Sägefeldschule Ulm: Angegriffener Lehrer vorerst nicht wegen Missbrauchs angeklagt

Einem Lehrer aus Ulm wird unter anderem sexueller Missbrauch vorgeworfen. (Archivbild)
Stefan Puchner/dpa- Lehrer in Ulm wird sexueller Missbrauch und Besitz jugendpornografischer Inhalte vorgeworfen.
- Lehrer nicht anklagefähig, da gesundheitlich nicht verhandlungsfähig, Gutachten bestätigt.
- Lehrer wurde zuvor von einem Schüler angegriffen, fast totgeschlagen.
- Urteil: Schüler zu Bewährungsstrafe wegen Beihilfe zu gefährlicher Körperverletzung verurteilt.
- Verfahren gegen Lehrer vorläufig eingestellt, Gesundheitszustand wird später erneut geprüft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In dem Fall geht um den Verdacht auf sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen und den Besitz jugendpornografischer Inhalte – dennoch wird der Lehrer aus Ulm noch nicht angeklagt. Er ist laut Staatsanwaltschaft nicht verhandlungsfähig. Der damals 34-Jährige war im vergangenen Februar beim Verlassen des Schulgebäudes auf den Kopf geschlagen und dabei lebensgefährlich verletzt worden.
Am Mittwoch wurde ein 23-jähriger Angeklagter wegen Beihilfe zu gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
Lehrer nicht verhandlungsfähig
Der angegriffene Lehrer aus Ulm muss vorerst allerdings nicht vor Gericht. Ein Gutachten hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft nämlich ergeben, dass der Beschuldigte aus gesundheitlichen Gründen nicht verhandlungsfähig ist.
„Danach kann derzeit nicht davon ausgegangen werden, dass der Beschuldigte sich adäquat in einem Verfahren verteidigen könnte“, teilte der Oberstaatsanwalt Michael Bischofberger mit. Natürlich werde man den Zustand des Mannes „zu gegebener Zeit“ laut Staatsanwaltschaft erneut überprüfen. Das Verfahren werde bis dahin vorläufig eingestellt.
Urteil fiel am Mittwoch
Nach wochenlangen Verhandlungen wurde ein angeklagter früherer Schüler am Mittwoch wegen Beihilfe zu gefährlicher Körperverletzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Die Tat konnte ihm das Landgericht aber nicht nachweisen. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft war davon ausgegangen, dass sich der Ex-Schüler für ein missbräuchliches Verhalten des Lehrers rächen wollte.
Sägefeldschulen-Prozess
Hat ein 23-Jähriger einen Lehrer aus Rache für seine missbrauchten Freunde fast totgeschlagen? Es kann ihm nicht nachgewiesen werden. Er wurde auf Bewährung verurteilt. Hier finden Sie weiterführende Texte zu diesem Thema.
Mit Informationen der dpa.

