Der, die oder das Trüffel? Was ist richtig? Die feminine Form ist – laut Duden – die korrekte Form, also die Trüffel, Plural: die Trüffeln. Umgangssprachlich ist aber auch der Trüffel (Plural: die Trüffel) gebräuchlich. Als „Trüffel“ werden im allgemeinen Sprachgebrauch unterirdisch wachsende knollige Pilze bezeichnet, die mykologisch gesehen zu unterschiedlichen Gattungen gehören, wie food-monitor.de aus einem Beitrag des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart zitiert.
Die meisten gehören zu den Schlauchpilzen (Ascomycetes), aber auch unter den Ständerpilzen (Basidiomycetes) gibt es knollige, unterirdisch wachsende Pilze, die in weiterem Sinne als Trüffel bezeichnet werden. Im engeren Sinne handelt es bei dem Begriff „Trüffel“ jedoch laut Foodmonitor nur um die Gattung Tuber spp. innerhalb der Schlauchpilze, die als die echten Trüffeln verstanden werden. Darunter gibt es einige kulinarisch wertvolle und von Feinschmeckern hochgeschätzte Arten.

Unterirdische Pilze und echte Trüffel

Essbare „Trüffel“ anderer Gattungen, zum Beispiel Wüstentrüffel (Terfezia spp) oder Mäandertrüffel (Choiromyces meandriformis) spielen in der europäischen Küche keine große Rolle. Wüstentrüffeln kommen laut Wikipedia vor allem in trockeneren Gebieten vor. In vielen Gegenden wie Saudi-Arabien, Nordafrika und Südspanien werden sie als Speisepilze sehr geschätzt.
Die Stachelsporige Mäandertrüffel ist essbar, roh allerdings wie viele Pilze giftig. Aufgrund ihrer Seltenheit (Kategorie 2 in der Roten Liste von 1992) sollte sie geschont werden.
Die echten Trüffeln leben symbiotisch mit Bäumen. Eine Zucht von Trüffeln auf Substrat und ohne lebende Bäume, z. B. wie beim Kulturchampignon, ist nicht möglich.

In Deutschland unter Naturschutz

In Deutschland steht die Trüffel unter Naturschutz. Außer zu wissenschaftlichen Zwecken mit Sondergenehmigung ist in Deutschland die Suche und das Sammeln von Trüffeln in der Natur/in der Wildnis generell nicht erlaubt. Auch in vielen weiteren europäischen Ländern ist die Trüffelsuche streng geregelt. Bis auf die Alba-Trüffel, deren Anbau und Zucht noch nicht erfolgreich gelungen ist, stammen die Trüffeln im Handel großenteils aus Trüffelplantagen.
Außer der Sommer-Trüffel (T. aestivum) und der wenigsporigen Trüffel (T. oligospermum) werden fast alle kulinarisch relevanten Trüffelarten ab Spätherbst bis in die Wintermonate geerntet. Wenig bekannt ist, dass die Alba-Trüffel (T. magnatum) auch im Sommer Fruchtkörper bilden, die in Italien als „Marcia“ genannt werden. Ähnlich wie bei der Sommer-Trüffel/Burgundertrüffel hat auch die Sommervariante „Marcia“ weniger Aroma als die Alba-Trüffel im Spätherbst/Winter.

Nur reif sind sie lecker

Nur reife Trüffeln haben das geschätzte Aroma und den entsprechenden Geschmack. Unreife Trüffeln sind praktisch wertlos und werden häufig zerkleinert und als optisch wertgebende Anteile in trüffelhaltigen Produkten verarbeitet. Hier geht‘s zum vollständigen Beitrag des CVUA Stuttgart.
Übrigens: Alle Geschichten rund ums Thema Essen, Kochen, Restaurants und Ausgehen im Raum Ulm/Neu-Ulm sowie Ernährungstrends bündeln wir auf der Seite swp.de/aufgetischt.
Newsletter-Anmeldung
Aufgetischt
Wöchentlicher Versand
Alles rund ums Essen im Raum Ulm/Neu-Ulm, Gewinnspiele und Rezepte direkt in Ihr Postfach.
Anrede *
E-Mail-Adresse
Vorname
Nachname
Wir nehmen den Schutz Ihrer Daten ernst. Bitte lesen Sie mehr dazu unter www.swp.de/privacy.