Jährigen im Schwarzwald-Baar-Kreis. Der Mann sei laut Zeugen in den See geschwommen und dann untergegangen. „Die genauen Umstände zum Unfall und zur Todesursache stehen noch nicht fest“, sagte ein Polizeisprecher.
In Lörrach kam ein 39-Jähriger in einem Schwimmbad ums Leben. Badegäste hatten den Mann reglos im Wasser gefunden, wie die Polizei mitteilte. Trotz sofort eingeleiteten Erste-Hilfe-Maßnahmen konnten die Rettungskräfte am Sonntag nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Todesursache war zunächst unklar. Das Kriminalkommissariat Lörrach nahm Ermittlungen auf.
Immer mehr Badetote in Baden-Württemberg
Im vergangenen Jahr sind in BW deutlich mehr Menschen ertrunken als im Vorjahr. Laut Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind die Zahl der Badetoten wie folgt:
- 2022 gab es in BW 29 Badetote
- 2023 gab es in BW 43 Badetote
- Aktuelle Zahlen für 2024 liegen noch nicht vor.
Etwa vier von fünf Opfern sind laut DLRG Männer, fast jeder zweite Tote war den Angaben zufolge älter als 60 Jahre. Die meisten Menschen ertranken im Südwesten in überwiegend unbewachten Binnengewässern, ein Mensch kam in einem Bach ums Leben, ein weiterer in einem Kanal und einer in einem Teich. Allein in baden-württembergischen Seen starben vergangenes Jahr insgesamt 21 Menschen – 2022 waren es dort noch 14.
Ein plötzlicher Sturz oder Sprung mit aufgeheiztem Körper ins kühle Wasser könne lebensgefährlich werden, warnte die DLRG. „Selbst geübte Schwimmer sollten daher immer eine Schwimmweste tragen“, hieß es.



