SWU Streik Ulm
: ÖPNV: Bus- und Bahnfahrer streiken ab Donnerstag - fast alle Linien betroffen

Die Streikwelle in Ulm geht weiter: Am Donnerstag legen Bus- und Bahnfahrer der SWU ihre Arbeit nieder. Ausfälle im ÖPNV drohen und der Streik könnte länger dauern.
Von
swp
Ulm
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Die Ulmer müssen sich am Donnerstag auf Beeinträchtigungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen.

Matthias Kessler

Kaum Busse, keine Straßenbahnen: Am kommenden Donnerstag, 1. Oktober, steht der öffentliche Nahverkehr in Ulm weitgehend still. Der Grund: Warnstreiks. Die Gewerkschaft Verdi ruft Bus- und Straßenbahnfahrer der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm (SWU) dazu auf, ihre Arbeit niederzulegen.

Warnstreik in Ulm: Diese Linien sind betroffen

Der Warnstreik soll zu Betriebsbeginn um 3.45 Uhr starten. Diese Linien entfallen komplett:

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  • 7
  • 8
  • 10
  • 15.

Diese Linien entfallen teilweise:

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  • E.

Diese Linien verkehren unverändert:

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  • 16.

Wie lange der Arbeitsboykott dauert, ist unklar. Verdi will das Streikende kurzfristig bekannt geben. Hintergrund des Streiks: Verdi fordert für die Mitarbeiter von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Lohn und eine Mindesterhöhung von 150 Euro. Die bisherigen Verhandlungen verliefen erfolglos.

Streik in Baden-Württemberg: Arbeitgeberverband kritisiert Verdi wegen Warnstreiks im ÖPNV

In ganz Baden-Württemberg stehen in zahlreichen Städten am Dienstag Busse und Bahnen still. Der Kommunale Arbeitgeberverband in Baden-Württemberg kritisiert das Vorgehen der Gewerkschaft Verdi. Durch die Corona-Pandemie seien die öffentlichen Verkehrsunternehmen schon unverhältnismäßig belastet. Die Gewerkschaft fordert für rund 8600 Beschäftigten in acht Betrieben im kommunalen Nahverkehr in Baden-Württemberg unter anderem

Entlastungstage,

deutlich bessere Überstundenregelungen

sowie die Anhebung des Urlaubsgeldes.