Silvester in Ulm und Neu-Ulm: Verletzte und Brände – So verlief die Silvesternacht für Polizei und Feuerwehr

Mit einem Großaufgebot war die Polizei Ulm in der Silvesternacht im Einsatz. Hier am Münsterplatz. Größere Ausschreitungen gab es nicht.
Volkmar KönnekeIn den frühen Morgenstunden des 01.01.2024 sind die Spuren der Nacht noch deutlich sichtbar: Reste von Feuerwerkskörpern liegen auf den Straßen in Ulm und Neu-Ulm herum, die Mülleimer in Parks und auf Plätzen sind überfüllt und noch immer ist die Luft ein wenig verraucht. Pünktlich um 00:00 Uhr haben es die Ulmerinnen und Ulmer in der Silvesternacht richtig krachen lassen: Mit Feuerwerken auf beiden Seiten der Donau, auf dem Münsterplatz und auf den Straßen haben sie das neue Jahr begrüßt.
Keine Ausschreitungen: Polizei Ulm und Neu-Ulm ziehen erste Bilanz
Dabei verliefen die Feierlichkeiten nach Informationen der Polizei Ulm „relativ ruhig“. „Es gab ein paar Leute, die sich an den Feuerwerkskörpern verletzt haben“, berichtet am Montagmorgen (01.01.) ein Sprecher der Polizei. Bereits vor Mitternacht verletzte sich in Ulm ein 20-jähriger Mann schwer, als er mit einem Böller hantierte. Der Feuerwerkskörper explodierte in dessen Hand, bevor er den Böller wegwerfen konnte. Der Rettungsdienst brachte den Mann ins Krankenhaus.
Leicht verletzt wurde eine Person auf dem Münsterplatz, als sie - unbeabsichtigt - von herumfliegenden Feuerwerksteilen getroffen wurde. In Langenau verletzte sich um kurz nach Mitternacht ein Mann, als ein Böller in seiner Hand detonierte, den er vom Boden aufgehoben hatte. Ihm wurden dabei zwei Finger abgetrennt.
Auch kleinere Brände, zum Beispiel an Mülltonnen, mussten gelöscht werden. Mit einem Großaufgebot waren die Polizeibeamten in der Stadt unterwegs – vornehmlich am Münsterplatz. Mehr Einsätze als in den vergangenen Jahren gab es aber nicht.
Das bestätigt auch die Polizei in Kempten. Im Bereich Neu-Ulm war es „eine normale Silvesternacht“ ohne große Ausschreitungen. Demnach sei sogar die Gesamteinsatzzahl im Vergleich zu einer normalen Nacht nicht erhöht gewesen.
Feuerwehr in Neu-Ulm bei rund 30 Einsätzen
Die Feuerwehr rückte derweil im Bereich Neu-Ulm bis 02:00 Uhr zu rund 30 Einsätzen aus: An einigen Orten fingen Müllcontainer und Hecken an zu brennen. „Danach hat es sich beruhigt“, bestätigt ein Sprecher. Um bestmöglich vorbereitet zu sein, stockte das Team in dieser Nacht auch die Bereitschaft auf fünf Mann auf, hieß es auf Nachfrage.
Auch die Feuerwehr Ulm musste in dieser Nacht einige Brände löschen. Beispielsweise um 00:50 Uhr in Laichingen, als eine noch nicht ausgekühlte Feuerwerksbatterie im Müllraum eines Mehrfamilienhauses entsorgt worden war und anfing zu qualmen. Die Feuerwehr konnte ein Feuer sowie weiteren Schaden verhindern. Verletzt wurde dabei niemand.
In Eislingen zündeten zwei betrunkene Männer im Alter von 52 und 59 Jahren eine Rakete auf ihrem Balkon an. Durch die sprühenden Funken entzündeten sich Gegenstände auf einem Nachbarbalkon. Aufgrund der Hitze ging eine Fensterscheibe zu Bruch, der Rauch des Feuers zog in die Wohnung. Die Feuerwehr Eislingen konnte Schlimmeres verhindern.
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