Streit in Ulm eskaliert
: Betrunkener am Karlsplatz verletzt zwei Männer mit einem Messer

Der Tatverdächtige, der am Wochenende bei einer Auseinandersetzung am Ulmer Karlsplatz einen Beteiligten und einen Passanten mit einem Messer verletzte, ist wieder auf freiem Fuß.
Von
Uwe Keuerleber,
Christian Wille
Ulm
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In der Ulmer Friedrichsau war am 18. August ein Mann mit Maske und Messer unterwegs. Passanten riefen die Polizei.

Bei einem Streit in Ulm wurden zwei Männer mit einem Messer verletzt.

Sven Kaufmann, dpa
  • Streit in Ulm eskalierte: Ein Betrunkener verletzte zwei Männer mit einem Messer.
  • Tatverdächtiger (46) attackierte Bekannten (31) und verletzte einen Passanten (42).
  • Polizei sicherte die mutmaßliche Tatwaffe und nahm den Verdächtigen vorläufig fest.
  • Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Angriff auf Rettungskräfte laufen.
  • Anwohner klagen seit Jahren über Probleme am Karlsplatz – Lösung bleibt aus.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Streit in Ulm zwischen einem betrunkenen 46-Jährigen und seinem 31-jährigen Bekannten eskalierte. Der Ältere ging mit einem Messer auf den Jüngeren los und verletzte ihn. Auch ein 42-Jähriger, der den Streit schlichten wollte, wurde mit dem Messer verletzt – er erlitt zwei leichte Stichverletzungen an den Armen.

Zeugen beobachteten die Auseinandersetzung und alarmierten die Polizei. Die eintreffenden Beamten nahmen den Beschuldigten noch am Tatort vorläufig fest. Rettungskräfte versorgten die beiden Verletzten. Der 31-Jährige zeigte sich dabei äußerst aggressiv und bespuckte die Rettungskräfte. Er wurde zur Behandlung seiner Stichverletzungen vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Auch der 42-Jährige musste ambulant behandelt werden.

Angriff auf Rettungskräfte und gefährliche Körperverletzung

Die Polizei Ulm ermittelt nun wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung gegen den 46-Jährigen. Auch den 31-Jährigen erwartet eine Anzeige wegen des tätlichen Angriffs auf Rettungskräfte.

Die Hintergründe des Streits sind noch unklar. Alle Beteiligten vor Ort sollen sich wohl gekannt haben. Die mutmaßliche Tatwaffe, ein Klappmesser, konnte die Polizei in unmittelbarer Nähe zum Tatort sicherstellen.

Der tatverdächtige 46-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen
auf einem Revier wieder auf freien Fuß gesetzt.

Anwohner am Karlsplatz beklagen die Situation seit Jahren

Nachdem es seit Jahren immer wieder zu Ärger vor Ort kam, haben Anwohner wiederholt Beschwerden über die Situation am Karlsplatz gemeldet. Bei einem Ortstermin mit OB Ansbacher hatten sie im Sommer mögliche Lösungsansätze besprochen. Wie ist die Lage vor Ort – Brennpunkt oder normales Stadtleben? Nach der Ortsbegehung mit dem OB und Teilen der Stadtverwaltung hat sich der Ärger mit den suchtkranken Menschen im Park jedoch nicht erledigt. Anwohner fühlen sich nicht ernst genommen und erheben den Vorwurf: Die Stadt spiele die Probleme herunter.