Mord an Sabine Rahn
: Cold Case der Ulmer Kripo bei Aktenzeichen XY

42 Jahre ist es her, dass bei Heidenheim die 18-jährige Sabine Rahn vergewaltigt und ermordet wurde. Der Täter wurde bis heute nicht gefasst. Nun kommt der Fall erneut ins Fernsehen.
Von
Kerstin Auernhammer
Heidenheim/Ulm
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Die Kriminalpolizisten Manuel Köhler (o) und Jens Mayer bringen ein Plakat mit der Aufschrift „Sabine Rahn-Nie vergessen!“ an. 40 Jahre nach dem Mord an der 18-jährigen hoffen die Ermittler auf Hinweise.

10.03.2023, Baden-Württemberg, Heidenheim: Die Kriminalpolizisten Manuel Köhler (o) und Jens Mayer bringen ein Plakat mit der Aufschrift ·Sabine Rahn-Nie vergessen! Die Polizei bittet um Mithilfe· auf. Am 11.03.1983 wurde die damals 18 Jahre alte Sabine Rahn vermisst und einige Tage später ermordet aufgefunden. Nach 40 Jahren hängt die ermittelnde Kriminalpolizei Ulm an den damaligen Handlungsorten Plakate auf. Diese sollen Zeugen dazu bewegen, zur Sache auszusagen und Hinweise zu geben. Foto: Stefan Puchner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Im März 2023 suche die Polizei im Rahmen einer Plakataktion erneut nach Hinweisen im Fall Sabine Rahn. Nun, 42 Jahre nach der Vergewaltigung und Ermordung der 18-Jährigen aus Schnaitheim bei Heidenheim. kommt der Fall erneut zu Aktenzeichen XY.

Stefan Puchner/dpa
  • Mordfall Sabine Rahn nach 42 Jahren ungeklärt; 18-Jährige 1983 vergewaltigt und ermordet.
  • Polizei Ulm sucht weiter nach Hinweisen, Fall bei Aktenzeichen XY Cold Cases vorgestellt.
  • Sabines Mutter hofft auf Aufklärung; Täter-DNA bekannt, bisher kein Erfolg bei Speichelproben.
  • Erfolgreiche Aufklärung eines 40 Jahre alten Cold Cases durch DNA-Technik in Göppingen.
  • Aktenzeichen XY Cold Cases am 5. März 2025, 20:15 Uhr im ZDF zu sehen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

42 Jahre ist es her, dass in Heidenheim-Schnaitheim ein grausiges Verbrechen passierte. Ein Unbekannter entführte, vergewaltigte und ermordete eine junge Frau, gerade einmal 18 Jahre alt. Bis heute ist der Fall Sabine Rahn ungeklärt, ihr Mörder konnte nicht gefasst werden. Doch in Deutschland gilt: Mord verjährt nicht. Und so liegt die Akte nach wie vor bei der Polizei. Vor zwei Jahren hat die zuständige Ulmer Kripo noch einmal mit einer großen Plakataktion auf den Fall aufmerksam gemacht - und nun, am 5. März, sind die Ermittler erneut zu Gast bei Aktenzeichen XY.

Darum geht es in Aktenzeichen XY Cold Cases

Die Spezialsendung Aktenzeichen XY Cold Cases (englisch für "kalte", also ungelöste Fälle) stellt drei Ermittlungen aus der gesamten Bundesrepublik vor:

  • Kripo Trier
    29. Dezember 2002
    Simone Dewnter: Tot im Bach entdeckt
  • Kripo Ulm
    11. März 1983
    Sabine Rahn: 18-Jährige tot im Wald gefunden
  • Kripo Köln
    24. Juni 1989
    Norbert Solz: Messerattacke auf einen Soldaten

Der Mord an Sabine Rahn

Sabine Rahn wohnte Anfang der 80er-Jahre mit ihren Eltern im Heidenheimer Stadtteil Schnaitheim. Am 14. März 1983 wollte die 18-Jährige sich in der Heidenheimer Innenstadt mit einer Freundin in der Disco "Coupé" treffen. Doch dort kam sie nie an.

Drei Tage später, am 14. März 1983, fanden Jugendliche die Leiche der Jugendlichen in einem Wald bei Nattheim, nur wenige Kilometer vom Haus der Rahns entfernt. Sabine wurde vergewaltigt und mit ihrem eigenen Halstuch erdrosselt.

Das haben die Ermittlungen bisher ergeben

Die Mordermittlungen laufen zunächst ins Leere. In den 1990er Jahren, als die DNA-Technik sich verbessert, kann die Täter-DNA bestimmt werden. Die Polizei bittet etwa 400 Männer zur Speichelprobe, allerdings ohne Erfolg. 2023 nimmt sich die Kripo Ulm, Abteilung Cold Case, den Fall noch einmal vor. Sabine Rahns Mutter, weit über 80 Jahre alt, sprach damals in einem bewegenden Interview über ihre Hoffnungen, den Täter doch noch irgendwann zu fassen.

Hofft auf ein Wunder, damit der Mord an ihrer Tochter noch aufgeklärt wird: Gudrun Weiß, die Mutter der vor 40 Jahren getöteten Sabine Rahn.

Gudrun Weiß, die Mutter der vor 40 Jahren ermordeteten Sabine Rahn.

Hofft auf ein Wunder, damit der Mord an ihrer Tochter noch aufgeklärt wird: Gudrun Weiß, die Mutter der vor 40 Jahren getöteten Sabine Rahn im Jahr 2023. (Archivbild)

Silija Kummer

Dass auch Cold Cases nach vielen Jahren noch gelöst werden können, bewies ein Fall aus Göppingen. Diesen konnte die Ulmer Kripo im Jahr 2022 mittels DNA klären - nach beinahe 40 Jahren. Bis heute rätselhaft ist der Mord an Rafael Blumenstock. In der Nacht zum 4. November 1990 wurde der damals 28-Jährige auf dem Münsterplatz zusammengeschlagen und mit 21 Messerstichen umgebracht. Nach wie vor sind der oder die Täter nicht ermittelt und auf freiem Fuß. Das Tatmotiv ist ebenso unklar. Ein relativ neuer „Cold Case“ der Region, allerdings auf Neu-Ulmer Seite, ist der Mord an einem ehemaligen Kickbox-Weltmeister. Mit mehreren Schüssen war der 37-Jährige am 18. November 2016 kurz nach 18 Uhr vor dem Hauseingang seiner Wohnung in Ludwigsfeld niedergestreckt worden und wenige Stunden später im Krankenhaus an seinen Verletzungen gestorben

Ungeklärte Mord- oder Vermisstenfälle beschäftigen die Menschen teils jahrelang. Im folgenden Artikel haben wir aktuelle Suchmeldungen von Polizeidienststellen aus ganz Baden-Württemberg gesammelt. Die Polizei ist über jeden Hinweis dankbar.

Hier ist die Sendung zu sehen

Aktenzeichen XY Cold Cases (live) 
moderiert von Rudi Cerne

5. März 2025 
20.15 Uhr 
ZDF

Akte Südwest - Wahre Verbrechen im Südwesten
Jeden zweiten Mittwoch um 15.00 Uhr
Große Gerichtsprozesse, ungeklärte Fälle, spannende Podcasts und Hintergründe: Alles rund um Verbrechen und "True Crime" im Südwesten.