Aktion für die Ukraine
: Minus zehn Grad und keine Heizung – Ulmer sammeln Spenden

Die Gruppe „hopeture“ um Hilde Mattheis sammelt Geld, um Heizstrahler und Gasflaschen in die Ukraine zu schicken. Damit soll die schlimmste Not gelindert werden.
Von
Stefanie Müller
Ulm
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Ukraine

In der Ukraine ist nach russischen Angriffen in über einer Million Haushalten der Strom ausgefallen. Viele haben deshalb keine Heizung, und das bei -10 Grad Außentemperatur. Lediglich in den in Hinterhöfen aufgestellten Zelten können Menschen sich aufwärmen.

privat
  • Die Gruppe „hopeture“ aus Ulm sammelt Spenden für Heizstrahler und Gasflaschen für die Ukraine.
  • Nach russischen Angriffen sind über eine Million Haushalte ohne Strom, bei -10 Grad Außentemperatur.
  • Spenden finanzieren Sets aus Heizstrahlern und Gasflaschen, die in die Ukraine transportiert werden.
  • Transporte starten alle zehn Tage, Verteilung erfolgt lokal durch Organisationen mit Übergabeprotokollen.
  • Spendenkonto: IBAN DE90 6305 0000 0002 1956 90, Stichwort „Heizstrahler für Kiew“.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach russischen Angriffen auf die Energieversorgung in der Ukraine sind seit Tagen über eine Million Haushalte von der Stromversorgung abgeschnitten. Bei Temperaturen um die minus zehn Grad, eine Katastrophe. Ein Kreis Ehrenamtlicher, um die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis, die unter dem Namen „hopeture“ (hope and future) aktiv ist, wollen den frierenden Menschen in der Ukraine schnelle Hilfe zukommen lassen.

„Besonders Kinder und ältere Menschen, die ohne intakten Fahrstuhl nicht ihre Wohnungen verlassen können, leiden unter der Situation. Lediglich in den in Hinterhöfen aufgestellten Zelten können Menschen sich aufwärmen“, schildert Hilde Mattheis die Situation. Die Informationen kommen über Eugen Fetsch, der aus der Ukraine geflüchtet ist und inzwischen in Ulm lebt und Teil der „hopeture“-Gruppe ist. „Er ist die Kontaktperson und hat in den vergangenen Jahren oft selbst Hilfsgüter in die Ukraine gebracht – er ist der direkte Draht.“

Alle zehn Tage geht ein Transport in die Ukraine

Die Hilfe soll durch spendenfinanzierte Sets aus Heizstrahlern und Gasflaschen in die Ukraine kommen. Diese könnten zumindest die Not von einigen Familien und älteren Menschen lindern. „Das scheint wie ein Tropfen auf einen heißen Stein, aber es ist ein Tropfen, der auch weitergereicht werden kann, wenn der Stromanschluss wieder funktioniert“, erklärt Mattheis. „Ein Set Heizstrahler/Gasflasche kostet um die 130 Euro – 130 Euro, die Hoffnung spenden.“ Mit den  Spendengeldern werden die Heizstrahler gekauft und nach Frankfurt/Oder gebracht. Von dort fährt alle zehn Tage ein Transport in die Ukraine.

Der Transporter fährt in die betroffenen Wohngebiete zu den Heizzelten. Die Organisationen vor Ort wissen bestens, wer am dringendsten Hilfe benötigt, und verteilen die Heizstrahler und Gasflaschen. Es werden Übergabeprotokolle erstellt, damit nachvollziehbar ist, wohin die Spenden gehen. „Man kann sich das gar nicht vorstellen, wie beschwerlich der Alltag dort ist – wenn man nur daran denkt, mit kleinen Kindern nicht kochen zu können. Natürlich können wir nicht die ganze Not lindern, aber wenigstens punktuell“, sagt Mattheis.

Spenden

Der Ulmer Flüchtlingsrat stellt sein Konto zur Verfügung, damit Spendenbescheinigungen erstellt werden können. Wer spenden möchte, kann dies in jeglicher Höhe unter dem Stichwort „Heizstrahler für Kiew“ auf das Konto des Flüchtlingsrates:
IBAN: DE90 6305 0000 0002 1956 90
BIC: SOLADES1ULM
Flüchtlingsrat Ulm/Alb-Donau-Kreis e.V.