Schilder abgeschraubt, Straßen besprüht
: Staatsschutz ermittelt nach Aktion von Ulmer Klimaaktivisten

In einem Video zeigen die Aktivisten des „Widerstands-Kollektiv“ stolz, wie sie vor einigen Tagen die Ulmer Innenstadt „umgestaltet“ haben. Zugleich ermittelt der Staatsschutz gegen sie.
Von
Nico Pannewitz
Ulm
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Die Klimaaktivisten haben an der Neuen Mitte in Ulm auch einen Zebrastreifen auf die Straße gesprüht.

Klimaaktivisten haben an der Neuen Mitte in Ulm einen Zebrastreifen auf die Straße gesprüht. Das war aber lange noch nicht alles.

Judith Conrady
  • Ulmer Klimaaktivisten entfernten Straßenschilder und sprühten Radwege auf Straßen.
  • Staatsschutz ermittelt wegen politischem Hintergrund und möglicher Verbindungen zu anderen Gruppen.
  • Betroffen waren u. a. „Tempo 30 aufgehoben“- und „Kfz frei“-Schilder, dazu Regenbogen-Zebrastreifen.
  • Aktivisten werben online für Klimaschutz, Verkehrswende und LGBTQ-Rechte.
  • Treffen für Interessierte fand am Dienstag, 15.07., in Ulm statt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dass die Aktion des selbsternannten „Widerstands-Kollektivs“, am vergangenen Wochenende in Ulm einige Straßenschilder abzumontieren und zusätzliche Radwege auf Straßen zu sprühen, ein rechtliches Nachspiel haben würde, war klar. Mittlerweile ermittelt die Polizei aber nicht mehr nur wegen eventueller Sachbeschädigung oder wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Wie der SWR berichtet, wurde mittlerweile die Abteilung Staatsschutz eingeschaltet. Grund sei demnach der politische Hintergrund der Tat. Auch mögliche Zusammenhänge zu Aktionen anderer vergangener Klimaschutzgruppen in Ulm würden geprüft.

Bei der Aktion waren unter anderem mehrere „Tempo 30 aufgehoben“- und „KFZ-Verkehr frei“-Schilder entfernt sowie ein Radweg auf die Olgastraße und zwischen Ulmer Hauptbahnhof und Theater gesprüht worden. An der neuen Mitte fertigten die Aktivisten zudem einen Zebrastreifen in Regenbogenfarben an.

Das „Widerstands-Kollektiv“ möchte sich laut eigener Mitteilung mit der Aktion für das Klima und eine Verkehrswende mit mehr Radverkehr in Ulm stark machen. Auf ihrer Instagram-Seite präsentiert die Gruppe stolz Bilder und Videos von der Aktion und wirbt um weitere Mitglieder. Erst am Dienstag, 15.07. organisierten die Mitglieder, die sich auch gegen Rechts und für LGBTQ-Rechte aussprechen, ein Kennenlerntreffen für Interessierte.