Tipps in der Region: Fünf schöne Radtouren rund um Ulm

Der Donauradweg ist in 12 Etappen zu bewältigen. Vier Etappen in Baden-Württemberg und acht Etappen in Bayern.
Archiv- Fünf Radtouren rund um Ulm: Streckenlängen maximal 50 km, oft kürzbar.
- Klassiker Blautopf: 40 km ab Ulm, Rückfahrt per Zug möglich.
- Donauradweg: Zwei Etappen bei Ulm, Strecken 45–54 km, gut mit Bahn kombinierbar.
- Erbacher Badesee: 28 km Hin- und Rückfahrt, ideal für kurze Ausflüge.
- Donau-Bodensee- und Illerradweg: Etappen mit moderaten Steigungen, gut erreichbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Feierabend ist da. Die Stadt ist voll mit Autos, Straßenbahnen und Bussen. Da wünscht sich der ein oder andere Städter direkt aufs Land. Am Wochenende kommt sicher auch mal der Gedanke, eine Radtour zu machen. Doch wo soll es hin? Fünf Beispielrouten für Fahrradbegeisterte, die maximal 50 Kilometer lang sind – verkürzen geht meistens.
1. Ein Klassiker: der Blautopf
Kräftig, fast unwirklich blau leuchtet er, der Blautopf. Gut 20 Kilometer beträgt die Anfahrt mit dem Fahrrad vom Ulmer Hauptbahnhof aus. Die ersten acht Kilometer bis Blaustein geht es noch entlang viel befahrener Straßen. Danach schlängelt sich der Weg entlang der Blau, teils durch den Wald, teils mit Blick auf Felsenformationen und manchmal auch mit minimalen Steigungen. In Blaubeuren angekommen geht es einmal durch die Stadt gen Norden bis kurz hinter das Kloster. Der Blautopf ist ganzjährig und rund um die Uhr zugänglich – wenn auch weiterhin mit Baugerüst. Zurück geht es wahlweise dieselbe Strecke (also insgesamt 40 Kilometer) oder per Regionalzug ab dem Bahnhof Blaubeuren.
Wer insgesamt rund 50 Kilometer fahren will, kann alternativ zunächst von Ulm aufs Hochsträß fahren, von wo man einen guten Ausblick hat: Von Ulm aus geht es leicht südlich an Ermingen vorbei, durch Beiningen zum Hilzberg und Richtung Blau und die B492, ehe man sich östlich dann Weiler und dann Blaubeuren erradelt. Fahrradbegeisterte, die unterwegs doch verkürzen wollen, können das entlang der Zugstrecke in Blaubeuren, Gerhausen, Herrlingen, Blaustein oder Ulm-Söflingen.
2. In Etappen auf dem Donauradweg unterwegs
Zwölf Etappen hat der vom ADFC mit vier Sternen ausgezeichnete Donauradweg, der sich von Donaueschingen nach Passau schlängelt und dabei durch Ulm verläuft. Leicht erreichbar mit dem Zug lässt sich Etappe vier (Munderkingen bis Ulm, 45 Kilometer) oder Etappe fünf (Ulm bis Dillingen, 54 Kilometer) mit dem Fahrrad abfahren.
Von Munderkingen in die Münsterstadt: Gleich zu Beginn dieser Tour geht es mit dem Regionalzug vom Ulmer Hauptbahnhof nach Munderkingen. Das dauert je nach Verbindung zwischen 30 und 50 Minuten. Von Munderkingen aus geht es entlang der Donau nach Rottenacker und dann gen Norden weiter Richtung Dettingen. Hier verlässt man den Fluss für einen Abstecher mit leichtem Anstieg nach Ehingen. Im Teilort Nasgenstadt erwartet einen dann eine Abfahrt von 50 Höhenmetern. Den Rest der Tour geht es nahezu ebenerdig und ein kleines Stück entfernt von der immer breiter werdenden Donau entlang, vorbei an Griesingen und durch Ersingen bis nach Erbach. Bei der Seenplatte geht es wieder zur Donau zurück. Die letzten zwölf Kilometer geht es vorbei am Industriegebiet, durch das Naturschutzgebiet Rote Wand und dann an der Bahnstrecke der Südbahn bis in die Innenstadt von Ulm. Am Ende sind so 45 Kilometer Strecke erradelt.
Alternativ fährt es sich flussaufwärts von Ulm nach Dillingen ins nächste Bundesland. Wem die 54 Kilometer zu weit sind, kann auch hier entlang der Bahnstrecke in Nersingen, Leipheim, Günzburg, Gundelfingen oder Lauingen einfach verkürzen.
Vom Ulmer Hauptbahnhof geht es die Donau hoch an Böfingen vorbei, bis man den Fluss in Thalfingen für einen Abstecher in Ober- und Unterelchingen verlässt und entlang vieler Seen und Wälder erst bei Leipheim wieder zur Donau stößt. Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer können beim nächsten Ort Günzburg einen Stopp bei der Rokoko-Kirche oder einen längeren im Legoland einlegen. Wer weiter fährt, verlässt bei Kilometer 34 – Höhe Offingen – wieder die Donau und steuert gen Norden Gundelfingen an, bevor es dann östlich nach Lauingen und schließlich zum Ziel Dillingen geht. Nach den 54 Kilometern Strecke kann man in einer halben Stunde mit dem Regionalzug zum Ulmer Hauptbahnhof zurückkehren – oder die nächste Etappe des Donauradweges in Angriff nehmen.
3. Zum Erbacher Badesee und zurück
Ob zum Planschen im oder Musikhören am Badesee, zum Besuch von Schloss und Barockkirche: Erbach ist mit dem Fahrrad in einer halben Stunde und knapp 14 Kilometern schnell erreichbar. Und so geht es: Vom Ulmer Hauptbahnhof fährt man bis zur Lindenhöhe im Westen und von dort weiter durch Grimmelfingen und Einsingen. Kurz hinter dem Kappelesberg zur Rechten liegt Erbach. Zurück kann es über die Bahnbrücke am Badesee, der Erbacher Seenplatte und schließlich Gögglingen vorbei immer gen Norden und an der Donau entlang gehen. Das sind erneut 14 Kilometer und in etwa 50 Minuten reine Fahrzeit. Hier findet sich der Hinweg, dort der Rückweg. Es sind jeweils Streckenabschnitte deutlich größerer Fahrradtouren.
4. Gen Bodensee geht es von Ulm nach Biberach
„Leicht“ soll sie sein, die erste Etappe des Donau-Bodensee-Radweges. Sie führt von Ulm nach Biberach und hält bei 47 Kilometer Weg nur 77 Meter Steigung parat. Auf dem Weg kommen Fahrradbegeisterte an der Erbacher Seenplatte vorbei, die zu einem ersten Stopp einlädt. Auch ein Schlenker zum Kloster Wiblingen ist gleich zu Beginn in nur wenigen zusätzlichen Kilometern möglich. Der Strecke folgend geht es an Erbach vorbei Richtung Stetten und Laupheim, durch Schemmerhofen bis nach Biberach an der Riß. Nach einer Pause erreicht man per Zug den Ulmer Hauptbahnhof in 20 bis 30 Minuten. Der gesamte Donau-Bodensee-Radweg ist übrigens 156 Kilometer lang und endet nach den weiteren Etappenzielen Bad Waldsee und Wangen in Kressbronn, direkt am See.
5. Ein Teil den Illerradweg entlang
Von Oberstdorf im Allgäu nach Kempten verläuft der Illerradweg. Das sind zwar an die 150 Kilometer, lässt sich jedoch auch prima in Etappen fahren. Dabei geht es fast die ganze Zeit konstant bergab – nämlich 97 Meter, bei nur 9 Metern bergauf. Die Etappe Nummer drei geht von Heimertingen, welches nur wenige Kilometer nördlich von Memmingen liegt, in 49 Kilometern nach Ulm. Die Route selbst ist simpel: entlang der Iller gen Norden, vorbei an mehreren Badeseen und den Orten Illertissen, Vöhringen und Senden. Zum Schluss geht es bei der Illerbrücke westlich an der Roten Wand vorbei. Verfahren kann man sich hier kaum. Trotzdem ist die Strecke der Etappe drei – wie auch alle anderen – ausgeschildert.



