Polizei in Ulm
: Führungswechsel – Josef Veser wird neuer Polizeipräsident

Das Polizeipräsidium Ulm bekommt im November einen neuen Chef: Der bisherige Stellvertreter Josef Veser folgt auf Bernhard Weber.
Von
Kerstin Auernhammer
Ulm
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Wechsel im Ulmer Polizeipräsidium: Josef Veser (rechts) foglt auf Bernhard Weber (links)

Wechsel im Ulmer Polizeipräsidium: Josef Veser (rechts) folgt auf Bernhard Weber (links).

Polizei Baden-Württemberg

Die Polizisten in Ulm, Göppingen, Heidenheim und Biberach bekommen einen neuen Chef. Ab November wird Josef Veser das Polizeipräsidium Ulm leiten, teilte das Innenministerium mit. Veser war bisher Webers Stellvertreter. Er bringe „alles mit, was für dieses verantwortungsvolle Amt notwendig“ sei, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums. Man sorge mit der Entscheidung „frühzeitig für einen geordneten Leitungswechsel in Ulm“. Gleichzeitig würdigte das Innenminister Strobl Webers Verdienste. Er sei einer der erfahrensten Polizeiführer und leite das Ulmer Präsidium „mit viel Geschick und Können. Er hat mit seiner Arbeit entscheidend dazu beigetragen, dass die Region als eine der sichersten im ganzen Land gilt."

Wer ist Bernhard Weber?

Weber ist 64 Jahre alt und trat 1976 in den Polizeidienst ein. Seit 2000 hatte er mehrere leitende Positionen inne, darunter in der Polizeidirektion Friedrichsahfen, im Regierungspräsidium Tübingen und in den Polizeidirektionen Reutlingen und Heidenheim. Seit 2019 leitet er das Ulmer Polizeipräsidium, das die Stadt Ulm sowie die Landkreise Alb-Donau, Göppingen, Heidenheim und Biberach umfasst. In die Amtszeit des passionierten Sportlers fielen unter anderem die schwierige Zeit der Corona-Spaziergänge, der Mord an Ece in Illerkirchberg und der brutale Angriff auf einen Polizisten am Kornhausplatz.

Wer ist Josef Veser?

Josef Veser ist 60 Jahre alt und seit 1985 Polizist. Seine Karriere in höheren Positionen begann im Innenministerium, wo er 2005 im Referat 33 – Personalplanung, Aus- und Fortbildung, Organisation/ Neue Steuerung tätig war. 2006 übernahm er die Einsatzabteilung der Bereitschaftspolizei in Biberach, bevor er nach zwei Jahren ins Referat 33 zurückkehrte. Ab 2011 war er in der Geschäftsstelle des Projekts Polizeireform tätig. 2014 wurden dabei die Zuständigkeiten der Polizeipräsidien in Baden-Württemberg neu verteilt. Das Ulmer Präsidium wurde um die Landkreise Biberach, Göppingen und Heidenheim erweitert. Nach weiteren Stationen im Innenministerium, darunter auch in der internen Revision, wechselte Veser als Leiter der Direktion Polizeireviere nach Um. 2020 wurde er Leiter des Instituts für Ausbildung und Training an der Hochschule für Polizei, bevor er 2022 stellvertretender Präsident des Polizeipräsidiums Ulm wurde.

Die Polizei in der Region

Das Polizeipräsidium Ulm überwacht einen Zuständigkeitsbereich von 4.155 Quadratkilometern, 900.000 Menschen leben hier. Insgesamt arbeiten rund 1.500 Polizistinnen und Polizisten für Weber und Veser, dazu kommen 200 Verwaltungsangestellte und -beamte.