Patentatlas Baden-Württemberg
: Wieder mehr Patente angemeldet – so schlägt sich die Region Donau-Iller

Die Zahl der Patentanmeldungen in Baden-Württemberg ist leicht angestiegen, zeigt der Patentatlas 2024. Auch in der Region um Ulm entwickeln sich die Daten positiv.
Von
Bianca Frieß-Paust
Region Ulm
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ACHTUNG: SPERRFRIST 1. MÄRZ 07:00 UHR.  - ARCHIV - 03.01.2013, Bayern, München: Ein Wegweiser am Eingang zum Hinterhof des Deutschen Patentamts. Die Milliardeninvestitionen der deutschen Autokonzerne in Elektromobilität, Assistenzsysteme und autonomes Fahren schlagen sich in einer Flut von Patenten nieder. Foto: Andreas Gebert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

In Baden-Württemberg wurden 2024 wieder viele Patente angemeldet.

Andreas Gebert/dpa
  • Patentatlas 2026 meldet: In Baden-Württemberg stiegen Patentanmeldungen im Jahr 2024 leicht.
  • Landesweit gab es 15.767 Anmeldungen, die Aktivität blieb laut Regierungspräsidium stabil.
  • Region Donau-Iller verzeichnete 193 Anmeldungen und damit 1,2 Prozent, den kleinsten Anteil.
  • Laut Atlas melden Großunternehmen teils anderswo, der Anteil innovativer Köpfe liegt höher.
  • Stuttgart führte mit 10.275 Anmeldungen – regionale Schwerpunkte entwickeln sich unterschiedlich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Trotz wirtschaftlich herausfordernder Zeiten lässt der Erfindergeist in Baden-Württemberg und in der Region Donau/Iller nicht nach: Im Land werden weiterhin viele Patente angemeldet, zeigt der Patentatlas 2026, der vom Patent- und Markenzentrum Baden-Württemberg herausgegeben wird und auf den Anmeldungen des Jahres 2024 basiert. Der zeitliche Versatz liegt daran, dass die Anmeldungen erst nach 18 Monaten veröffentlicht werden.

Die Zahlen stiegen im Jahr 2024 leicht an und „bewegen sich weiterhin auf hohem Niveau“, heißt es in der dazugehörigen Mitteilung des Regierungspräsidiums Stuttgart. In Baden-Württemberg wurden insgesamt 15.767 Patente angemeldet. Auf die Region Donau-Iller, die den Alb-Donau-Kreis, den Landkreis Biberach und den Stadtkreis Ulm umfasst, entfallen 193 Patentanmeldungen.

Kleinster Anteil entfällt auf Region Donau-Iller

Das entspricht 1,2 Prozent – und damit dem kleinsten Anteil der zwölf baden-württembergischen Regionen. Dabei muss man aber bedenken, dass es rund um die Wissenschaftsstadt Ulm bedeutende Entwicklungsstandorte mehrerer Großunternehmen gibt, die andernorts anmelden, wird im Patentatlas erklärt: „Der tatsächliche Anteil innovativer Köpfe in der Region liegt also deutlich höher.“

Die Anzahl der Patentanmeldungen in der Region Donau-Iller stieg 2024 leicht an – wenngleich sie zwischen 2020 und 2023 erst gesunken war. Bekannte Patent-Anmelder sind Unternehmen wie Kässbohrer Geländefahrzeug (Laupheim), Uhlmann Pac-Systeme (Laupheim), Sensific (Biberach) und mehrere Standorte der Liebherr-Gruppe (unter anderem Ehingen und Biberach). Daneben tragen zahlreiche kleinere, oft jüngere Unternehmen wie NVision (Ulm) oder Scantinel (Ulm) mit hochspezialisierten Technologien zum Patentportfolio der Region bei, heißt es in der Auswertung.

Wirtschaft mittelständisch geprägt

Insgesamt sei die Wirtschaft in der Gegend Donau-Iller mittelständisch geprägt und umfasse viele Familienunternehmen. „Die industrielle Stärke der Region wird von einem hervorragenden Branchenmix flankiert.“ Die meisten Patente in Baden-Württemberg wurden wenig überraschend übrigens in der Region Stuttgart angemeldet: Hier waren es 10.275 Stück und damit ein Anteil von 65,2 Prozent der landesweiten Anmeldungen.

Die regionalen Auswirkungen zeigen, wie unterschiedlich sich die technologischen Schwerpunkte innerhalb des Landes entwickeln, schreibt das Regierungspräsidium Stuttgart. Dessen Fazit zu den Patentanmeldungen 2024: „Trotz eines wirtschaftlich anspruchsvollen Umfelds blieb die Innovationsaktivität der Unternehmen und Forschungseinrichtungen bemerkenswert stabil.“