Spendenaktion in Ulm
: Ein bisschen Wärme für die Ukrainer aus Ulm

Nach russischen Angriffen haben viele Ukrainer mitten im Winter keine funktionierenden Heizungen mehr. Heizstrahler und Gasflaschen sollen die Not etwas lindern.
Von
Stefanie Müller
Ulm
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Hilfe für die Ukraine

Hilfe für die Ukraine, die ankommt. Der ukrainische Katastrophenschutz übernimmt die Ladung aus Ulm, und verteilt sie in Kiew an bedürftige Einrichtungen, darunter ein Heim für Menschen mit Behinderungen.

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  • Ulmer Initiative „Hopeture“ sammelt für Heizstrahler und Gasflaschen für Kiew.
  • Hintergrund: Angriffe zerstören Energieversorgung, über 1 Mio. Haushalte ohne Strom.
  • Anfang Februar: fast 16.000 Euro; erster Lkw mit Heizern, Gasflaschen, Generator nach Lwiw.
  • Verteilung durch ukrainischen Katastrophenschutz an bedürftige Einrichtungen in Kiew.
  • Insgesamt 22.620 Euro; zweiter Transport nächste Woche geplant, Wert etwa 10.000 Euro.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die anhaltenden russischen Angriffe auf die Energieversorgung in der Ukraine haben im Januar eine dramatische Lage geschaffen: Über eine Million Haushalte sind von der Stromversorgung abgeschnitten – bei Temperaturen um minus zehn Grad Celsius eine lebensbedrohliche Situation. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen, die ohne funktionierende Aufzüge ihre Wohnungen nicht verlassen können. In den Hinterhöfen aufgestellte Zelte bieten oft die einzige Möglichkeit, sich aufzuwärmen.

Vor diesem Hintergrund hatte sich eine Gruppe Ehrenamtlicher um die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis zusammengeschlossen, um Hilfe zu leisten. Unter dem Namen „Hopeture“ (Hope and Future) rief die Initiative zu Spenden auf, mit denen Sets aus Heizstrahlern und Gasflaschen finanziert werden sollen. „Man kann sich kaum vorstellen, wie beschwerlich der Alltag dort ist – wenn man nur daran denkt, mit kleinen Kindern nicht kochen zu können“, beschreibt Hilde Mattheis die Notlage. „Ein Set aus Heizstrahler und Gasflasche kostet rund 130 Euro.“ Auch wenn die Hilfe nur wie ein Tropfen auf den heißen Stein wirkt, könne dieser Tropfen weitergegeben werden, sobald der Stromanschluss wiederhergestellt ist.

  • Hilfe für die Ukraine

    Ein bisschen Wärme aus Ulm für die Ukraine.

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    Die Menschen freuen sich über die Heizstrahler.

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    Einige Geräte gingen an ein Heim für Menschen mit Behinderungen.

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    Die Güter werden vor ort verteilt.

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    Hilfe für die Ukraine. Vor dem beladenen Lkw: Rüdiger Brandt (stv. Rektor an der THU Ulm.), Hilde Mattheis, Eugen Fetsch.

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    Der LKW fuhr nach Lwiw (Lemberg). Dort übernahm der ukrainische Katastrophenschutz brachte die Ladung nach Kiew und übernahm die Verteilung.

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Anfang Februar konnte bereits ein überwältigendes Spendenergebnis vermeldet werden: Fast 16.000 Euro wurden gesammelt. Am 10. Februar startete der erste Lkw mit 23 Heizpilzen, 25 Gasheizöfen, 48 Gasflaschen sowie einem größeren Generator an Bord in Richtung Lwiw (Lemberg). Dort übernahm der ukrainische Katastrophenschutz die Ladung und brachte sie weiter nach Kiew, wo die Verteilung an bedürftige Einrichtungen, darunter ein Heim für Menschen mit Behinderungen, erfolgte. Inzwischen sind insgesamt 22.620 Euro an Spenden eingegangen. Dank dieses Erfolgs ist bereits ein zweiter Transport geplant, der in dieser Woche auf den Weg gehen soll. Er wird erneut Heizstrahler, Öfen und Gasflaschen im Wert von etwa 10.000 Euro nach Kiew bringen.

Auf der Webseite von „hopeture One-2-One“ (www.hopeture.org) können Interessierte Bilder der ersten und der kommenden Lieferungen einsehen und sich über die laufenden Aktionen informieren. Die Informationen über die Lage und die Verteilung der Hilfsgüter kommen von Eugen Fetsch, einem aus der Ukraine geflüchteten Mitglied der „Hopeture“-Gruppe, der den direkten Draht vor Ort hält. Fetsch hat in den vergangenen Jahren mehrfach Hilfsgüter persönlich in die Ukraine gebracht und koordiniert die Übergabe vor Ort.

Spenden

Der Ulmer Flüchtlingsrat stellt sein Konto zur Verfügung, damit Spendenbescheinigungen erstellt werden können. Wer spenden möchte, kann dies in jeglicher Höhe unter dem Stichwort „Heizstrahler für Kiew“ auf das Konto des Flüchtlingsrates:
IBAN: DE90 6305 0000 0002 1956 90
BIC: SOLADES1ULM
Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donau-Kreis e.V.