Magen-Darm nach Nabada
: Baden in der Donau an Schwörmontag auf eigene Gefahr!

Das Gesundheitsamt weist auf die Risiken hin, die das Donauwasser in sich trägt. Nach dem Nabada 2024 sind vermehrt Magen-Darm-Erkrankungen aufgetreten. Was sollte man beachten?
Von
Verena Schühly
Ulm
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Nabada

Wasserspaß auf und in der Donau beim Nabada 2024. Hinterher lagen manche Teilnehmer wegen einer Magen-Darm-Infektion flach.

Matthias Kessler
  • Nach Nabada 2024 in Ulm traten vermehrt Magen-Darm-Erkrankungen auf.
  • Gesundheitsamt warnt: Donauwasser birgt Risiken, keine regelmäßigen Kontrollen möglich.
  • Empfehlungen: Kein Wasser schlucken, offene Wunden vermeiden, gründlich duschen.
  • Besonders gefährdet: Kleinkinder, Ältere und Personen mit geschwächtem Immunsystem.
  • Baden in der Donau erfolgt auf eigene Gefahr – Flüsse sind keine offiziellen Badegewässer.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Schwörmontag 2024 hatte für Dutzende Menschen ungute Folgen: Sie hatten am Nabada teilgenommen und lagen anschließend mit Magen-Darm-Erkrankungen flach, sie litten an Durchfall und Erbrechen. Grund dafür sind wohl Keime im Wasser gewesen. Die Donau ist ein fließendes Gewässer, dessen Qualität – anders als bei Badeseen – vom Gesundheitsamt nicht untersucht beziehungsweise regelmäßig kontrolliert wird.

Die Wasserqualität der Donau unterliegt vielen Einflüssen, die sich ständig ändern: Beispielsweise können auch die Zuflüsse Iller und Blau ausgeschwemmte Stoffe mitbringen. Und die Wassermenge ändert sich je nach den Niederschlägen auch in den Oberläufen der Flüsse.

Flüsse keine offiziellen Badegewässer

Deshalb weist das Gesundheitsamt nun eigens auf die potenziellen Gefahren hin, die das Baden in der Donau mit sich bringt. Und dass Nabaderinnen und Nabader auf eigene Gefahr handeln, wenn sie sich beim großen Wasserumzug beteiligen. „Im Gegensatz zu offiziellen Badestellen an Seen, die nach der EU-Badegewässerrichtlinie regelmäßig kontrolliert werden, sind Fließgewässer keine offiziellen Badegewässer. Eine gesundheitliche Risikobewertung ist deshalb nicht möglich“, heißt es in einer am Donnerstag (10. Juli) veröffentlichen Mitteilung.

Die Behörde bittet ausdrücklich „alle Bürgerinnen und Bürger, sich der potenziellen Risiken bewusst zu sein und eigenverantwortlich zu entscheiden, ob sie ins Wasser gehen“. Für diejenigen, die sich dafür entscheiden, werden Empfehlungen genannt, die die Gefahren einer anschließenden Erkrankung verringern:

  • Vermeiden Sie das Verschlucken von Wasser beim Baden oder während der Fahrt mit Wasserfahrzeugen
  • Verzichten Sie auf das Baden, wenn Sie offene Wunden oder ein geschwächtes Immunsystem haben.
  • Duschen Sie nach dem Baden gründlich, um eventuelle Keime von der Haut zu entfernen.
  • Besondere Vorsicht gilt für Kleinkinder, ältere Menschen und gesundheitlich Vorbelastete.

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