Unglück im Kreis Biberach
: Zug bei Riedlingen entgleist – mindestens drei Tote und mehrere Schwerverletzte

Bei einem schweren Zugunglück nahe Riedlingen sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Unfallursache ist möglicherweise ein Hangrutsch.
Von
Laura Mensch,
Stefanie Jakob,
Matthias Stelzer,
dpa
Riedlingen
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Die Einsatzkräfte sind in der Dunkelheit auf der Suche nach möglichen weiteren Verletzten. Überall liegen Trümmer.

Die Einsatzkräfte sind in der Dunkelheit auf der Suche nach möglichen weiteren Verletzten. Überall liegen Trümmer.

Matthias Stelzer
  • Personenzug im Kreis Biberach entgleist – Ursache bislang unklar.
  • Rettungskräfte durchsuchen den Zug nach möglichen Fahrgästen.
  • Polizei kann noch keine Angaben zu Verletzten oder Toten machen.
  • Einsatzkräfte vor Ort, weitere Informationen folgen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei Riedlingen (Kreis Biberach) ist am Sonntagabend ein Personenzug entgleist. Bei dem Zugunglück wurden mindestens drei Personen tödlich verletzt, sagte Polizeisprecher Sven Vrancken am Unfallort. Zudem gebe es Verletzte im mittleren zweistelligen Bereich. Mittlerweile ist von mindestens 25 Verletzten die Rede, einige seien schwerst verletzt. Der Einsatz werde vermutlich die ganze Nacht andauern, heißt es, die Bergung könnte sich auch am Montag noch hinziehen.

Mindestens zwei Waggons der Regionalbahn der Linie RE 55 entgleisten gegen 18.10 Uhr bei Riedlingen zwischen den Ortsteilen Zwiefaltendorf und Zell. Zum Unfallzeitpunkt waren nach Erkenntnissen der Bundespolizei rund 100 Menschen im Zug von Sigmaringen nach Ulm gewesen.

Bergung der Waggons läuft

Für Angehörige wurde eine Sammelstelle im Bürgerzentrum Daugendorf, Haldenrain 3 in Riedlingen, eingerichtet. Ein Reporter der Südwest Presse berichtet von Hunderten von Menschen, die am Unfallort im Einsatz waren. Man schaue gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk, dass man die Bergung der Waggons vorantreibe, sagte Ziller. Die Arbeiten würden auch bis Montag noch andauern, die Waggons seien schwer und die Unfallstelle unwegsam. Auch Trümmersuchhunde sind im Einsatz, um damit sicherzugehen, dass sich keine Menschen mehr unter den Waggons befinden. Die bereits gefundenen Verletzten und die Toten mussten zum Großteil aus dem Zug geschnitten werden.

  • Die Waggons des Zuges, der bei Riedlingen verunfallt ist, werden geborgen und abtransportiert.

    Die Waggons des Zuges, der bei Riedlingen verunfallt ist, werden geborgen und abtransportiert.

    Björn Hossfeld; Jason Tschepljakow, Thomas Warnack, dpa
  • Unfallstelle Zugunglück Riedlingen

    Rund einen Monat nach dem Tod dreier Menschen an der Bahnstrecke stehen in der Nähe des Unglücksorts Gedenkkerzen.

    Bernd Weißbrod/dpa
  • Unfallstelle Zugunglück Riedlingen

    Die Unfallstelle nach der Bergung des verunglückten Zugs.

    Bernd Weißbrod/dpa
  • Nach dem Zugunglück in Oberschwaben

    Der Bergezug ist an der Unfallstelle ibei Riedlingen in Position gebracht und bereit für seinen Einsatz.

    Jason Tschepljakow/dpa
  • Nach dem Zugunglück in Oberschwaben

    Nach und nach werden die verunfallten Waggons geborgen.

    Thomas Warnack/dpa
  • A crane lifts a damaged railway wagon pictured near Riedlingen near Biberach an der Riss on July 28, 2025. Three people were killed and several others injured when a regional passenger train derailed in a wooded area on July 27, 2025, police said. About 100 passengers were aboard the train. (Photo by Karl-Josef Hildenbrand / AFP)

    Sicher am Haken des Krans auf Schienen hebt sich der Waggon langsam in die Höhe.

    KARL-JOSEF HILDENBRAND/AFP
  • Nach dem Zugunglück in Oberschwaben: 29.07.2025, Baden-Württemberg, Riedlingen: Ein verladener Zug Wagon steht an der Unfallstelle, an der ein Regionalzug entgleist ist. Foto: Jason Tschepljakow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Einer der Waggons des verunglückten Zugs ist auf einem Lkw verladen.

    Jason Tschepljakow/dpa
  • Nach dem Zugunglück in Oberschwaben: 29.07.2025, Baden-Württemberg, Riedlingen: Ein verladener Zug Wagon steht an der Unfallstelle, an der ein Regionalzug entgleist ist. Foto: Jason Tschepljakow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Die Schäden sind deutlich zu sehen - der Waggon ist stark deformiert.

    Jason Tschepljakow/dpa
  • Nach dem Zugunglück in Oberschwaben: 29.07.2025, Baden-Württemberg, Riedlingen: Ein verladener Zug Wagon steht an der Unfallstelle, an der ein Regionalzug entgleist ist. Foto: Jason Tschepljakow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Der verladene Unfall-Waggon ist bereit für den Abtransport.

    Jason Tschepljakow/dpa
  • Bei einem Zugunglück in Baden-Württemberg sterben am Sonntag drei Menschen, mindesten 41 weitere werden teils schwer verletzt.

    Bei einem Zugunglück in Baden-Württemberg sterben am Sonntag drei Menschen, mindestens 41 weitere werden teils schwer verletzt.

    Martin Tröster; Björn Hossfeld
  • Personenzug entgleist in Oberschwaben: 27.07.2025, Baden-Württemberg, Zwiefaltendorf: Rettungskräfte suchen in einem entgleisten Zug nach Fahrgästen. Der Personenzug ist im Kreis Biberach zwischen den Ortsteilen Zweifaltendorf und Zell entgleist. Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Riedlingen: Rettungskräfte suchen im entgleisten Zug nach Fahrgästen.

    Thomas Warnack/dpa
  • Dieser Hangrutsch könnte die Ursache für den Zugunfall gewesen sein.

    Dieser Hangrutsch könnte die Ursache für den Zugunfall gewesen sein.

    Matthias Stelzer
  • Die Stelle des Hangrutschs ist bereits markiert worden.

    Die Stelle des Hangrutschs ist bereits markiert worden.

    Matthias Stelzer
  • Hier sind die verzogenen Schienen zu sehen.

    Hier sind die verzogenen Schienen zu sehen.

    Matthias Stelzer
  • Für die Bergung rückt schweres Gerät an.

    Für die Bergung rückt noch am Sonntagabend schweres Gerät an.

    Matthias Stelzer
  • Die Rettungshundestaffel war ebenfalls bei dem Zugunglück bei Riedlingen im Einsatz.

    Die Rettungshundestaffel war ebenfalls bei dem Zugunglück bei Riedlingen im Einsatz.

    Feuerwehr Ulm
  • Regierungspräsident Klaus Tappeser am Unfallort.

    Regierungspräsident Klaus Tappeser ist direkt am Abend des Unglücks am Unfallort.

    Matthias Stelzer
  • Das Einsatzgebiet ist groß. Überall verstreut liegen Zugteile.

    Das Einsatzgebiet ist groß. Überall verstreut liegen Zugteile.

    Matthias Stelzer
  • Weil überall noch Dinge herumliegen, auch persönliche von Fahrgästen, wird eine strenge Fotolinie verfolgt.

    Weil überall noch Dinge herumliegen, auch persönliche von Fahrgästen, wird eine strenge Fotolinie verfolgt.

    Matthias Stelzer
  • Dieses Zugteil wurde von der Strecke gut 10 bis 15 Meter hoch an den Begleitweg der Bahntrasse geschleudert.

    Dieses Zugteil wurde von der Strecke gut 10 bis 15 Meter hoch an den Begleitweg der Bahntrasse geschleudert.

    Matthias Stelzer
  • Personenzug entgleist in Oberschwaben: 27.07.2025, Baden-Württemberg, Riedlingen: Rettungskräfte suchen in einem entgleisten Zug nach Fahrgästen. Der Personenzug ist im Kreis Biberach zwischen den Ortsteilen Zweifaltendorf und Zell entgleist. Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Rettungskräfte suchen im entgleisten Zug nach Fahrgästen. Der Personenzug ist im Kreis Biberach zwischen den Ortsteilen Zweifaltendorf und Zell entgleist.

    Thomas Warnack/dpa
  • Personenzug entgleist in Oberschwaben: 27.07.2025, Baden-Württemberg, Riedlingen: Rettungskräfte suchen in einem entgleisten Zug nach Fahrgästen. Der Personenzug ist im Kreis Biberach zwischen den Ortsteilen Zweifaltendorf und Zell entgleist. Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Riedlingen: Rettungskräfte suchen im entgleisten Zug nach Fahrgästen.

    Thomas Warnack/dpa
  • Da der Bahndamm und die Hänge total durchnässt sind, müssen die Einsatzkräfte immer wieder ihre Stiefel reinigen.

    Da der Bahndamm und die Hänge total durchnässt sind, müssen die Einsatzkräfte immer wieder ihre Stiefel reinigen.

    Matthias Stelzer
  • Sven Vrancken, Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit am Unfallort.

    Sven Vrancken, Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit am Abend des Unglücks am Unfallort.

    Matthias Stelzer
  • Es machen sich immer mehr Rettungskräfte auf den Weg zum Unfallort. Neben Rettungswägen sind auch Hubschrauber im Einsatz.

    Es machen sich immer mehr Rettungskräfte auf den Weg zum Unfallort. Neben Rettungswägen sind auch Hubschrauber im Einsatz.

    Björn Hossfeld
  • Ein Großaufgebot an Einsatzkräften ist vor Ort.

    Ein Großaufgebot an Einsatzkräften ist vor Ort. Für Angehörige wurde eine Sammelstelle am Haldenrain in Riedlingen eingerichtet.

    Matthias Stelzer
  • Zugunglück Riedlingen

    Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks, der Feuerwehr, Polizei und des DRK arbeiten am Unfallort.

    Matthias Stelzer
  • Trümmer der entgleisten Waggons am Unfallort.

    Trümmer der entgleisten Waggons.

    Matthias Stelzer
  • Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) kam am Abend zur Unfallstelle.

    Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) kam am Abend zur Unfallstelle.

    Matthias Stelzer
  • Die Rettungskräfte werden vor Ort versorgt.

    Die Rettungskräfte werden vor Ort versorgt.

    Matthias Stelzer
  • Die Einsatzkräfte versuchen, die schweren Waggons zu bergen.

    Die Einsatzkräfte versuchen, die schweren Waggons zu bergen.

    Matthias Stelzer
  • Zug entgleist

    Mindestens zwei Waggons sind umgekippt. Etwa 100 Menschen befanden sich zum Zeitpunkt des Unfalls an Bord des Zugs.

    Björn Hossfeld
  • Auch das Gebüsch am Bahndamm wird in der Nacht noch abgesucht.

    Auch das Gebüsch am Bahndamm wird in der Nacht noch abgesucht.

    Matthias Stelzer
  • Personenzug entgleist in Oberschwaben: 27.07.2025, Baden-Württemberg, Riedlingen: Rettungskräfte suchen in einem entgleisten Zug nach Fahrgästen. Der Personenzug ist im Kreis Biberach zwischen den Ortsteilen Zweifaltendorf und Zell entgleist. Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Riedlingen: Rettungskräfte suchen im entgleisten Zug nach Fahrgästen.

    Thomas Warnack/dpa
  • Personenzug entgleist in Oberschwaben: 27.07.2025, Baden-Württemberg, Riedlingen: Rettungskräfte suchen in einem entgleisten Zug nach Fahrgästen. Der Personenzug ist im Kreis Biberach zwischen den Ortsteilen Zweifaltendorf und Zell entgleist. Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Riedlingen: Rettungskräfte suchen im entgleisten Zug nach Fahrgästen.

    Thomas Warnack/dpa
  • Personenzug entgleist in Oberschwaben: 27.07.2025, Baden-Württemberg, Riedlingen: Rettungskräfte suchen in einem entgleisten Zug nach Fahrgästen. Der Personenzug ist im Kreis Biberach zwischen den Ortsteilen Zweifaltendorf und Zell entgleist. Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Der Personenzug ist im Kreis Biberach zwischen den Ortsteilen Zweifaltendorf und Zell entgleist.

    Thomas Warnack/dpa
  • Personenzug entgleist in Oberschwaben: 27.07.2025, Baden-Württemberg, Riedlingen: Rettungskräfte suchen in einem entgleisten Zug nach Fahrgästen. Der Personenzug ist im Kreis Biberach zwischen den Ortsteilen Zweifaltendorf und Zell entgleist. Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Riedlingen: Rettungskräfte suchen im entgleisten Zug nach Fahrgästen.

    Thomas Warnack/dpa
  • Personenzug entgleist in Oberschwaben: 27.07.2025, Baden-Württemberg, Zwiefaltendorf: Rettungskräfte suchen in einem entgleisten Zug nach Fahrgästen. Der Personenzug ist im Kreis Biberach entgleist. Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Riedlingen: Rettungskräfte suchen im entgleisten Zug nach Fahrgästen.

    Thomas Warnack/dpa
  • Personenzug entgleist in Oberschwaben: 27.07.2025, Baden-Württemberg, Zwiefaltendorf: Rettungskräfte suchen in einem entgleisten Zug nach Fahrgästen. Der Personenzug ist im Kreis Biberach entgleist. Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Der Personenzug ist im Kreis Biberach zwischen den Ortsteilen Zweifaltendorf und Zell entgleist.

    Thomas Warnack/dpa
  • Personenzug entgleist in Oberschwaben: 27.07.2025, Baden-Württemberg, Zwiefaltendorf: Rettungskräfte suchen in einem entgleisten Zug nach Fahrgästen. Im Kreis Biberach ist ein Personenzug entgleist. Foto: Thomas Warnack/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Riedlingen: Rettungskräfte suchen im entgleisten Zug nach Fahrgästen.

    Thomas Warnack/dpa
  • Die genaue Unfallstelle des tödlichen Zugunglücks bei Riedlingen.

    Die genaue Unfallstelle des tödlichen Zugunglücks bei Riedlingen.

    Björn Hossfeld; GoogleMaps
  • Mindestens drei Menschen sind bei dem Zugunglück nahe Riedlingen gestorben.

    Mindestens drei Menschen sind bei dem Zugunglück nahe Riedlingen gestorben.

    Björn Hossfeld
  • Mindestens drei Menschen sterben bei einem tödlichen Zugunglück auf der Bahnstrecke von Sigmaringen nach Ulm am Sonntag, dem 27. Juli 2025.

    300 Meter Luftlinie entfernt haben sich Vertreter überregionaler Medien auf der Brücke im Dorf Zell versammelt.

    Martin Tröster
  • Mindestens drei Menschen sterben bei einem tödlichen Zugunglück auf der Bahnstrecke von Sigmaringen nach Ulm am Sonntag, dem 27. Juli 2025.

    Von dort aus gibt es einen Blick auf den Unfallzug – näher darf derzeit niemand heran.

    Martin Tröster
  • Nach dem Zugunglück in Oberschwaben: 28.07.2025, Baden-Württemberg, Riedlingen: Askin Bingöl (v.l.) der Polizeivizepräsident Präsidium Ulm, Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), Bahnchef Richard Lutz und Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen), Verkehrsminister von Baden-Württemberg, geben an der Unglücksstelle eines Zugunglücks ein Statement ab, umringt von Journalisten und Kamerateams. Foto: Bernd Weißbrod/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Askin Bingöl (v.l.) der Polizeivizepräsident Präsidium Ulm, Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU), Bahnchef Richard Lutz und Winfried Hermann (Bündnis 90/Die Grünen), Verkehrsminister von Baden-Württemberg, geben am Montagvormittag an der Unglücksstelle eines Zugunglücks ein Statement ab, umringt von Journalisten und Kamerateams.

    Bernd Weißbrod/dpa
  • Mindestens drei Menschen sterben bei einem tödlichen Zugunglück auf der Bahnstrecke von Sigmaringen nach Ulm am Sonntag, dem 27. Juli 2025.

    Nachdem die Verletzen in den Krankenhäusern untergebracht sind, ist es am Montagmorgen Zeit für Experten der Bahn, die Unfallstelle zu begehen und die Bergung des Unglückszugs vorzubereiten.

    Martin Tröster
  • Mindestens drei Menschen sterben bei einem tödlichen Zugunglück auf der Bahnstrecke von Sigmaringen nach Ulm am Sonntag, dem 27. Juli 2025.

    Das Bürgerhaus Zell-Bechingen ist Versorgungsstation für die Rettungs- und Bergungsleute – Zell gehört zur Stadt Riedlingen.

    Martin Tröster
  • Bei Tageslicht will sich die Spurensicherung nun am Montag ein weiteres Bild von der Unfallstelle machen.

    Bei Tageslicht will sich die Spurensicherung nun am Montag ein weiteres Bild von der Unfallstelle machen.

    Martin Tröster
  • Die Strecke am Unfallort des tödlichen Zugunglücks am Sonntag bei Riedlingen wird noch einmal genau inspiziert.

    Die Strecke am Unfallort des tödlichen Zugunglücks am Sonntag bei Riedlingen wird noch einmal genau inspiziert.

    Karin Mitschang
  • Die Strecke am Unfallort des tödlichen Zugunglücks am Sonntag bei Riedlingen wird noch einmal genau inspiziert.

    Die Strecke am Unfallort des tödlichen Zugunglücks am Sonntag bei Riedlingen wird noch einmal genau inspiziert.

    Karin Mitschang
  • Zugunglück bei Riedlingen - Teile des Zuges liegen an der Unfallstelle verstreut

    Zugunglück bei Riedlingen – Teile des Zuges liegen an der Unfallstelle verstreut.

    Karin Mitschang
  • Nach dem Zugunglück in Oberschwaben: 28.07.2025, Baden-Württemberg, Riedlingen: Trümmer sind an der Unfallstelle zu sehen. Der Regionalexpress RE55 war im Kreis Biberach zwischen den Ortsteilen Zwiefaltendorf und Zell entgleist. Bei dem Zugunglück im Südosten Baden-Württembergs sind mehrere Menschen ums Leben gekommen, es gab viele Verletzte. Foto: Nico Pointner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

    Trümmer sind an der Unfallstelle nach dem tödlichen Zugunglück bei Riedlingen zu sehen. Der Regionalexpress RE55 war im Kreis Biberach zwischen den Ortsteilen Zwiefaltendorf und Zell entgleist.

    Nico Pointner/dpa
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Hangrutsch als mögliche Unfallursache

Es seien alle gefundenen Verletzten versorgt worden, sagte die Kreisbrandmeisterin des Landkreises Biberach, Charlotte Ziller, gegen 22.30 Uhr an der Unglücksstelle. Ziller bestätigt auch, dass die Ermittler davon ausgehen, dass der Hangrutsch Ursache des Unfalls war. Zuvor hatte es in der Region ein Unwetter gegeben. Von einer Sprecherin des Polizeipräsidiums Ulm hieß es zunächst nur, ein möglicher Zusammenhang werde geprüft.

Auf Fotos sind abgebrochene Äste zu sehen, auch eine Achse des Zuges ist offenbar bei dem Unglück abgerissen worden und liegt einige Meter entfernt am Rande des Gleisbetts. Auf Fotos ist auch zu sehen, dass die Schienen nicht mehr an Ort und Stelle sind. Polizei und Fachleute der Bahn untersuchen den Hangrutsch.

Der Hangrutsch wird als mögliche Unfallursache untersucht

Der Hangrutsch wird als mögliche Unfallursache untersucht

Matthias Stelzer

Verletzte in die Klinik gebracht

Unter den zahlreichen Rettungskräften waren auch Einsatzkräfte aus Ulm, die Patienten in die Ulmer Uniklinik gebracht haben. Nach Informationen der Südwest Presse wurden auf der Intensivstation Betten freigemacht, um Verletzte aufnehmen zu können. Zudem waren Rettungshubschrauber und Polizeihubschrauber vor Ort. Auf Videoaufnahmen vom Unfallort ist zu sehen, wie Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst auf den entgleisten Waggons arbeiteten, um sich Zugang zu den Fahrgästen zu verschaffen.

Die Leitstelle Reutlingen meldete einen sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ – das bezeichnet im Rettungswesen eine Situation, bei der eine große Zahl von Verletzten oder Erkrankten versorgt werden muss.

Landesinnenminister an der Unfallstelle

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) kam am Abend zur Unfallstelle. Er wolle sich einen Eindruck von den Rettungsarbeiten machen, sagte sein Sprecher.

Merz: „Wir trauern um die Opfer“

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schrieb auf dem Portal X: „Wir trauern um die Opfer. Ihren Angehörigen spreche ich mein Mitgefühl aus.“ Mit dem Innenminister und dem Verkehrsminister stehe er in engem Kontakt und habe sie gebeten, die Rettungskräfte mit allen Mitteln zu unterstützen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sprach von einer tragischen Nachricht. Er sei erschüttert. „Mein tief empfundenes Beileid gilt den Angehörigen der Opfer.“

Die Deutsche Bahn (DB) äußerte sich zunächst nicht zu dem Unglück, kündigte aber eine Pressemitteilung an. Das Tochterunternehmen DB Regio BW betreibt das Regionalzugnetz Donau-Ostalb. Hierzu gehört auch die Linie RE 55, die stündlich bis alle zwei Stunden fährt. Auf der Internetseite der Bahn informierte der Konzern, dass der Bahnverkehr zwischen Munderkingen und Sigmaringen eingestellt sei.