Rezept der Woche: Geschichte der Gaisburger Marsch

Ein Gaisburger Marsch wird im Sommer in vielen traditionellen schwäbischen Lokalen angeboten.
© Matyas Rehak/Shutterstock.comGaisburg ist ein Stadtteil von Stuttgart. Er hat dem schmackhaftesten schwäbischen Eintopf seinen Namen gegeben. Es gibt verschiedene Deutungen der Herkunft. Eine davon: Angeblich wurden die Männer von Gaisburg in einem Krieg gefangen genommen. Den Frauen wurde erlaubt, ihnen Essen zu bringen — jedoch nur eine Schüssel pro Mann. Damit ihre Männer nicht nur gut versorgt waren, sondern auch wieder zu Kräften kamen, wurde in die Schüssel alles hineingegeben, was gut und nahrhaft war.
Auch Gabi Landthaler aus Dietenheim, die für das Leibschpeis–Heft der SÜDWEST PRESSE das Rezept dazu eingesendet hat, liebt diesen Marsch, zu dem übrigens ein Weißburgunder gut passt:
Zutaten
für vier Personen
500 g Suppenfleisch vom Rind
1 TL Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt
3 Zwiebeln
250 g Mehl
3 Eier
1 TL Salz
500 g Kartoffeln
2 Karotten
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 EL Butterschmalz
1 Bund Petersilie
Zubereitung
1. 1 ½ Liter Wasser, Pfefferkörner und das Lorbeerblatt zum Kochen bringen. Die Zwiebeln schälen. Eine davon halbieren und mit dem Fleisch ins Wasser geben. Gut zwei Stunden kochen lassen.
2. Für die Spätzle Mehl, Eier und Salz mit knapp 1/8 Liter Wasser zu einem glatten, festen Teig verrühren. Den Teig so lange mit einem Kochlöffel schlagen, bis er Blasen wirft. Anschließend durch eine Spätzlespresse oder mit einem Hobel in kochendes Salzwasser drücken bzw. schaben. Aufkochen lassen, Spätzle herausnehmen und kalt abspülen.
3. Die Kartoffeln und die Karotten schälen und in große Würfel bzw. Scheiben schneiden.
4. Das Fleisch aus der Brühe nehmen und in Würfel schneiden. Die Brühe durchsieben.
5. Kartoffeln und Karotten in der Brühe garen.
6. Die restlichen Zwiebeln in kleine Würfel schneiden und in Butterschmalz leicht bräunen.
7. Spätzle und Fleischwürfel in die Brühe geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und kurz ziehen lassen.
8. Petersilie waschen und fein hacken.
9. Den Eintopf auf Suppentellern mit den gebräunten Zwiebeln und Petersilie anrichten und servieren.
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