Vandalismus in Ulm: Jugendbanden unterwegs? Autos in der Weststadt beschädigt und Angriffe

Gibt es in der Ulmer Weststadt ein Problem mit kriminellen Jugendgruppen? (Symbolbild)
Lars SchwerdtfegerVandalen in der Ulmer Weststadt: Wie das Ulmer Polizeipräsidium in einer Pressemitteilung berichtet, wurden in der Nacht von Freitag (20.10.) auf Samstag mehrere Autos beschädigt.
Der Vorfall habe sich kurz nach 23 Uhr ereignet. Bewohner in der Lindenstraße haben die Polizei alarmiert und teilten mit, dass fünf Personen auf geparkte Autos eintraten. Dabei sei ein Seitenspiegel zu Bruch gegangen. Die Ulmer Polizei soll anschließend mit mehreren Streifenwagen nach den jungen Männern gesucht haben. Doch die Suche blieb erfolglos.
So viele Autos wurden in der Weststadt beschädigt
Die Höhe des Schadens, den die jungen Männer verursacht haben, sei derzeit noch nicht bekannt. Doch insgesamt wurden sieben Fahrzeuge in der Lindenstraße und ein Fahrzeug in der Blücherstraße beschädigt. Jetzt ermittelt die Polizei.
Beschädigung in der Ulmer Weststadt: Zeugen gesucht
Laut Angaben der Polizei waren die Vandalen alle dunkel gekleidet, zwei trugen jedoch helle Jeans. Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können, sollen sich unter (0731) 188 38 12 melden.
Jugendbanden? Medien berichten von vermehrter Kriminalität in der Weststadt
Zuletzt kam es immer häufiger zu kriminellen Aktivitäten Jugendgruppen in der Weststadt. Das berichtet der SWR.
- So gab es beispielsweise am Donnerstag einen Vorfall, bei dem ein 43–Jähriger unvermittelt von einem jungen Mann vom Fahrrad gestoßen wurde. Der junge Mann sei Teil einer Gruppe von vier bis fünf Personen gewesen.
- Auch am Dienstagabend habe sich ein Vorfall ereignet. Mehrere Jugendliche haben hier einen Mann mit Eiern beworfen und versucht, ihm die Tasche zu entreißen.
- Am selben Tag wurden offenbar mehrere Häuser beschmiert.
Ob es ein Zusammenhang der Taten gebe, sei zum jetzigem Zeitpunkt noch unklar.
Polizei zu aktuellem Wochenende in Ulm
An diesem Wochenende sei in Ulm viel los gewesen — dennoch sei nichts Größeres passiert. Auch in der Weststadt sei es ruhig gewesen. Die Polizei hatte am Sonntagmorgen (22.10.) ebenfalls keine neuen Infos zu der Gruppe junger Männer, die in den vergangenen Tagen offenbar vermehrt Taten verübte.
Unterdessen gibt es Stimmen, die klagen, dass in Ulm das Sicherheitsgefühl in der Stadt nachts sinke, darunter Patrick Grünbacher, Betreiber des Hirschstraßen–Clubs Cocomo. Er beobachtet zunehmende Probleme in der Innenstadt. Das subjektive Sicherheitsempfinden werde immer schlechter.
Die Stadt Ulm will nun mehr dafür tun, dass sich Bürgerinnen und Bürger im öffentlichen Raum sicher und wohlfühlen, vor allem in der Innenstadt. Dafür erhält der kommunale Ordnungsdienst, angesiedelt bei den Bürgerdiensten, drei zusätzliche Stellen. Das Thema Sicherheit und Sauberkeit hat zuletzt auch unter Stadträtinnen und Stadträten an Bedeutung gewonnen.
