Tiertransport bei Langenau kontrolliert: Zu wenig Wasser und apathisch – Hund beschlagnahmt

Oft ist Mitleid mit im Spiel, wenn Menschen Straßenhunde adoptieren, hier ein Welpe aus Rumänien (Symbolfoto).
Joyn/ProSieben/obs/dpa- Kontrolle nahe der A7 bei Langenau: Veterinäramt stoppt bulgarischen Tiertransporter.
- Katzen und Hunde waren verängstigt und apathisch, zudem bekamen sie zu wenig Wasser.
- Transport ging auf Anweisung ins Tierheim – ein Hund wurde wegen schlechten Zustands beschlagnahmt.
- Acht Katzen und drei Hunde wurden nach der Kontrolle an ihre neuen Besitzer übergeben.
- Polizei Ulm kritisiert Zustände bei solchen Transporten und zeigt die Fahrerin und den Fahrer an.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Verängstigt und apathisch waren die Katzen und Hunde, die das Veterinäramt am Samstagmittag (15. August) in einem bulgarischen Tiertransporter auf einem Parkplatz nahe der A7 bei Langenau kontrolliert hat. Zudem hatten sie zu wenig Wasser bekommen, teilt die Polizei mit. Die Tiere, mutmaßlich Straßenhunde und -katzen, sollten ihren neuen Besitzern übergeben werden. Wegen ihres schlechten Zustands wurde der Transport auf Anweisung der Tierärzte aber zunächst ins Tierheim gefahren. Einem Hund ging es besonders schlecht, er wurde beschlagnahmt. Die restlichen acht Katzen und drei Hunde wurden nach der Kontrolle ihren Besitzern übergeben.
Transporte fallen oft negativ auf
Dass derartige Tiertransporte bei Kontrollen auffallen, komme immer wieder vor, sagt Claus Wegmann, der Polizeiführer vom Dienst bei der Polizei Ulm. Initiiert werden sie von diversen Tierschutzorganisationen, die die Hunde und Katzen – oft Streuner – nach Deutschland vermitteln wollen. Dass sich nun ausgerechnet die betreffenden Organisationen über die lange Kontrolldauer beschwerten, kann Wegmann nicht nachvollziehen. „Die Kontrollen erfolgen schließlich aus einem einzigen Grund: dem Tierschutz“, betont er. Die Hunde und Katzen würden über 1000 Kilometer transportiert und dabei oft nicht ausreichend versorgt – nicht selten würden auch tote Tiere bei den Kontrollen gefunden. Auch in dem Fall waren die Tiere in schlechtem Zustand. Das Veterinäramt bringt die 40-jährige bulgarische Fahrerin und den 35-jährigen bulgarischen Fahrer daher zur Anzeige und prüft, ob weitere Verstöße vorliegen.
Grundsätzlich seien diese Vermittlungen nicht illegal, sagt Wegmann. Auch wegen der Transportbedingungen sei der Tierschutzaspekt aber oft fraglich. Er empfiehlt, lieber einen der vielen Tierheimhunde oder -katzen aus Deutschland aufzunehmen.
