Museen im Raum Ulm
: Besen, Brot und Bösewichte – hier ist für jeden etwas dabei

Kalt draußen? Schlechtes Wetter? Dann ab ins Museum! Eine Auswahl an Museen und Galerien in Ulm, Neu-Ulm und dem Alb-Donau-Kreis.
Von
Sarah Quaas
Ulm, Neu-Ulm, Alb-Donau-Kreis
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Kunsthalle Weishaupt: Pressetermin "Fabelhaft! Der Löwenmensch und seine Nachfahren" - Von Chimären und Cyborgs: Neue Präsentation des Museum Ulm zur Kulturgeschichte der Mischwesen, rund um den Löwenmenschen

Der Löwenmensch ist zurzeit in der Kunsthalle Weishaupt ausgestellt, solange das Museum Ulm sich im Umbau befindet.

Matthias Kessler
  • Ulm bietet eine vielfältige Museumslandschaft – von Archäologie bis zeitgenössischer Kunst.
  • Der Löwenmensch ist aktuell in der Kunsthalle Weishaupt zu sehen, da das Museum Ulm umgebaut wird.
  • Das Museum „Die Einsteins“ zeigt seit 2024 Albert Einsteins Leben und Familie.
  • Besondere Themenmuseen wie das Brot- und Kunstmuseum oder das Besenmuseum locken Besucher an.
  • Im Alb-Donau-Kreis gibt es Stadt- und Heimatmuseen sowie Highlights wie das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Einen Blick in längst vergangene Zeiten werfen, zeitgenössische Kunst bestaunen oder legendären Räubern auf den Zahn fühlen: Die Museumslandschaft in Ulm, Neu-Ulm und dem Alb-Donau-Kreis ist vielfältig und bietet für jeden etwas.

Museen in Ulm

  • Zentral in Ulm auf dem Münsterplatz steht das Stadthaus. Erbaut 1992, beherbergt es seitdem diverse Ausstellungen mit dem Schwerpunkt auf Fotografie, Architektur und Umwelt. Das Stadthaus hat täglich geöffnet und der Eintritt ist frei. Besucher können neben den Ausstellungen auch die Aussicht auf den Terrassen des Gebäudes genießen oder in der offenen Bibliothek neuen Lesestoff finden.
  • Das Museum Ulm am Marktplatz 9 befindet sich noch bis voraussichtlich Ende 2029 im Umbau, die Archäologie-Abteilung soll Ende 2026 bereits öffnen. Das wohl bekannteste Ausstellungsstück, der Löwenmensch, wird daher derzeit in der Kunsthalle Weishaupt ausgestellt.
  • Da Ulm der Geburtsort des Physikers Albert Einstein ist, ist es nur einleuchtend, dass es ein Museum zu ihm gibt. Eröffnet im Jahr 2024, beschäftigt sich das Museum „Die Einsteins“ am Weinhof 19 nicht nur mit dem Physiker, sondern auch mit seiner Familiengeschichte. Geöffnet ist am Dienstag, Mittwoch und Freitag von 11 bis 17 Uhr, Donnerstag von 11 bis 19 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr.
  • Ein leidenschaftlicher Vermittler komplexer Zusammenhänge: Christian Glass, Direktor und Geschäftsführer des Donauschwäbischen Zentralmuseums, in der neu konzipierten Dauerausstellung. Ende Februar geht der Kulturwissenschaftler in den Ruhestand. ⇥

Ulm, Christian Glass verlässt das DZM: Bilanzgespräch

    Christian Glass, der frühere Direktor und Geschäftsführer des Donauschwäbischen Zentralmuseums präsentierte 2023 die neu konzipierte Dauerausstellung.

    Lars Schwerdtfeger
  • Im HfG-Archiv Am Hochsträß 8 in Ulm werden Fotografien, Grafiken und schriftliche Dokumente über die frühere Hochschule für Gestaltung ausgestellt. Neben der Sammlung gibt es wechselnde Ausstellungen. Das Archiv hat von Dienstag bis Freitag sowie an Wochenenden und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
  • Sowohl um die Donau als auch um die Donauschwaben geht es in den Ausstellungen im Donauschwäbischen Zentralmuseum. Europäische Migrationsgeschichte, die Ulmer Schachtel oder die Wiener Kaffeehäuser – all das steht in Verbindung mit dem zweitgrößten Fluss Europas. Das Museum in der Schillerstraße 1 erkunden können Besucher von Dienstag bis Freitag zwischen 11 und 17 Uhr und am Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr.
  • Seit über 100 Jahren gibt es das Naturmuseum Ulm in der Kornhausgasse 3. Besucher können die Ulmer Urgeschichte und die regionale Naturvielfalt erleben: leuchtende Mineralien, erhaltene Fischsaurier und auch Überbleibsel von Ulmer Hauerelefanten. Zudem gibt es diverse interaktive Ausstellungselemente. Das Naturmuseum hat jeden Dienstag von 14 bis 20 Uhr, Mittwoch bis Freitag von 10 bis 16 Uhr und Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Galerien und Kunstmuseen

  • Wechselnde Ausstellungen gibt es in der Kunsthalle Weishaupt in der neuen Mitte seit der Eröffnung 2007. Zudem beherbergt das Gebäude die private Kunstsammlung von Siegfried Weishaupt. Die Kunsthalle hat Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet acht Euro.
  • Gegründet im Jahr 1887 stellt der Kunstverein Ulm seit 1973 im Schuhhaussaal aus. Die Ausstellung hat mittwochs bis freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet und samstags sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
  • Die Galerie Schrade ist im Schloss Mochental nahe Ehingen beheimatet. Ausgestellt werden dort Gegenwartskunst und Werke der Klassischen Moderne. Ewald Schrade ist deutscher Galerist und zudem Kurator der Art Karlsruhe. Von Mittwoch bis Samstag von 13 bis 17 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr kann die Galerie im Schloss besichtigt werden.
  • Der jüngste Sohn von Ewald Schrade, Tobias Schrade, ist ebenfalls ins Kunstgeschäft mit eingestiegen und hat in Ulm seine eigene Galerie. Die Galerie Tobias Schrade im Ulmer Fischerviertel stellt zeitgenössische Kunst aus. Geöffnet hat die Galerie Auf der Insel 2 von Mittwoch bis Freitag von 13 bis 18 Uhr und Samstag von 11 bis 15 Uhr.
  • Kunsthalle Weishaupt: "Cosmos Color" von Willi Siber. Große Ausstellung des oberschwäbischen Künstlers

    Bis April 2026 stellt die Kunsthalle Weishaupt "Cosmos Color" von Willi Siber aus.

    Volkmar Könneke

Museen zu speziellen Themen

  • Das, was jeder Deutsche im Urlaub vermisst, ist die heimische Brotauswahl. So ist es nicht verwunderlich, dass es das Museum Brot und Kunst schon seit 1955 in Ulm gibt. Die Sammlung beschäftigt sich mit den Themen rund um Brot, Ernährung und Konsum. Zudem gibt es wechselnde Ausstellungen. Das Museum im Salzstadel öffnet am Montag von 10 bis 15 Uhr, Dienstag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr sowie Mittwoch 10 bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet sechs Euro.
  • Bad-Hair-Day? Dann ist vielleicht Herr Zopf’s Friseurmuseum in der Dieselstraße 4 in Neu-Ulm das richtige Ausflugsziel. Von einem komplett erhaltenen, denkmalgeschützten Friseursalon bis zu einer Haarschneidemaschine, mit der Elvis Presley persönlich frisiert wurde: Über 30.000 Exponate werden im Museum ausgestellt. Tickets gibt es für 7,50 Euro, das Museum öffnet nach Vereinbarung per Mail oder telefonisch.
  • Die Kehrwoche ist typisch schwäbisch. Wer bis dato noch nicht den richtigen Feger für das Reinigen seiner Flure gefunden hat, der könnte im Besenmuseum fündig werden. Das Museum befindet sich im zweiten Obergeschoss im Schloss Mochental bei Ehingen und beheimatet Besen aus aller Welt. Geöffnet hat es Mittwoch bis Samstag von 13 bis 17 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr.
  • Die Hexe schwebt über allem: Unter dem Dach in Schloss Mochental kann man im Besenmuseum in das Reich der Kehrwische und Feudel abtauchen.⇥

Sommerserie
Klein und ausgefallen: Museen in der Region
Unter dem Dach in Schloss Mochental kann man im Besenmuseum in das Reich der Kehrwische und Feudel abtauchen.

    Unter dem Dach in Schloss Mochental kann man im Besenmuseum in das Reich der Kehrwische und Feudel abtauchen.

    Christina Kirsch
  • Maria, Josef und das Jesus-Kind. Eine Szenerie, wie sie oft als Krippe unter dem Weihnachtsbaum zu sehen ist. Wer die eigene schon wieder auf dem Dachboden verräumt hat, kann sich dennoch welche anschauen, und zwar im Krippenmuseum in Oberstadion. Die Krippen kommen aus vielen verschiedenen Ländern und unterscheiden sich auch in der Größe der Figuren von einander. Bis zum 2. Februar öffnet das Krippenmuseum von Mittwoch bis Freitag von 14 bis 17 Uhr sowie am Samstag, Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Ab dem 29. März bis zum 19. April Montag bis Freitag von 14 bis 17 Uhr sowie am Samstag, Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr.
  • Derjenige, der wie Paulchen Panther gerne an der Uhr dreht, sollte am besten ins Turmuhrenmuseum nach Granheim gehen. Zirka 80 Turmuhren aus verschiedenen Epochen werden dort ausgestellt. Ein besonderes Stück ist eine astronomische Uhr aus dem 17. Jahrhundert an der Außenfassade des Gebäudes. Das Museum hat keine festen Öffnungszeiten und macht bis voraussichtlich Ende April 2026 Winterpause.
  • Das Malefizmuseum in Oberdischingen beschäftigt sich mit Dieben, Gaunern und Ganoven, die um 1800 rum ihr Unwesen in Schwaben trieben. Jakob Reinhard alias Hannikel, der Schleiferstoni, der Schwarze Veri und Co. sind die Hauptdarsteller im Museum. Auch der Oberdischinger Räuberfänger und Henkersgraf Franz Ludwig Schenk von Castell (Malefizschenk) darf nicht fehlen. Das Museum hat sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Weitere Museen außerhalb Ulms

  • Weit zurück in die Menschheitsgeschichte kann man im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren reisen. Elfenbeinfiguren und Instrumente aus Vogelknochen, die rund 40.000 Jahre alt sind, gelten als die Highlights der Ausstellung. Auch Schmuck oder Alltagsgegenstände aus der Eiszeit werden ausgestellt. Von November bis März öffnet das Urmu Dienstag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr sowie Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 11 bis 16 Uhr seine Türen. Von April bis Oktober hat es Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. In den Schulferien von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 16 Uhr.
  • Rund um Ulm gibt es diverse Stadt- und Heimatmuseen, denen man einen Besuch abstatten kann: Ehingen, Jungingen, Langenau, Schelklingen, Munderkingen, Nellingen, Laichingen und Blaubeuren haben beispielsweise jeweils ein kleines Museum. Da die Öffnungszeiten teils sehr eingeschränkt sind, empfiehlt sich vorab ein Besuch auf der Homepage des jeweiligen Museums.
  • Das Museum für Vor- und Frühgeschichte in Langenau stellt historische Funde von Knochen und Gerätschaften aus, die in der Umgebung gefunden worden sind. Als lokale Besonderheit gelten Schädel und Unterkiefer eines Hauerelefanten, die auf 18 Millionen Jahre geschätzt werden. Das Museum öffnet jeden ersten und dritten Sonntag im Monat von 14 bis 16 Uhr.
  • Wer schon immer wissen wollte, wie Mönche gebadet haben, der kann das einzige erhaltene Badhaus der Mönche im Kloster Blaubeuren besichtigen. Geöffnet von April bis Oktober täglich von 10 bis 17 Uhr.
Das Blaubeurer Badhaus der Mönche war früher in einem alten, kühlen Steingewölbe. Es ist zu besichtigen, hat neue Info-Stelen und bietet viele Informationen über deren Alltag.⇥

Blaubeuren, Heimatmuseum/Badhaus der Mönche: Foto der Badstube mit neuer Stele

Das Blaubeurer Badhaus der Mönche war früher in einem alten, kühlen Steingewölbe und kann heute von Interessierten besichtigt werden.

Stadtbibliothek Nürnberg