Staatsanwaltschaft Ulm
: Halsschlagader durchtrennt – Anklage gegen 25-Jährigen wegen versuchten Totschlags

Nach einer blutigen Attacke in Ulm hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 25-Jährigen erhoben. Es geht unter anderem um versuchten Totschlag.
Von
Uwe Keuerleber
Ulm
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Gegen einen 25 Jahre alten Mann aus Ulm hat die Staatsanwaltschaft Ulm Anklage unter anderem wegen versuchten Totschlags erhoben.

Archiv

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, wird gegen einen 25 Jahre alten Mann aus Ulm Anklage wegen versuchten Totschlags, schwerer Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen erhoben.

Halsschlagader vollständig durchtrennt

Ihm wird vorgeworfen, am späten Abend des 4. April 2023 eine Gruppe jüngerer Männer verbal angegangen zu haben. Im Verlauf der Auseinandersetzung hat der Angeklagte mit einer Flasche einem 17-Jährigen aus der Gruppe ins Gesicht geschlagen. Dieser erlitt eine Platzwunde und ging bewusstlos zu Boden. Als die Begleiter des Geschädigten den Angreifer zur Rede stellen wollten, stach dieser einem ebenfalls 17-Jährigen mit einem abgebrochenen Flaschenhals in den Hals. Durch den Stich wurde die Halsschlagader des Opfers vollständig durchtrennt.

Durch Notoperation gerettet

Trotz Notoperation kam es aufgrund der Unterversorgung des Gehirns zu einem Schlaganfall. Der 17-Jährige schwebte mehrere Tage in Lebensgefahr. Heute leidet er unter Sprachstörung und einer Lähmung seiner linken Körperhälfte. Da die Staatsanwaltschaft davon ausgeht, dass dem Angeklagten durchaus bewusst war, dass der Angriff tödlich enden konnte, muss er sich nun wegen versuchten Totschlag mit schwerer Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen verantworten. Der Angeschuldigte hat die Tat teilweise eingeräumt, spricht aber von einer Notwehrsituation. Er befindet sich seit der Tat in Untersuchungshaft.