Ulmer Hafengasse
: Marc-Cain-Store schließt Ende September

Nach mehr als 16 Jahren endet der Betrieb des Marc-Cain-Stores. Der Betreiber des Ladens, Keller-Warth, zieht damit die Konsequenzen aus der angespannten Lage im stationären Modehandel.
Von
Stefanie Müller
Ulm
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Marc Cain schließt Ende September

Die Schilder sind schon abmontiert in der Hafengasse 10: Marc Cain schließt Ende September, bis dahin gibt es in den Räumlichkeiten ein temporäres Pop-up-Outlet mit hochwertiger Damenmode.

Stefanie Müller
  • Marc Cain in der Ulmer Hafengasse schließt Ende September – Pop-up-Outlet bis dahin geöffnet.
  • Keller-Warth begründet die Schließung mit Konsumzurückhaltung und weniger Innenstadt-Besuchern.
  • Der Store startete 2010, erst direkt von Marc Cain geführt, später als Franchise von Keller-Warth.
  • Marc Cain bleibt bei Warth in Biberach vertreten, dort gibt es eine eigene Abteilung.
  • In Ulm entstehen neue Angebote: Werdich plant ein Pop-up, Pandora ersetzt das Geschäft Zero.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Hafengasse gehört zu den schönsten Gassen der Münsterstadt. Dennoch hat sie mit Herausforderungen zu kämpfen. Einige Geschäfte und Lokale stehen leer, weitere werden demnächst aufgegeben. Nachdem die Engel-Apotheke schon im letzten Herbst umgezogen ist und auch das Restaurant „Zur Teck“ bisher nicht wieder seine Pforten geöffnet hat, gibt es eine neue Hiobsbotschaft: Marc Cain schließt noch in diesem Monat.

Das Damenmode-Geschäft in der Hafengasse 10 wurde 2010 eröffnet und zunächst fast zehn Jahre lang direkt von Marc Cain betrieben. Anschließend übernahm das Biberacher Traditionsunternehmen Keller-Warth den Store als Franchisepartner und führte ihn über mehrere Jahre weiter. Die Schließung erfolgt in einer für den stationären Modehandel schwierigen Phase, teilt das Unternehmen Keller-Warth mit. Konsumzurückhaltung, verändertes Einkaufsverhalten und rückläufige Besucherzahlen stellen den innerstädtischen Einzelhandel zunehmend vor Herausforderungen.

Bis Ende September geöffnet

„Mit Marc Cain als international erfolgreicher deutscher Premiummarke, unserer langjährigen Erfahrung im textilen Einzelhandel und einem engagierten Team vor Ort waren die Voraussetzungen eigentlich sehr gut. Dass es dennoch nicht gelungen ist, den Store in Ulm dauerhaft wirtschaftlich zu führen, bedauern wir sehr“, sagt Geschäftsführer Günter Warth. Warth ist seit 1864 im Modeeinzelhandel verwurzelt und betreibt heute mehrere Geschäfte in Biberach und der Region. Marc Cain bleibt dem Unternehmen weiterhin verbunden: Im Warth Modehaus in Biberach ist die Marke mit einer eigenen Abteilung vertreten.

Bis Ende September bleibt das Geschäft in der Hafengasse geöffnet. In der verbleibenden Zeit bietet Warth dort ein temporäres Pop-up-Outlet mit hochwertiger Damenmode zu reduzierten Preisen an.

Neueröffnungen in der City

Es gibt aber auch gute Nachrichten aus dem Ulmer Handel. So hat das Schuhhaus Werdich angekündigt, auf der kurzfristig freigewordenen Fläche des in eine finanzielle Schieflage geratenen Einrichtungsladens Depot einen Pop-up-Store zu machen. Geplant ist in der Bahnhofstraße demnach ein temporärer Outlet-Verkauf neben der Hauptfläche von Shoetown Werdich. Im Outlet sollen, „Schätze der Vorsaisons“ aus den umliegenden 32 Filialen angeboten werden.

Und es gibt eine weitere Veränderung in der Ulmer Bahnhofstraße: Das Bekleidungsgeschäft Zero, das dort bislang neben dem Schuhgeschäft Deichmann ansässig war, hat die Stadt verlassen. Ein Nachfolger steht hier schon fest – es wird die Schmuckkette Pandora. Die dänische Schmuckmarke hat das Geschäft bereits großzügig beklebt und ist dabei, den Laden herzurichten. Angekündigt ist die Eröffnung des neuen Ladens im Herbst.