Russland bombardiert Schule
: „Feiger und unmenschlicher Angriff“ auf ukrainische Partnerstadt von Ulm und Neu-Ulm

Russland hat ein Gymnasium in der Partnerstadt im Süden der Ukraine bombardiert – mindestens drei Menschen starben. Die Oberbürgermeister von Ulm und Neu-Ulm sind erschüttert.
Von
Christoph Mayer
Ulm
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Ukraine-Krieg - Dnipro: HANDOUT - 24.06.2025, Ukraine, Dnipro: Auf diesem vom ukrainischen Rettungsdienst zur Verfügung gestellten Foto tragen Rettungskräfte eine verletzte Person nach dem russischen Raketenangriff in Dnipro. Foto: -/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Auf diesem vom ukrainischen Rettungsdienst zur Verfügung gestellten Foto tragen Rettungskräfte am 24.06.2025 eine verletzte Person nach dem russischen Raketenangriff in Dnipro. In Bilhorod-Dnistrovskyi wurde am Tag zuvor eine Schule angegriffen.

-/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa
  • Russischer Angriff auf Schule in Bilhorod-Dnistrovskyi tötet 3 und verletzt 11 schwer.
  • Ulm und Neu-Ulm, Partnerstädte der Region, zeigen sich bestürzt und verurteilen die Attacke.
  • Schule stand für Hoffnung, war 2022 Gastgeber von Schülern beim Donaujugendcamp.
  • Solidarität bleibt trotz Vorwürfen gegen den Bürgermeister der Stadt bestehen.
  • Treffen in Münster stärkte Partnerschaft weiter.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nach dem russischen Angriff auf eine ukrainische Schule in Bilhorod-Dnistrovskyi am vergangenen Montag zeigen sich die auch die Partnerstädte Ulm und Neu-Ulm erschüttert. Seit Anfang 2023 verbindet Ulm und Neu-Ulm eine Solidaritätspartnerschaft mit der ukrainischen Stadt am Fluss Dnister, die etwa 50.000 Einwohner zählt und in der historischen Region Bessarabien unweit der rumänischen Grenze liegt.

Mit großer Bestürzung und Trauer haben man von dem russischen Bombenangriff auf das Gymnasium erfahren, heißt es in einer Mitteilung beider Städte sowie des Donaubüros vom Mittwoch. Bei dem Angriff am 23. Juni seien laut aktuellem Kenntnisstand drei Menschen getötet sowie elf Menschen schwer verletzt worden.

„Feiger und unmenschlicher Angriff“ auf Schule

„Unsere Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und der gesamten Stadtgesellschaft von Bilhorod-Dnistrovskyi“, schreiben die Stadtoberhäupter von Ulm und Neu-Ulm, Martin Ansbacher und Katrin Albsteiger. Es handele sich um einen brutalen Angriff auf eine Bildungseinrichtung – einen Ort, der für Zukunft, Hoffnung und Frieden stehen sollte. „Wir verurteilen diesen feigen und unmenschlichen Angriff auf das Schärfste.“

Die Attacke treffe die beiden Donaustädte auch emotional unmittelbar. Schülerinnen und Schüler der betroffenen Schule waren im vergangenen Jahr zu Gast beim Donaujugendcamp im Rahmen des Internationalen Donaufests – gerade diese persönlichen Begegnungen machten die Tragödie nun noch greifbarer und nahbarer.

Ulm und Neu-Ulm bleiben solidarisch

Erst in der vergangenen Woche war Kathinka Leyhr vom Donaubüro bei der deutsch-ukrainischen Partnerschaftskonferenz im nordrhein-westfälischen Münster, wo sie Vertreterinnen und Vertreter aus Bilhorod-Dnistrovskyi persönlich getroffen und sich mit ihnen ausgetauscht hat.

Dabei habe man nochmals verdeutlicht, dass die Haltung der Städte Ulm und Neu-Ulm zur Partnerschaft trotz der letztjährigen Vorkommnisse um den inhaftierten Bürgermeister – ihm wird vorgeworfen, Geld veruntreut zu haben – unverändert bleibe. „Es handelt sich dabei um das individuelle Fehlverhalten eines Einzelnen, nicht aber um ein Versagen der gesamten kommunalen Strukturen. Unsere Unterstützung für die südukrainische Stadt bleibt daher ungebrochen“, betonen Ansbacher und Albsteiger.