
Ulm: Netze BW modernisiert Umspannwerke
Das Umspannwerk an der Landesstraße 1239 zwischen Dornstadt und Beimerstetten spielt für die regionale Stromversorgung eine wichtige Rolle. Über drei Hochspannungsleitungen ist es mit den Werken in Dellmensingen, Laichingen und Niederstotzingen verbunden. Fünf Mittelspannungs-Erdkabel verteilen den Strom in der Umgebung. Zwei Transformatoren sorgen für die Umspannung von 110 000 auf 20 000 Volt. In den vergangenen 18 Monaten ist die etwa 40 Jahre alte Anlage von Grund auf modernisiert worden. Sieben Millionen Euro hat der Stromnetzbetreiber Netze BW investiert. Die Arbeiten sind weitgehend abgeschlossen, zur Zeit werde noch ein Blitzauffangmast installiert, teilt Unternehmenssprecher Ulrich Stark mit. Bis Ende September stünden noch Restarbeiten an, dann würden die Bauzäune abgebaut und das Tempolimit von 50 Stundenkilometern auf der Landesstraße aufgehoben. Die neue Technik biete höhere Versorgungssicherheit und vereinfache die Wartung. Das erneuerte Umspannwerk hat Projektleiter Robert Karger zufolge auch genügend Reserven für die nächsten 40 bis 50 Jahre.
Deutlich kleiner ist das Umspannwerk nördlich des Blaubeurer Teilorts Beiningen. Gleichwohl spielt die Anlage für die Versorgung um Blaubeuren eine wichtige Rolle. Etwa 3,5 Millionen Euro hat Netze BW dort seit Anfang 2015 investiert, unter unter anderem für einen zweiten Trafo. Dadurch sei die Versorgungssicherheit erhöht worden, zumal in den vergangenen Jahren der Stromverbrauch im Raum Blaubeuren deutlich gestiegen sei. Rasant auch der Zuwachs an Stromproduktion durch Windkraft, Photovoltaik und Biogas. Zeitweise werde mehr Strom produziert als verbraucht.