Letzte Generation in Ulm
: Klimaaktivisten blockieren Kreuzung Olgastraße/Neutorstraße - Autofahrer wütend

Demonstrierende Klimaaktivisten haben in Ulm die Kreuzung Olgastraße Ecke Neutorstraße blockiert. Es gab wütende Proteste von Autofahrern, die Polizei rückte an.
Von
Alexander Kern
Ulm
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Protest der Organisation „Letzte Generation“: Klimaaktivisten blockieren in Ulm die Kreuzung Olgastraße/Neutorstraße

Alex Kern

Aktivisten der „Letzten Generation“ sorgen in Ulm für Aufregung. Mitglieder der Gruppe haben am Montagvormittag gegen 8.45 Uhr begonnen, die Kreuzung an der Ecke Olgastraße/Neutorstraße zu blockieren, es kommt zu Verkehrsbehinderungen, die Polizei und die Ulmer Feuerwehr rückten an.

Blockade der „Letzten Generation“ in Ulm

Der Protest verärgerte viele Autofahrer, sie reagierten mit einem wütenden Hupkonzert. Zahlreiche Menschen, die nicht weiterkamen, stiegen aus ihren Fahrzeugen und gingen auf die Aktivisten zu. „Wir müssen zur Arbeit“, lautete der Tenor. Ein Autofahrer klagte: „Ich muss meinen Sohn abholen“.

Wie ein empörter Autofahrer versucht, auf die Aktivistinnen und Aktivisten einzureden, sehen Sie in diesem Video:

Wie stehen Sie zu der Protestaktion der „Letzten Generation“? Können Sie die Motive der Aktivistinnen und Aktivisten nachvollziehen? Teilen Sie uns Ihre Meinung in unserer Umfrage mit:

Klima-Demonstrant klebt sich in Ulm auf Kreuzung fest

Die Aktivisten mit orangen Warnwesten positionierten sich quer über die Straße und hielten orange Banner in die Höhe, auf denen Forderungen zum Klimaschutz stehen. Unter anderem hieß es „100 km/h und 9€ für alle“ - gemeint ist damit offenbar das 9-Euro-Ticket. Auf einem weiteren Banner steht: „Was, wenn die Regierung das nicht im Griff hat“. Einer der Demonstranten holte Sekundenkleber aus seiner Tasche und klebte sich mit der linken Hand an der Straße fest.

Um die festgeklebten Händer der Aktivistinnen und Aktivisten vom Asphalt zu entfernen, nutzen die Einsatzkräfte Öl.

Klima-Kleber: Polizei greift an Keuzung in Ulm ein

Kurz nach Beginn der Protestaktion rückte die Polizei mit zunächst zwei Streifenwagen an.

Die Beamten leiteten den Verkehr über den Theatervorplatz um, seitlich an den Protestierenden vorbei in Richtung Bahnhof. Auch ein Krankenwagen musste den Aktivisten ausweichen, allerdings lag offenbar kein Notfall vor, die Sirene war abgeschaltet.

Auch im weiteren Verlauf der Aktion kam es immer wieder zu Diskussionen mit den Autofahrern, die argumentieren: „Der Protest trifft die Falschen.“

Die Polizei nahm die Personalien der Klima-Kleber auf. Gegen 10.45 Uhr rückte auch die Feuerwehr Ulm mit einem Einsatzfahrzeug an.

Andrea Wagner, Pressesprecherin der Polizei Ulm, gibt vor Ort ein erstes Statement zur Lage: