SWP-Forum: Landwirte planen keine Proteste zu Özdemirs Auftritt in Ulm

Cem Özdemir kommt nach Ulm zum SWP-Forum.⇥
Hannes P. AlbertLautstarke Bauern-Proteste, harsche Kritik an der Ampel-Regierung, die offene Kretschmann-Nachfolge: Es gibt viele spannende Themen, die man dieser Tage mit Cem Özdemir (Grüne) diskutieren kann.
Am Donnerstag, 7. März, 19 Uhr, ist der Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung zu Gast beim Forum der SÜDWEST PRESSE im Stadthaus. Dort wird sich der Schwabe mit anatolischen Wurzeln den Fragen von Chefredakteur Ulrich Becker und der stellvertretenden Chefredakteurin Judith Conrady stellen.
Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft. Das Publikum wird gebeten, an dem Abend rechtzeitig zu kommen, also ausreichend Zeit für Anfahrt und Einlass einzuplanen. Dieser wird bereits um 18 Uhr beginnen, mit umfangreichen Einlass- und Taschenkontrollen. Dabei dürfen keine Rucksäcke, Flaschen und größere Gegenstände mit ins Stadthaus genommen werden. Die Besucherinnen und Besucher werden darüber hinaus gebeten, einen Ausweis mitzuführen.
Kreisbauernverband: Keine Aktion geplant
Eine Demonstration von Landwirten ist an dem Abend in Ulm nicht geplant, sagt Ernst Buck, Vorsitzender des Kreisbauernverbands Ulm-Ehingen. Am Aschermittwoch war es in Biberach beim geplanten Auftritt von Özdemir zu Ausschreitungen und einem Polizeieinsatz gekommen.
„Stand jetzt ist keine Aktion auf dem Münsterplatz vorgesehen“, sagt Buck dazu. Das sei auch so, weil Özdemir kürzlich zugestimmt hat, dass Deutschland die EU-Ausnahmeregelung zur Aussetzung der Pflichtbrache von vier Prozent im laufenden Jahr eins zu eins umsetzen wird, was zuletzt ein großer politischer Streitpunkt war.
Er könne natürlich nicht für alle sprechen, sagt Buck, es sei auch nicht jeder Landwirt Mitglied im Verband, aber in den WhatsApp-Kanälen habe er noch nichts von geplanten Aktionen gelesen. Natürlich gebe es „Junge Wilde“, die von den extremen Protesten in Frankreich beflügelt würden „und die glauben, dass wir mit Kommunikation nichts erreichen“, sagt Buck. „Aber die müssen noch dazulernen.“ Zumal die Situation in Frankreich nicht mit der in Deutschland zu vergleichen sei.

