Streik bei der Bahn
: Auch Ulm ist betroffen: Warnstreik der Lokführer sorgt für Probleme

Der Warnstreik der GDL sorgt für massive Probleme: Der Fern-, Regional- und S-Bahnverkehr der Deutschen Bahn (DB) wird bis mindestens Donnerstag (18 Uhr) bundesweit beeinträchtigt sein.
Von
Carolin Stüwe
Ulm
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  • Auch der Ulmer Hauptbahnhof ist vom GDL-Warnstreik betroffen.

    Auch der Ulmer Hauptbahnhof ist vom GDL-Warnstreik betroffen.

    Volkmar Könneke
  • Nichts geht mehr auf den Gleisen: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte zu einem 20-stündigen Warnstreik bei der Deutschen Bahn AG aufgerufen.

    Nichts geht mehr auf den Gleisen: Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatte zu einem 20-stündigen Warnstreik bei der Deutschen Bahn AG aufgerufen.

    Bodo Marks, dpa
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Die Gewerkschaft Deutsche Lokomotivführer (GDL) hat Lokomotivführer, Zugbegleiter, Werkstattmitarbeiter und Disponenten in allen Unternehmen und zusätzlich Fahrdienstleiter und weitere Berufsgruppen bei DB Netz zum Streik aufgerufen. Etliche Linien, die in Ulm starten, sind ebenfalls betroffen. Es kommt zu Zugausfällen und Verspätungen. Primäres Ziel sei, dass ab Freitagfrüh (17.11.23) wieder alle Züge fahren, teilt die DB mit.

Wer pendelt oder mit dem Fernverkehr reisen möchte, muss sich am Donnerstag (16.11.23) auf jeden Fall auf Zugausfälle und massive Verspätungen einstellen. Bereits am Morgen sehe man gravierende Auswirkungen auf den Zugverkehr, sagte ein Gewerkschaftssprecher. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn sagte, sie rate allen Fahrgästen, ihre Reise wenn möglich zu verschieben oder sich für ihre jeweiligen Strecken einzeln zu erkundigen. Das gelte auch für den Regionalverkehr, wo einzelne Strecken von privaten Anbietern wie GoAhead oder SWEG bedient würden.

Die Streikhotline lautet 08000 99 66 33

Das Mindestfahrplanangebot finden Fahrgäste zeitnah in den digitalen Reiseauskunftsmedien unter bahn.de/reiseauskunft sowie in den Apps DB Navigator und DB Streckenagent. Außerdem wurde die Streikhotline unter 08000 99 66 33 eingerichtet.

Betroffen sei auch Baden-Württemberg – unter anderem Verbindungen von und nach Stuttgart, Karlsruhe, Freiburg und in die Bodenseeregion

Diese Linien von Ulm aus sind betroffen

Wie sieht es konkret von und zurück nach Ulm aus? Vom Streik betroffene Linien sind laut DB:

Dem Fachkräftemangel begegnen

Ziel des Streiks ist, dass man dem Fachkräftemangel erfolgreich begegnen wolle. Es werde also nicht darüber gesprochen, ob es eine Arbeitszeitverkürzung geben soll, sondern, wann und in welchen Schritten diese umgesetzt werden soll, teilt die GDL mit. „Das ist eine ganz andere, absolute positive Qualität, um den Anteil der Tarif- und Sozialpartner an der Verkehrswende zu leisten“, so GDL-Bundevorsitzender Claus Weselsky.

Nicht nur andere Gewerkschaften wie ver.di und die IG Metall würden laut über die Einführung einer 32-Stunden-Woche nachdenken, sondern beispielsweise auch die Berliner Verkehrsbetriebe – einer der größten Arbeitgeber in der Verkehrsbranche – bringen eine Vier-Tage-Woche ins Spiel.

Bauarbeiten führen zu weiteren Zugausfällen

Hinzu kommt zum Warnstreik: Aufgrund von Bauarbeiten zwischen Ulm und Lindau ist der Fernverkehr der Deutschen Bahn derzeit beeinträchtigt. Es kommt zu Zugausfällen. Betroffen sind folgende Verbindungen im Fernverkehr:

Die Bauarbeiten sollen voraussichtlich bis 3.12.2023 zum Tagesende andauern.